Wechsel

Mein Leben schwankt immer zwischen Extremen hin und her.

Wenig ist stabil und kontinuierlich. Schon gar nicht das Selbstwertgefühl, das Identitätsgefühl, die körperliche Energie…das macht das Ganze anstrengend.

Mal bin ich aufgedreht und fit und möchte wieder mehr arbeiten, dann liege ich sehr viel eher komatös nur herum. Mal habe ich das Gefühl ALLE anderen Menschen sind mir überlegen. Dann sind mir alle anderen wieder unterlegen.

Viel Angst habe ich. Das unterdrücke ich meistens weil sonst noch weniger in meinem Leben geschieht. Und gewisse Freiräume will und muss ich mir behalten. Aber Angst unterdrücken kostet auch sehr viel Energie. Angst zu haben (vor normalen Sachen) erzeugt viel Scham, die auch unterdrückt werden muss.

Daher besteht mein Leben so gut es geht aus: Stabilität erzeugen und halten. Die Selbstregulation bei überschießenden Gefühlen im Auge zu behalten, meinen Selbstwert aufbauen, mich entspannen und auch mal fröhlich sein und vor allem den inneren sabotierenden und abwertenden Eltern Einhalt gebieten.

Und dann sind da noch die Mitmenschen. Wir Menschen sind soziale Wesen. Heißt es immer. Nur frage ich mich, warum sich dann soviele so asozial gegenüber den anderen verhalten.

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Samstagmorgen

Ich war viel unterwegs die Woche, habe viel geschafft. Das tat gut und war gut. Jetzt merke ich: ich mag nichts mehr müssen heute. Ich mag nur das tun oder nicht wonach mir gerade ist. Es steht aber noch etwas an und das macht mir Druck. Einerseits muss ich dringend zur Post und andererseits noch einiges einkaufen.

Ich starte zum Supermarkt nur gute 300m entfernt. Jeder Schritt ist schwer, meine Muskeln sind schwach. Das ist für mich das Zeichen: Ende Gelände. Keine Menschen, keine Termine. Ruhe. Schlaf. Aber ich quäle mich trotzdem dahin.

Zuvor zog ich meinen neuen Pullover an. Definitiv ein Lieblingsteil. Etwas zu groß, daher leicht schlabberig, dünner Stoff, aber gute Qualität in apricot-weiß meliert. So gut wie neu. Was man in der Kleiderkammer so alles findet.

Dazu mein Lieblingsparfum von Jil Sunder. Als Lotion das mag ich lieber, das kann man dünner auftragen, ich will keine wandelnde Parfumerie sein.

Der erste Einkauf geht flott. Dann zur Post, mit dem Fahrrad. Ich fühle mich unruhig und leer. Ich merke auch, das ich derzeit wieder vermehrt in die Kaufsucht rutsche. Ich mache damit Gefühle weg. Ich muss mir das mal wieder genauer anschauen. Immerhin kaufe ich wenigstens Dinge die ich brauche (von meiner angelegten Liste) und nicht den totalen Blödsinn. Trotzdem. Es scheint als könne ich ohne Schulden und wenn es nur 200,- sind, nicht leben. Das ist traurig.

Bei der Post kennt man mich. Das ist mir heute unangenehm. Ich will so schnell als möglich wieder in meine Höhle zurück. Noch den Rest im anderen Supermarkt einkaufen. Keine Rouladen, also noch in die Metzgerei. Da stehen viele an. Es dauert. Ich verkrampfe, atme kaum. Nicht gut.

Endlich wieder daheim. Ich habe großen Appetit auf alles mögliche. Daher auch  der Einkauf. Fürs Wochenende bin ich gewappnet. Ob Griesbrei oder Rouladen oder Tiramisu oder süß-saures Geschnetzeltes….

Eine Zeitschrift als Frustkauf musste doch noch mit. Aber eine die ich eh mal lesen wollte. Hat sich nicht gelohnt, aber dann weiß ich das jetzt wenigstens. Dazu ein Kokosgebäck. Lecker.

Bett frisch beziehen und mit der restlichen Wäsche gleich ab in die Maschine. Heute muss es definitiv Mittagsschlaf geben. Den gibt es normalerweise fast täglich. Diese Woche schaffte ich es nicht. Das schlaucht mich sehr.

Aber heute, heute geht das. In einem frisch bezogenen Bett. Das große Glück ist manchmal ganz klein.

Bis Montagfrüh ist meine Zeit. Keine Termine. Nichts müssen. Ich brauche das wie die Luft zum atmen. Zu lesen ist genug da, aber auch zwei DVDs…langweilig wird mir eh selten….

Ein Leben mit PTBS

Ich bin früher sehr viel umgezogen, auch die Arbeitsstellen wechselte ich sehr oft und auch das soziale Umfeld (so es denn eines gegeben hat) auch. Jetzt im Urlaub ist mir klar geworden, dass ich damit unbewußt versucht habe, diesem gruseligen Gefühl zu entgehen. Einer kruden Mischung aus Angst, Depression, Anspannung und nochmal Angst. Kurzfristig half das auch, weil ein Umzug ordentlich ablenkt und die Zeit danach auch, wenn man seine neue Umgebung erkundet.

Dann kam die Zeit in der ich MICH verändern wollte, um diesem grausigen Gefühl von Leere, Sinnlosigkeit, Angst, Depression, Zweifeln und nochmal Angst entkommen wollte. Ich stürzte mich in Selbsthilfegruppen, machte Therapien, manche zahlte ich sogar selbst, ging in einige Kliniken (wo ich bei einer noch am selben Tag wieder heimfuhr und bei einer anderen nach 2 Wochen die Zelte abbrach, dann doch bei einer immerhin 6 Wochen blieb), besuchte 10 Wochen eine Tagesklinik, las Unmengen von Büchern um mich endlich selbst zu optimieren und mich auf die Spur zu bringen.

Ein weiterer Schritt kam: vielleicht hatte ich was körperliches? Zuwenig Zink, Eisen, Vitamin C, Kupfer, Chrom, eine Entgiftungsstörung? Ich schluckte Pillen und Nahrungsergänzungmittel dass mein schmales Bankkonto nur so glühte.

Auch hier: manches half zeitweise, manches gar nicht und bei manchem wurde es noch schlechter.

Jetzt im Urlaub wurde mir außerdem bewußt: Von einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung kannst du nicht Urlaub machen. Oder davon laufen. Die hast du immer bei dir. Nicht dass das was Neues wäre. Aber man verdrängt halt auch gerne. Will so cool und taff wie die anderen sein, die tolle Projekte starten, beruflich nach Indien fliegen, Kinder bekommen und sich eine Wohnung kaufen.

Bei mir sieht das so aus, dass ich zwar sehr gerne Neues erkunde und entdecke und somit eigentlich auch gern verreise (wohl mein gesunder Teil), ich aber bei der Anreise mit mehrmals umsteigen (aus schrecklicher Angst den Anschlußzug zu verpassen) und einer Busfahrt bei der die Haltestellen nicht angezeigt/angesagt werden (ich habe nach langer Überwindung den Fahrer gebeten mir zu sagen wann ich aussteigen muss) die totale Panik. Eigentlich müßte ich mir auch eingestehen, dass Bahnfahren nichts für mich ist, weil auch der enge Raum voller fremder Menschen mich sehr triggert. Aber was dann? Nur noch zuhause sitzen? Da drehe ich erst recht durch. Mein Wille ist stark, ich will wenigstens ein klitzekleines bisschen was von der Welt sehen. Und so ist es selten ein erholsamer Urlaub, aber dafür hat mein Geist wieder ein wenig Nahrung bekommen.

Daher gilt bei mir: Der Geist ist willig, doch das Fleisch ist ängstlich

Ich habe genug!

Minimalismus ist im Moment nichts Neues. Gefühlt jeder schreibt darüber und mistet aus und verschlankt sich. Auch ich möchte eigentlich mit viel weniger auskommen, weil mich zum Beispiel visuelle Reize sehr schnell überfordern (dazu ein ander Mal mehr).

Nun war ich ein paar Tage im Urlaub und habe ordentlich Minimalismus betrieben. Ne eigentlich nur entspannt:

  • 5 Tage kein Internet! Und ich habe nichts vermisst! Werde Pc und Handy ausmisten.
  • auch nur 20 Seiten eines Buches gelesen. Ansonsten einfach in die Baumwipfel gestarrt, Sonnenuntergang beobachtet, bewußt Radio gehört und sonst nichts nebenbei noch gemacht und ganz viel gewandert und geschwommen.

Und dann war da noch das Essen: relativ wenig und sehr einfach gegessen, da mein Magen mal wieder verspannt war und meinte: „nö du ich brauch grad nichts.“ Und zum anderen musste ich jedes eingekaufte Teil einen sehr steilen Berg hoch tragen, da überlegt man sich wieviel man kauft. So machte ich mir mal ein paar Gedanken zum Thema „mein Eßverhalten“ und habe festgestellt ich häng total im Mangeldenken. Ich  esse sehr viel, weil ich Angst habe nicht genug zu haben. Dabei bin und war ich immer eine schlanke Person. Ich esse automatisch. Ob ich Hunger habe oder nicht. 3x am Tag. Mittags und abends meist warm. Und den Teller immer schön voll. Ob ich satt bin oder nicht, es wird aufgegessen. Erschreckend.

Ich muss mir eingestehen, dass ich Hunger oft mit anderen Gefühlen verwechselt habe: am meisten Anspannung, aber auch Frust, Langweile oder einfach weil ich zu flach atmete.

Ich bin immer wieder sehr stark bleiernd müde. Ich habe schon viele Auslöser festmachen können und jetzt kommt ein neuer hinzu: Viel Essen muss verdaut werden (noch dazu weil ich leider eher kaufaul bin) und das verbraucht sehr viel Energie!

Also gab es diese Urlauswoche Minimalkost. Also mal eine Suppe und ein Butterbrot. Achtsam gegessen. Lecker!

Auch habe ich früher viel deftiges Vollkornbrot und noch mehr Rohkost in mich geschaufelt! So gesund! Ja, und nach dem Frühstück bin ich oft wieder ins Bett gefallen. Sooo müde!! Seit ich den Weizen weglasse (mit geringen Ausnahmen) sind auch diese ständigen Heißhungerattacken wie weggeblasen. Eine Wohltat!

Es fühlt sich so stimmig an, weniger zu essen (und aber auch mal richtig zuzuschlagen!) dann kommt auch der Appetit auf bestimmte Sachen wieder von alleine oder die Vorfreude auf ein Stück Kuchen. Und Schonkost ist erstmal weiterhin angesagt, mein Magen ist noch sehr gereizt und verträgt nur warme Speisen und Getränke. Aber ich merke: Er tut wieder was! Oft genug hat er die Arbeit eingestellt oder stark verlangsamt und ich Medikamente nehmen musste, damit das alles weiter verarbeitet wird.

Jetzt verstehe ich ihn auch besser, wer immer so mit Arbeit zugeschüttet wird, hat irgendwann keinen Bock mehr.

Das bringt mich auch zum Thema fasten….mal sehen

Wochenrückblick

– gefunden: eine wirklich leckere glutenfreie Pizza bei Aldi!

– mal wieder genascht: Kürbiscremesuppe und Bananenmilch. Ich liebe einfache und doch leckere Sachen.

– gesehen: Film Der mit dem Schlag. Berührend und komisch, leicht und mit Tiefgang. Mit dem süßen Hinnerk Schönemann, hier zum sehen: https://www.youtube.com/watch?v=YjpUeZAC0Qo

– wiedermal: innerhalb eines halben Jahres das 3. Mini-erdbeben. Ich reagiere ja sehr leicht über. Langsam bin ich nur noch erschrocken (und genervt). Soll wohl von der Geothermie kommen, die nun wiederum erstmal abgeschalten werden soll.

– gefreut: total süßes Lob vom Chef.

– gedacht: manchmal wäre es mir lieber wenn frühmorgends die Bäckereiverkäuferin genauso schnoddrig drauf wäre wie ich. Diese penetrante Fröhlichkeit ist ja zum kotzen.

– gehört: „Unter der dünnen Schicht der Zivilisation sind wir alle Bestien!“ (aus dem Polizeiruf 110 Grenzgänger)

gelesen: schönen Text über Introversion:

https://sugarbox.at/2017/04/05/realitaeten-eines-introvertierten-menschen/

gelacht: wer zieht sowas an??

https://www.urbanoutfitters.com/de-de/shop/out-from-under-fishnet-seamless-bike-shorts

Abschied von Peter Pan

Seit 3,5 Jahren gibt es einen Mann im Leben. Er ist 43 Jahre alt, arbeitet Vollzeit in Schicht, hat einen Sohn, ist geschieden und wohnt in einem kleinen Häuschen auf dem Lande.

Beim ersten Treffen dachte ich mir: Finger weg! Er machte einen ungepflegten Eindruck. Roch als ob er sich die letzten Tage hauptsächlich von Alkohol ernährt hätte, hatte einen groben Wollpulli und eine ausgewaschene Fetzenjeans an (zum ersten Date?!). Aber irgendwas zog mich trotzdem zu ihm hin. (Heute weiß ich, dass es meine Coabhängigkeit war, er machte einen bedürftigen Eindruck und ich konnte ihm natürlich helfen. Nicht. Is klar.)

Wir trafen uns regelmäßig. Meist bei ihm, weil ich es liebte aufs Land zu fahren. Und er umsorgte mich immer so lieb. Kochte oder grillte. Wir quatschten stundenlang. Lachten viel. Tranken auch viel. Ungern fuhr ich nach Hause. Wir schrieben tausende SMS. Heute weiß ich, dass man das Besessenheit nennt.

Er war vom äußerlichen gar nicht mein Typ. Aber innerich erinnerte er mich (unbewußt) an meinen Vater. Dieses kindliche, spielerische, lustige. Das er handwerklich gern werkelte, dass er immer ein wenig hilflos wirkte. Dieser verschmitzte Ausdruck in seinem Gesicht, aber auch seinen wachen und regen Geist. Selbst dass er im selben Lebensalter von seinem Vater verlassen wurde, wie meiner von seinem.

Meine Klein-Luna wollte endlich den Papa wieder haben. Wollte endlich die Liebe und Aufmerksamkeit von ihm, nach der sie sich ein Leben lang schon sehnte.

Mit „Peter Pan“ war ich sogar 2x kurz zusammen. Es war schrecklich. Also wieder zurück  auf Freundschaftsbasis. Auch das funktionierte nicht. Und so pendelten wir zwischen lustigen Abenden mit Alkohol, irgendwie eine vernüftige Beziehung hinbekommen, Streit, knutschend… hin und her. Mindestens 10x habe ich gesagt: Jetzt ist endgültig Aus und Schluß. Ich habe auf dieses Hin und Her und seine Verantwortlungslosigkeit keine Lust mehr. Denn Selbstreflexion und sich um sein Leben kümmern war nicht so seins. Autos waren immer kaputt, seine Kleidung auch, seine Bude war kalt und muffig, er redete immer nur was er gern mal machen würde und tat: nichts. Andere sollten sich um sein Wohlergehen kümmern und das tat ich gerne. Immerhin kenne ich das aus meiner Familie, dass ich nur dazu da bin anderen ihre Bedürfnisse und Wünsche zu erfüllen.

Aber ich bin weiter, immerhin habe ich Jahre der Therapie, Selbsthilfegruppen der EKA’s und AlAnons, ect. hinter mir um bescheid zu wissen: Kümmere dich um dich selbst. So einen unreifen Bengel brauchst du nicht! Du kannst ihn nicht retten.

Sagt der Verstand. Klein-Luna jaulte auf: Wieder Papa hergeben? Wieder keine lustige Zeit auf dem Land? Wieder Abschied? Wieder Schmerz? Wieder alleine sein? NEIN!!!

Hartes Brot auf dem ich da gerade rumkaue. Seit Wochen. Das schlaucht. Der Kontaktabbruch tat erst sehr weh, dann gut. Ich kam wieder bei mir an. Auf was ich Lust hatte. Was ich machen wollte. Das ständige kreisen um IHN wurde weniger…bis ich wieder schwach wurde. Eine Mail. Dann brachte er noch Sachen von mir vorbei. Wieder SMS. Jetzt MUSS der Verstand greifen und sagen: Nichts da! Weg! Absolut keinen Kontakt! Alles wieder löschen!

Sonst verliere ich ihn.

Meinen Verstand.

Wochenrückblick

festgestellt: Badeanzüge sind ganz schön teuer. War das schon immer so? (langsam komm ich in das Alter in dem Bikinis eher suboptimal aussehen)

entdeckt: Die Musik von Thomas Dybdal. Ideal für Herbststimmung:

https://www.youtube.com/watch?v=1ZsJnUwnLos&list=RD1ZsJnUwnLos&t=10

gelacht: wenn man das Internet ausgelesen hat, kann man ja mal hier vorbei schauen: http://www.chatvongesternnacht.de/zufall

gemacht: das erste Mal wieder meine heimische Infrarot-Sauna (ein kleines zusammenfaltbares Ding) angeworfen. Herrlich entspannend! Kauf hat sich definitiv gelohnt. Weil in öffentliche Dampfbäder/Saunen kann ich nicht entspannen. Unter Menschen entspannen ist ein Widerspruch in sich für mich. Außerdem wirkt Infrarot viel tiefer im Gewebe und ich bin ja tiefenVERspannt. Leider.

– Grund war: ich hatte erbärmlich gefroren!

bekommen: Parfum vin Miro – femme. Sich einen Duft zu bestellen den man nicht kennt ist gewagt. Hat sich aber gelohnt. Ich mache bei einer Studie mit die die Brieflaufzeiten überprüft, dafür bekommt man Punkte die man in Prämien einlösen kann. Nach Buch, Gummibärchen nun also ein Parfum.

entsetzt: Der philipinische Präsident Duerte will das Drogenproblem lösen in dem er sagt: Therapie oder Tod. Ohne genaue Überprüfung dürfen nun also Polizisten Drogensüchtige erschießen. Wer also seinen Nachbarn nicht mag, kann sich ja mal in Denunziation üben.

besucht: Ein Spa. Zum floaten (schweben im Salzwasserbecken) und danach noch ausruhen in der Salzgrotte. Zum Glück war ich die einzigste Besucherin. Trotzdem irgendwie angespannt. Für mich sind solche klassischen Entspannungssachen irgendwie nichts (habe ich jetzt auch kapiert). Auch bei Massagen mag ich am liebsten die thailändische weil da die Masseure innerlich ganz klar abgegrenzt sind und das als Handwerk verstehen und ausüben. Dagegen die „deutschen“ Wellness/Kosmetiker/ect.-Leute sind mir viel zu süßlich und übergriffig…überhaupt Entspannung ist für mich eher: mir mal ein 1.Klasse-Ticket bei der Bahn zu gönnen, oder ganz frühmorgends in die Berge zu fahren (und eben den normalen Preis statt Bayernticket zu zahlen) oder mir Essen liefern lassen (für mich was besonderes). So tickt halt jeder anders….

angemeldet: das erste Mal bei einer Bürgerinitiative. Die darum kämpft, dass keine Umgehungsstraße zum Teil durch einen sehr großen nahe gelegenen Wald gebaut wird. Ich bin da selbst sehr gerne drin und genieße die Größe und Stille. Das muss erhalten bleiben. Wenn der einmal „angeknabbert“ ist, wird das womöglich einreißen und so geht Stück für Stück wieder wunderbare Natur verloren.

wieder gemerkt: von Bier ist man anders besoffen (irgendwie dumpfer/blöder) als von Wein (viel kreativer!). War ein schöner Abend 🙂

voraus geahnt: Ich habe öfters „Eingebungen“, Vorausahnungen, eine besonders gut funktionierende Intuition. Dieses Mal wieder: ich gehe zum Bahnhof, kaufe im Kiosk die Fahrkarte, plauder noch mit der Verkäuferin und weiß regelrecht die ganze Zeit, dass ich gleich jemanden treffe den ich kenne (so klein ist das Dorf in dem ich wohne auch wieder nicht…) ich stehe am Bahnsteig und kurz darauf kommt H. die Treppe hoch und begrüßt mich. Wir plaudern paar Minuten. Ich war nicht verwundert.