Wochenrückblick 25.Juni 2022

– einfach. nicht. mehr. treffen.: ich brauch ja echt lange bis ich mich von Menschen die mir etwas nahe waren wieder trenne. Aber jetz is echt Schluß. Mit der Bekannten von der Tafel. Haben uns in den letzten 2 Jahren immer mal wieder zum spazieren verabredet, aber sie nervt nur. Am Anfang ist es noch ganz nett, normale Unterhaltung und dann kippt es und sie ist nur am mecken. Mit so Druck dahinter da kommt sie mir körperlich ganz nah, starrt mich an und schreit mich auch gern an was sie so denkt und nicht will oder will…extrem unangenehm. Wegschauen und still sein,macht das ganze noch schlimmer, als ob sie einen in ihren Bann ziehen will, zustimmen ist auch nicht besser, analysieren genauso wenig. Es ist egal wie man reagiert, es geht ihr auch nicht mehr ums Gegenüber, es geht ihr nur darum ihren Scheiß bei mir abzuladen . Vielleicht sollt ich mal  fragen: „soll ich dich in Arm nehmen?“ Und da gehts wohlgemerkt um Kleinigkeiten: was ihre Arbitskollegin gemacht hat oder ihr Nachbar. Solche Gespräche laugen mich zutiefst aus. Als sie dann auch noch ihr Fahrrad ungefagt gegen meins lehnte (bin ich da so empfindlich oder finden das andere auch als grenzüberschreitend bzw. frech?) war echt der Ofen aus. Bei der Tafel quatschen okay, außerhalb Treffen: nie mehr! Und wenn ich mich noch so einsam fühle!

– am Grab: Letztes Jahr erfuhr ich, dass E. gestorben ist. Durch Suizid. Das hat mich sehr mitgenommen und so ganz kann ich das immer noch nicht glauben. E. lernte ich in der Angst-Selbsthilfegruppe kennen, sie war mehr depressiv als ängstlich. 10 Jahre älter als ich, beruflich erfolgreich, eine erwachsene Tochter. Sie war klug und hübsch, nur immer etwas unnahbar. Wir verstanden uns gut, telefonierten immer mal wieder. Regelmäßig litt sie unter diesen krassen Depressionsphasen. Ging immer wieder in die Klinik. Immer wieder Tabletten die ihr auch kurzfristig halfen. Immer wieder Abstürze. Dann ging es ihr wieder besser, fuhr in Urlaub, unternahm Ausflüge. Sie hat soviel gekämpft. Und dann ging ihr die Kraft aus. Ich suchte ihr Grab auf. Engel. Eine brennende Kerze. Ein Bild von ihr. In die Steinplatte ein Herz gefräst. Hier liegt sie. Sie hat es geschafft. Hoffentlich hat sie ihren Frieden gefunden.

-Leere, Öde. Schwierigkeiten den Tag zu überstehen. Vormittags ist noch einigermaßen Motivation/Antrieb da. Ich mache trotz extremer Müdigkeit etwas Sport oder erledige etwas. Um dann Mittags in einen Tiefschlaf zu fallen, der mir derzeit nachts fehlt. Nachmittags nur irgendwas rumtrödeln. Im Chat, einen Film schauen, lesen geht derzeit kaum. Um dann endlich gegen 21Uhr manchmal auch um 20 uhr ins Bett zu fallen.

– am See: Neben mir ziehen sich zwei ältere Damen wieder nach ihrem Frühsport  an. Sie unterlten sich. Über dies und das. Kinder, Enkel, Nachbarn, Feste. Die eine so: „Ja dessen Schwester starb mit 86 Jahren.“ Entgegenet die andere: Mit 86 Jahren? Das ist ja noch kein Alter!!“ Äh…was dann…etwa Kilogramm? Ich vermute die Dame, die selbst gut auf die 80 zusteuert hat einfach Angst vor Alter, Tod, Leid. Verständlich.

– blutige Sache: Männer mögen Actionfilme. Gerne auch mit Gewalt und viel Blut. Da steigt das Adrenalin, mit Feuereifer sind sie dabei, wären am lieten selbst mittendrin. Mit großen Augen verfolgen sie die Greueltaten. Später liegen sie mit ihrer Freundin im Bett. Sie bekommt ihre Tage. Hinterlässt auf dem Bettlacken einen kleinen Fleck Blut. Der Mann: Iiihhh ist das eklig!!!!! Tja 🙂

– freiradeln: mit „schnell geht derzeit nix“ Mit Leistung und Druck auch nicht. Wenn ich mir vornehme eine bestimmte Runde zu radeln tut mir das nicht gut. Ich werde unfassbar müde, knatschig, schlapp. Will nur heim, dort einen riesen Kuchen/Tortenstück essen und dann ins Bett verkriechen. Fahre ich ganz gemütlich wie mir die Nase gewachsen ist, ohne Ziel, dann gehts mir wunderbar. Für den Fall der Fälle habe ich aber immer Wasser, kleinen Snack und Geldbeutel dabei. Ich weiß ja nie wo ich lande. Aber das ist ja gerdae das schöne.

– Diskrepanz: Ich hänge derzeit so stark in Kindanteilen fest, dass ich das Gefühl habe da kaum mehr heraus zu kommen. Die Ängste, die Scham das Überforderungsgefühl sind immens. Ich komme mir so unzulänglich vor. So überhaupt nicht souverän. Das schwierige ist auch, ich entferne mich ja altersmäßig immer mehr von diesen Kindanteilen. Mit Mitte/Ende 20 ist das was anderes wie mit Anfang 40. Das verstärkt die schlimmen Gefühle „nix auf die Reihe zu kriegen“, weil ich doch eigentlich schon erwachsen bin und das „hinkriegen müsse“.

– Trauer: in der Ubahn. Ich sehe ein Pärchen, auch so Mitte/Ende 20. Sie sieht sehr traurig und müde aus. Er hält sie fest umklammert, sie blickt mit Leeren Augen, lehnt sich an, es scheint als ob sie alles schwere loslässt, sich ihm hingibt, ihm voll vertraut. Nur das Jetzt ist da. Sie setzt sich, er steht. Sie lehnt sich an seinen Bauch an, er streichelt ihr ganz zärtlich über die Haare. Hält still. Streichelt weiter. Es ist kein „weghaben wollen der Trauer“ sondern ein DASEIN. Er ist für sie da. Er schaut an welcher Haltestelle wir sind und wo sie aussteigen müssen. Er steht schützend vor ihr. Mir schossen so dermaßen die Tränen in die Augen, weil ich sowas so sehr vermisse. Die bedingungslose Fürsorge eines anderen. Einfach dasein. Fallenlassen. Getragen werden. Nicht alles alleine machen müssen

Wochenrückblick 11.Juni 2022

– Malbücher. Für Erwachsene. DIE Entspannung schlechthin, heißt es oft. Malbücher für Erwachsene werden BESTSELLER! Unfassbar. Ich weiß das so genau, weil ich eines geschenkt bekam auf dem das steht. Aber schon früher hab ich das probiert: ausmalen. Damals warens noch Mandalas. Mich stresste das eher. Weil ich so einen hohen Druck hatte: Nicht über die Linie malen. Es richtig machen. Schön muss es aussehen. Aber dann kam noch innere Unruhe dazu: Wozu? Das hat ja keinen Sinn, ein Bild ausmalen. Wenn dann muss ich es weiterverwenden. Mindestens aufhängen. Einfach ausmalen, um des malens willens darf ja nicht sein.
Nun bekam ich das Malbuch „meine Reise durch Europa“ geschenkt und ließ alle „man muss/man soll“ fahren. Ich male nur das Bild aus, das mir gefällt. Oft auch nur einen Teil daraus. Oder ich schneide einen Teil aus und bemale nur den. Ich darf auch ein misslungenes Bild wegwerfen. Ich darf die Farben nehmen, die MIR gefallen. Sieht ja keiner. Es ist nur Papier und etwas Farbe!! Da sieht man was ich mir selber für einen immensen Druck mache. Bei solch Kleinigkeiten. Kann man sich vorstellen wie es mir dann an Arbeitsstellen damit geht.
Jetzt male ich. Aus. Total versunken. Es darf allesenutzt werden, ob Filzer oder Holzfarbstifte, ob ich was weiß lasse oder wie auch immer. Ich komme in den Flow, höre ganz klischeemäßig dazu entspannende Musik. Mal Frauenstimmen, mal meditative, mal spirituelle. Nur das Bild. Und ich. Kein Handy, keine Gedanken an morgen oder gestern. Nur malend. Entspannung pur.

– Jodmangel: massiver. Kam jetzt raus. Zwischen 100-200 mikrogramm ist ok, unter 50 Mangel, ich habe 28! War mir aber fast klar, weil ich keine Fische oder irgendwas aus dem Meer esse und soviel Milch kann ich gar ned saufen, wie ich bräuchte. Nehme nun Kelp-algen gepresste Kapseln in denen der (angebliche) genaue Jodanteil deklariert ist. Weil das künstliche Jodid in Tabletten, brachten mich früher mal in sehr unangenehme (Schilddrüsen)-Überfunktionssymptome

– Cut: wenn es nur so kurz in der Nacht dunkel ist, hab ich Schlafprobleme. Jedes Jahr dasssselbe. Ich schlafe zuwenig tief. Wace dann völlig fertig auf. Schone mich tagsüber, werde unruhig, kann erst recht nicht schlafen. Fieser Teufelskreis. Da muss dann mal ein Cut der Spirale her: Entweder Schlafmedikamente, oder trotz Erschöpfung Sport machen, dass man dann wirklich halb tot ins Bett fällt. Und ich hab festgestellt, der Mittagsschlaf ist bei mir meist am erholsamsten. Zum Glück gönn ich mir den eh meistens.

– erlernte Hilflosigkeit. Wenn ich da mal wieder drinstecke, ist das ätzend. Es geht mir schlecht und ich tu nichts, damit es mir besser geht. Volle Erstarrung. Ein „nicht dürfen, dass es mir gut geht“ kommt ja zum „ach ich habe eine Selbstwirksamkeit????“ oben drauf. Tägliches üben ist angesagt. Nach innen fühlen: wie gehts grad, was könnte jetzt gut tun?

– Seelenschmerzen: Auch (fast) jedes Jahr eine furchtbare Kombi: Viel alleine sein, Einsamkeit, lange sonnige Tage und Langeweile. Furchtbar. Das triggert mich immens. Diese Verlassenheitsgefühle, diese Leere und Öde, ich könnt im Schmerz ertrinken oder ersticken, je nachdem. Diese Sehnsucht nach früher. Eine Zeit wo ich den ganzen Tag draußen spielend war mit ganz vielen Kindern. Sehnsucht nach den guten Saiten meiner Kindheit. Fast zerreißt es mich schier. Ich darf da nicht hinein sinken. Nur ablenken hilft. Dokus schauen. Aufräumen. Tagsüber gehts noch da kann ich mal radeln, mal schwimmen oder spazieren gehn draußen, Haushalt machen, nach München fahren da was unternehmen. Aber am Wochenende und abends: ganz schlimm.

– glutenfrei: eine glutenfreie Bäckerei habe ich ja schon gefunden, nun auch noch eine glutenfreie Patisserie…olala. Da ich erst spätnachmittags hinkam, war nicht mehr soviel im Angebot, so nahm ich nur einen Muffin und eine kleine Kuchenkugel an so einem Lollistengel mit. Kosten: 6,40€ Ahhhja

Wochenrückblick 3.Juni 2022

– Tagesplan machen: auch so ein hilfreiches Werkzeug. Ich kann mir eigentlich gut Struktur geben, wenn ich es nicht vergesse. Ich darf eher lernen, diesen Tageslan ENTSPANNT anzugehen (oder auch mal nur rumgammeln)und nicht wieder wie ein Soldat in Eilgeschwindigkeit alles abarbeiten, egal wie es mir geht. Am Dienstag habe ich das schon geübt in dem ich einiges eledigt habe, dann noch wo hinfahren wollte und auf dem Weg dahin gemerkt habe, nö ist zuviel und umgedreht bin *schulterklopf*.
Stattdessen fuhr ich in den Park und saß auf meiner Lieblingsbank,auf der ich viel zu selten sitzen. Auch das möchte ich ändern. Und wchtig: auf den Tagesplan auch schöne, entspannende Dinge aufschreiben

– Lieblingsbank: die liegt nämlich ideal: auf einer kleinen Anhöhe aber abseits vom Hauptweg, so dass ich einen guten Blick über den Park habe, im Rücken Hecke und Gebüsch was sich für mich schützend anfühlt, davor einige alte Apfelbäume die ein wenig Schatten spenden, aber noch genug Sonne übrig lassen und natürlich ist es dort ruhig, keine Straße kein nix und abundzu laufen am unteren Weg Hunde vorbei oder spielen auf der Wiese nebenan, was ich natürlich toll finde und denen gerne zuschaue. Also: öfters da hinsetzen, gern auch mit Buch und ent-spannen.

– abgesagt: wollte ich eigentlich hier nicht mehr thematisieren, dass ich einen Arbeitsauftrag mal wieder abgesagt habe (bin halt stur und wills immer mal wieder probieren), aber es ging mir eher mit dem Umgang damit: Locker und ohne Schuldgefühle. Ich meine, Grönemeyer sagte grad seine ganze Tour ab, wie geht der damit um? DAS is ja echt mal ne Hausnummer.

– also Zu etwas (Arbeit) NEIN gesagt und JA, zu mir, zum bei mir sein-weiterüben, zum Kräfte sammeln, Zeit zum hinfühlen: was mag was brauche ich. Und immer wenn ich das geschafft habe, wieder in der guten Selbstfürsorge anzukommen,merke ich das auch an meiner Umgebung: es kommen mehr Nachrichten von Bekannten/Freunde, es tun sich neue Dinge auf. Diesesmal half ich einer älteren Dame beim Fahrkartenkauf (schon lange fragte mich keiner mehr, anscheinend hab ich so eine Mauer ausgestrahlt). Gerne half ich ihr, sie war ganz begeistert von mir und wußte gar nicht wie sie mir danken sollte. Ganz herzlich. Dann wollte mich ein Mann an der Kasse vorlassen, der Apotheker scherzte und flirtete mit mir usw.

– Magenspiegelung: Ja so schnell kanns gehen. Da der Magen weiter arge Probleme macht, rief ich doch mal beim Doc an und die Arzthelferin meinte: „Morgen hat gerade jemand abgesagt für eine Magenspiegelung.“ Gut, das wollte ich nicht unbedingt, aber hey man muss die Feste fallen wie sie feiern oder so. Da ich seit Jahren damit rum tue, wärs vielleicht mal nicht schlecht doch reinzuschauen und besser gleich morgen als wie erst in 14 Tagen. Sonst hab ich 14 Tage Streß, also obendrauf zum normalen. Und auch gleich um 8h in der Früh. Also noch schnell Fahrdienst organisiert fürs abholen. Es war gut, dass ich die letzten Tage den Kontakt zu mir wieder weiter geübt habe, so war ich gut bei mir und jeden Impuls was zu sagen ließ ich freien Lauf: Da was fragen, da um was bitten. Nur Kleinigkeiten, aber DIE machens aus, um mich sicher und eigenmächtig zu fühlen in einer Situation wo ich ja die Kontrolle abgeben muss.
Dank dem Lyrica konnte ich gut schlafen und fuhr recht gelassen hin, um dann bei den ganzen Vorbereitungen: Blutdruckmanschette anlegen, Zugang legen usw. doch mal kurz in Tränen auszubrechen, da war dann die Anspannung doch zu groß, aber ich konnte mich wieder beruhigen bevor ich in die Kurznarkose fiel (das glaube ich ist für das Körpergedächtnis ganz wichtig, dass da nix stecken bleibt an Stress), später im Aufwachraum nochmal kurzes leichtes weinen (was ich schon kenne, nochmal Anspannung loswerden) und dann wars auch gut. Das medizinische Personal war nett und sehr zugewandt. Klar den ganzen Tag läuft man noch beschwippst durch die Gegend, aber macht ja nix. Medizinische Sachen sind bei mir große Trigger, weil bei mir schon sehr oft was schief ging. Dieses Mal nicht. Sehr schön. Und auf den ersten Blick wurde auch nix im Magen gefunden. Dachte ich mir fast schon, aber jetzt weiß ich es wenigstens sicher.

– Freitag. Wie singen die Toten Hosen so schön: „Scheiße, das war heut nicht mein Tag!!“ Ja aber volle Kanne. Wollte ins Freibad, hatte aber in der Früh schon irgendwie ein ungutes Gefühl, so ala: sollste wirklich? Is der Angstpegel grad so niedrig, dass das geht? Wär nicht allein in den Wald oder nur radeln oder so besser? Ich habs weggeschoben und bekam prompt die Rechnung: Nach 10 Minuten Bahnfahrt, ging nichts mehr. Betriebsstörung. Nach 30 Minuten gings dann weiter, ich stieg aber bei der nächsten Haltestelle aus, (nach langem hin und her überlegen was ich mache: Nur irgendwo nen Kaffe trinken und wieder heim? Ins Hallenbad, das näher liegt?..ect. Ich entschied mich für: Heim. Irgendwo noch Kuchen mitnehmen. Meine Laune war so dermaßen im Keller, wie selten. So aggro, dass ich mir einen Boxkampf wünschte und der telefonierenden Frau hinter mir, am liebsten ihr scheiß Smartphone in ihr großes Maul…ja gut lassen wir das. Auf jeden Fall: Ganz schlimme Laune. Vermute PMS (gilt das eigentlich auch strafmildernd?). Also ist heute Introtag. Ich darf alles machen, was mir gut tut, und wenn es ein kitschiger Weihnachtsfilm ist, den ich mir anschaue. Ich will nur zusammengekugelt rumliegen. DAS IST IN ORDNUNG!

In diesem Sinne: Frohe Pfingsten !! (da ich ja an solchen Feiertagen eh ungern unterwegs bin, weil zuviel los, noch dazu da das Wetter super werden soll, bin ich ganz froh Frauenzeit zu haben und „berechtigt“ zu Hause zu bleiben oder nur kurz unterwegs sein zu wollen

Überforderung vermeiden

Unsere Zeit/Gesellschaft ist ja vom Fortschrittsgedanken wie bessessen: Noch besser, noch schneller, noch einfacher, noch größer, noch kleiner usw. Ich merke das auch an/bei mir: Gut, vor 3 Jahren ging dies und jenes nicht, also sollte das nun langsam mal funktionieren! Aber bitte pronto!
Mein Ego steht mir ziemlich krass im Weg, dass ich nicht so funktioniere, wie ich das gerne hätte. Einen Schritt zurück machen, damit ich mich nicht weiter überfordere….nur mit Zähneknirschen (im wahrsten Sinne des Wortes).
Kleine Brötchen backen. Tun was geht UND Energie bringt, statt raubt.
Kleine Dinge die gut funktionieren:


Die Mikroabenteuer kamen in der Coronazeit in Mode. Für mich ist das nix neues, weil mit Angststörung ist schon ein Tagesausflug in unbekanntes Gelände sehr abenteuerlich. Ganze Bücher wurden darüber geschrieben, was man im Kleinen tun kann, um aus dem Alltag auszubrechen, den Kopf frei zu bekommen und ein kleines Urlaubsfeeling aufkommen zu lassen. Wie z.B. Internetfreie Zeiten, draußen übernachten, ohne große Planung einfach drauf losfahren, zum Hauptbahnhof fahren und einfach den nächsten Zug nehmen (jetzt mit dem 9,- Ticket ideal, ansonsten auch machbar mit den Ländertickets wie Bayern-Ticket), ein Buch aus einem Genre lesen, das man noch nicht kennt, für mutige: Wohnungstausch usw.

Dann wären da noch die Mikrojobs, (dank Internet!) die ich genauso gerne mache, weil ich selber entscheide welche ich annehmen will und welche nicht, es kaum Verantwortung gibt, ich die alleine erledigen kann, oft witzige Sachen dabei sind und ein wenig Geld kommt auch dabei rum.

Mikroprojekte sind so ein Zwischending zwischen Urlaub und Arbeit. Letztens las ich den Vorschlag in einer Zeitung z.B. für den Lieblingsplatz in der Natur zu sorgen, sich ein wenig verantwortlich fühlen, von Müll befreien, oder was neues pflanzen ect. Ich fand tatsächlich eine verwilderte Parkbank (nicht unbedingt mein Lieblingsplatz, aber doch eine angenehme Pausemöglichkeit) die schon fast zugewachsen war. Bei der nächsten Radrunde nahm ich Gartehandschuhe und eine Schere mit und stutzte den Wildwuchs. Jetzt kann man sich wieder bequem hinsetzen.
Ich mag den Gedanken und die Idee dahinter sehr, weil es auch Spaß macht, oft wenig Geld kostet und niedrigschwellig ist. Mir helfen diese Mikroaktionen im Leben zu bleiben, ein wenig Sinn zu finden, abzuschalten, Neues kennenlernen und auch das Gefühl zu haben „ich schaffe doch etwas!“

Das fing schon in meiner Jugend an, als ich völlig verwirrt, tief traumatisiert und sehr gelangweilt (bzw. total orientierungslos was ich machen sollte) Kleinanzeigen entdeckte. Früher gabs da eine ganze Zeitung davon: Kurz&fündig. Ich liebte es darin zu stöbern, kam dadurch auf viele neue Ideen, lernte manchmal nette Menschen darüber kennen, stattete meine Wohnung und mich mit verrückten, skurilen Sachen aus. Heute geht das klar, online und einfacher, aber ich liebe es immer noch. Was mir im Bekannten/Freundeskreis oft ein erstauntes und bewunderndes: „was Du immer findest!“ einbringt. Was mich dann sehr freut 🙂

Überforderung erkennen

Ich habe gestern mit einer recht sympathischen Coachin telefoniert. Es tat mir gut. Sie erklärte mir, warum sowas vermeintlich harmloses wie „Katzenbetreuung“ zuviel war: „Derzeit ist das zuviel Verantwortung für Sie! Wenn Sie nicht vorbei schauen und denen kein Futter geben, hungern die Tiere, sie sind abhängig von Ihnen! Eine andere Möglichkeit wäre, z.B. bei einem Gnadenhof oder Bauerhof MIT zuhelfen, aber nicht alleine zuständig zu sein. Wo Sie nur einen Teil übernehmen sozusagen!“ Allein die Vorstellung erleichterte mich so sehr, dass endlich Tränen liefen. Ich hab immer alles alleine gemacht, ich kann das! Ja klar, aber es kostet ungemein viel Kraft. Nur wo finde ich jetzt a)Unterstützung und b) etwas wo man in Gemeinschaft sich beschäftigen kann, ohne große Verantwortung und wo meine soziale Phobie mitspielt.
Sie merkte schon, dass ich mir selbst sehr viel Druck machte und nahm ihn zum Teil raus, als sie erklärte, dass der normale Alltag schon schwer ist. Wenn man sich nur mal anschaut wieviel Koordination es braucht ein Waserglas zu heben, ohne es zu zerbrechen und dann zielgerichtet zum Mund führen. Hunderte Muskeln, Sehnen, Signale vom Gehirn machen das alles selbstständig. Und für sich sorgen, mit allem drum und dran IST anstrengend. Viele unterschätzen das, weil auf Insta und Co das alles immer so leicht und schön aussieht. Wenn dann noch Einschränkungen wie Angst, Depression ect. dazukommen, kommt man schnell an das Ende seiner Kraft.
Ihr Verständis, ihre Wärme, ihre Ermunterung haben mir sehr gut getan.


Es war aber auch schwierig anzunehmen, dass ich eher einen Schritt zurück machen muss, als einen Schritt nach vorne (wie ich das derzeit eher forciert habe).

Schön war heute, als ich auf einer kleinen Radrunde am Pferdehof vorbei fuhr und die gerade dabei waren, die Pferde auf die Wiesen zu lassen. Immer eine Herde nach der anderen, mal kleinere, mal größere von 20 Tieren. Berührend wenn soviele Pferde lostraben und galoppieren und dann sich im Gras wälzen, wieder lospreschen und sich einfach austoben. Toll!

Vitamin B

Es liegt in der Familie, das mit dem „gesunden Leben“,schon meine Oma und mein Vater (sind nicht miteinander verwandt) lasen Gesundheitszeitschriften und bestellten sich Nahrungsergänzungsmittel. Die hattens gut, die hatten da noch kein Internet. Die konnten sich nicht die Finger wundgoogeln.
Ich schon. Ich mach es aber aus einem Leidensdruck. Einem immensen. Ich fühl mich furchtbar. Körperlich. Total schwach, wackelig, schlapp, lustlos, nachts gerne mit soviel schwitzen (obwohl es da nicht soo warm ist) das ich immer wieder aufwache, natürlich ist man da tagsüber nicht fit. Aber da ist noch was anderes…Magnesium nehme ich schon wieder mehr, das Herzstechen ging zurück, dann hab ich ja seit einigen Wochen diese unbändige Lust auf Energydrinks, also gibts den ca. 4x wöchentlich am Vormittag. Las die Inhaltsstoffe, sind einige B-Vitamine drin. Hab ich früher auch schon mal genommen, war das in dem Sommer in dem es mir körperlich so super ging? Bißchen quer gelesen, ja könnte ich gebrauchen. Mir das Spray bestellt, weil alles was über Mundschleimhaut oder normale Haut geht, mir 10x lieber ist, da ist die Aufnahme höher. Schlechte Nerven, schnell gereizt, schnell erschöpft, vergesslich, klingt alles nach Vit.B. Aber vor allem die Gangunsicherheit, las ich. Da wurde ich hellhörig. Das ist bei mir schon so lange, das ich es schon als normal empfinde, das ich mich immer irgendwie wackelig fühle, dachte das kommt von der Angststörung, aber auch zuhause muss ich immer auf den Boden gucken, draußen erst recht, extrem aufgefallen ist es mir die letzten Wochen am Bahnsteig, der ist sehr schmal, wenn da einer mittendrin steht und ich nahe am Gleis da vorbei muss, wird mir schwindelig, ich verkrampfe weil ich das Gefühl habe runter zufallen. Von einer niedrigen Brücke runterschauen geht auch nicht und in der Bahn den Gang runter gehen während sie fährt, geht gar nicht, da torkel ich herum wie besoffen. Selbst stehen ist oft schon zuviel!
Viel Zucker verbraucht auch viele Vit B, ohja da war ich die letzten 2 Jahre leider gut dabei.
Auch dass bei Betäubungen und Narkosen sehr viel Vit.B verbraucht wird, machte mich stutzig, nach der letzten Zahn-OP ging es mir ja hundsmiserabel, dann kam Corona, dann Wasserschaden, also viel Streß, verbrauchts erst recht…


Naja ich bin gespannt, obs hilft. Ich bete. Ich würde nämlich wirklich liebend gern ein wenig mehr sporteln und unterwegs sein. Aber gestern ging ich nur die 250m zum Einkaufscenter, in 2 Geschäftte und daheim fiel ich in Komaschlaf.
Heute schaffte ich es immerhin in den Waldfriedhof (der seinen Namen alle Ehre machte), früh um 8 streifte ich da herum, keine Menschen, tolles Licht, tolle Atmosphäre, wunderbare Ruhe, aber so schön es war, schon in der S-Bahn auf dem nachhauseweg hätte ich einschlafen können. Pure Erschöpfung von 1 Stunde langsamen spazieren gehen

Wochenrückblick 21. Mai 2022


– Dinge die man nicht mehr hören kann/will: „ach Sie sind ja noch jung!“ Das kam so: ich schlenderte nach einem sehr anstrengenden Termin noch übern Friedhof, über einen sehr schönen. Ich wollte die Atmosphäre noch ein wenig länger genießen und setzte mich auf eine Parkbank. 5 Sek später hatte ich Gesellschaft einer 80-jähringen Dame. OH NO! Echt jetzt? Erst war sie still, dann redeten wir doch etwas. Das war auch angenehm, aber nur so die ersten 10 Minuten. Irgendwann kamen wir aufs Auto und Autofahren und das ich das nicht mehr kann und mag, weil „zuviel“, dann kam das Totschlagargument: „Sie sind doch noch jung!“
Da kann ich nur noch perplex schweigen. Nur weil man jung ist, kann…muss man..sollte man….? Is das rassistisch? Ich hätte zu ihr ja auch sagen können: „Na in ihrem Alter noch Auto fahren????“ Nein, weil das übergriffig ist!
Außerdem wie lange soll ich denn noch jung sein, jetzt bin ich 42 und hör den Spruch seit 20 Jahren!!!!
Ich habs mir verkniffen zu sagen, dass ich seit 10 Jahren in Rente bin, ich wollte nur, dass die Alte verschwindet und mich in Ruhe lässt! So!

– merkwürdig: noch eine Begebenheit mit einer älteren Damen: Sie radelte vor mir, sehr langsam und mitten aufm Weg. Ich dachte mir, ich bleib hinter ihr, wel ich in 200m eh rechts abbiegen muss und wenn ich nun klingel hauts die vor Schreck runter. Aber es wurde mir dann doch zu blöd und so fragte ich ganz höflich und freundlich, ob sie rechts oder links fahre? Springt die vom Radl runter, schaut sich hektisch um und brüllt mich an: „Bin ich wieder mitten in der Straße gefahren, ha??? DANKE!!!“ Ich war wieder perplex, weil das aggressive nicht zu der Frage/Inhalt passte, aber sie sah auch freundlich drein, also lachte ich nur mit einem JA! zurück, winkte, fuhr weiter, bog rechts ab, schüttelte den Kopf. Nunja.

– gefeiert: Geburtstag: Bestes Geschenk der Nachbarn, die links neben mir fuhren mit großem Gepäck in Urlaub, also ist mindestens 3 Wochen Ruhe, wenn nicht noch länger, weil sie ja 2 Jahre nicht in ihre Heimat nach Vietnam fliegen konnten. Ich hoffe es so sehr. Die Ruhe, himmlisch, kein Türen knallen, kein Geplapper, kein rumpeln. Der rechte Nachbar ist tagsüber auch gut 10 Stunden nicht da und den hör ich eh kaum. Fühl mich gleich viel sicherer in meiner Wohnung!

– gelesen und geschaut, weil es ein Comicbuch ist: Quiet Girl, Geschichten einer Introvertierten. Hab ich mir selber zum Geburtstag geschenkt und es ist einfach wundervoll. So warmherzig und genau getroffen. Dazu diese feinen schwarz-weiß-Zeichnungen mit subtilem Humor ist mein neues Lieblingsbuch. Wenn ihr also eine stille Person kennt, die immer etwas abseits steht, etwas scheu und wortkarg ist und die am liebsten daheim ist und liest (oder andere Dinge alleine gern macht), schenkt ihr/ihm das Buch. Absoluter Selbstwert-boost.
Ich kam dann so ins tagträumen (auch was ich schon lang nicht mehr machte, dabei tut es so gut, entspannt wunderbar, kostet nix und ist fast überall machbar) wie es gewesen wäre, wenn man meine Introversion anerkannt hätte und mich so gelassen hätte wie ich es eben bin, statt mich dauernd anders haben wollen: warum bist du so still? warum sagst du nichts? warum schaust du so traurig? warum hast du hier und jetzt in diesem überfüllten, lauten, stickigen Birezelt keinen Spaß? Warum musst du soviel schlafen? Lach doch mal! Sei mal spontan! Wenn es nur einen Menschen in meinem Umfeld gegeben hätte, der mir gezeigt hätte, dass es ok ist ein stilleres Leben zu führen, das es auch Menschen braucht die erst denken und dann reden, die viel beobachten, die viel nachdenken, die sanft sind, das wäre die halbe Miete gewesen. Ich hätte da aufgetankt wo ich wirklich Energie bekomme, dann hätt ich auch  ein oder andere Widrigkeit im Leben besser gepackt. Ich hätte vielleicht in einer Gärtnerei gearbeitet und ehrenamtlich ein wenig im Tierheim ausgeholfen, ich hätte meine Energie nicht mit Selbstzweifel verbraucht und nicht soviel Zeit damit verschwendet mich selber umzuerziehen und mich anders haben wollend. Ich wäre glücklich lesend, spazierend und fotografierend gelesen, mit ganz wenigen Menschen, die mir wirklich am Herzen liegen, um mich herum…

– gehört: Ohrwurm der Woche: https://youtu.be/DHdVYy5B6JM starke Frauenstimme, interessanter Inhalt, in dem es um die Frustration der Palästiner geht: was ändert sich, alles bleibt gleich, alles wiederholt sich, nur ich hab mich letztes Jahr geändert.

– Vorfreude: auf das 9,-Ticket, auch wenn es mir vermutlich viel Druck macht „es doch auch ganz oft und viel zu nutzen“, aber es nutzt mir ja so schon, ich zahle 25,-/Monat weniger und ich kann viel weiter fahren als mit meiner Monatskarte. Von daher werd ich wohl kaum zu meinem „Haussee“ fahren zum schwimmen, den ich echt nicht mehr sehen kann und ich mich immer unwohler da fühle, weil da viele schräge Gestalten rumlaufen, auch schon vormittags, letztes Jahr wurde am frühen Abend ein Mädchen dort vergewaltigt. Und München hat ja wirklich eine groß Auswahl an Seen und Freibädern.

– Sommer: Depression/Angststörung und Sommer passt eher suboptimal zusammen. Trotzdem hab ich die Wärme auch etwas genossen und fuhr an einen See der weiter weg ist, lag als einzigste auf der Wiese *jeah* und schaffte es sogar zu schwimmen. Ja es war kalt, aber tat auch gut. Am Tag darauf machte ich das gleich nochmal und *zack* zuiel. Zuweit zum radeln, zu warm, zuviele Leute, schwamm zwar wieder, fiel aber daheim sofort komatös ins Bett. So und jetzt hätte ich bitte gern mal wieder 2 Tage neblige-kühle Novembertage an denen es um 17 Uhr dunkel wird.

Wie stabil bin ich?

Hatte mal wieder das alte Dilemma: Auftrag annehmen oder nicht. Wäre es gut durch die Angst zu gehen, damit die nicht größer wird (schau du schaffst das, Gedankenkarussel ist beendet ect.), wäre es gut dort zu arbeiten, um auch das Selbstwertgefühl zu stärken, mal wieder rauskommen, auf andere Gedanken zu kommen und natürlich Geld zu verdienen?
Oder wäre es schädlich und eine Überforderung? Habe schwer mit mir gerungen, weil quasi beide Waagschalen gleichviel wogen, aber ich habe dann doch abgesagt. Und danach drehte ich eine Runde mit dem Rad und dachte mir so: ich brauch ne Checkliste: Wie stabil bin ich? Weil das ewige hin und her und mich quälen: was ist richtig, was soll ich tun…nervt nur.
Das Problem ist halt, bei psychischen Sachen ist das schwieriger, als bei körperlichen. Da gibt es klare Parameter: Blutdruck, Blutzucker, generell Blutbild, Fieber, Durchfall, Schmerzen ect.
Also suche ich mal meine psychischen Parameter zusammen:
Schlafe ich gut? Wie hoch ist der Angstpegel, wenn ich das Haus verlasse oder in eine unbekannte Gegend gehe, tue ich genug Dinge die mir Kraft und Ausgleich geben, lache ich viel, esse ich zuviel Zucker (bei mir ein typisches Stressessen), habe ich zuviele oder zuwenige Kontakte, liegen bei mir viele unerledigte Projekte rum (z.B. schon lange ein bestimmtes Bild malen wollen oder endlich einen Termin bei einem Arzt ausmachen, etwas reparieren oder Fenster putzen).


Ich glaube das wäre gut und dann wie es Rilke in seinem Roman sagte: „Schau den Tatsachen ins Auge und nicht auf die Vermutungen.“
Woran merkt Ihr, dass Ihr grad nicht belastbar seid oder es Euch eben psychisch nicht gut geht? Oder generell noch Ideen dazu?
Über Eure Gedanken würd ich mich freuen 😉

Heute Ruhetag

Ruhe üben. Entspannung zulassen. Heute ist wieder einer der schlimmen Tage: mich kaum aufrecht halten können und jeder kleinste Streß (Nachbarn poltern aufm Balkon, da wo ich draußen sitzen wollte wird eine Baumaschine angeworfen ect.) lässt mich gefühlt fast umkippen.
Heute kann ich mich etwas in Ruhe lassen, weil ich mir die letzten Tage mal angesehen habe, war viel los: Die Mens, dann einen Abend bis spät bei einer Freundin, dann einen unbekannten Mann getroffen (kein Flirt oder so, wir chatten schon recht lange und wollten uns nun auch mal live kennenlernen, war angenehm, aber eben doch anstrengend, auch wenn ich gut für mich gesorgt habe: Wasser und Müsliriegel mitnehmen, im Park spazieren, Pause auf einer Bank machen und nach 2 Stunden wieder heimgefahren), immer wieder größere Radrunden und dann natürlich auch der Wetterwechsel zu ziemlich schwül. Und wenn man eh schon nicht fit ist, ist das doch recht viel.
Also mit gutem Gewissen: Couch und Buch

Selbstfürsorge – Selbstschädigung

Gestern den Aufnahme-Fragebogen der Institutsambulanz  rausgelegt zum ausfüllen. Es muss was passieren, definitiv. Dann kam ich auf die Idee einfach mal auf die Webseite der Tagesklinik (wo ich 2010 und 2011 war) zu gehen, nur mal schauen. Denn das war die beste Therapie die ich jemals hatte. Ich konnte sehen, dass einige Ärzte/weitere Angestellte von damals noch dort arbeiten, finde das ein recht gutes Zeichen. Und siehe da, auch dort gibt es eine Ambulanz. Also gleich eine Mail geschrieben, bevor ein innerer destruktiver Anteil mir das wieder vermiest, weil es mir ja nicht gut gehen darf.
Der meldete sich damals auch, nach der Tagesklinik, als meine Bezugstherapeutin in eine ambulanten Praxis wechselte. Ich verbot es mir über 2 Jahre dort anzurufen, für die Folgetherapie. Weil: wär ja auch zu einfach, zu passend, das machen alle anderen schon, da wird eh nix frei sein. Irgendwann rief ich doch an und blieb viele Jahre.
Gestern passierte mir noch was: hatte ja vor einigen Tagen meinen Account von der „Kontaktseite“ doch wieder reaktiviert. Furchtbar, echt. Naja nun tat ich was, was man nicht tun sollte, ich verstoß gegen die Nutzungsregeln und prompt wurde ohne Vorwarnung mein Account gesperrt. Und irgendwie bin ich echt froh drum.

Rapunzel´s Turm

(K)PTBS für Anfänger, Fortgeschrittene und Angehörige

TRAUMALEBEN

Leben mit Entwicklungstrauma / komplexer PTBS & Traumafolgestörungen

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Hanni hat Heimweh

Auf der Suche nach Ruhe und Sicherheit, aber leider nur stark im Auffinden von Chaos und Gespenstern.

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Überleben als Introvertierte mit dem Wrong-Planet-Syndrom

Hochsensibel und Multipassioniert

Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann rufe nicht die Menschen zusammen, um Holz zu sammeln, Aufgaben zu verteilen und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem großen, weiten Meer. Antoine de Saint-Exupéry

Eine Art Tagebuch

Amat victoria curam