Auslöser

Beim telefonischen Vorgespräch mit der Klinik fragte mich die Psychologin ob es einen Auslöser gab, dass es mir wieder schlechter geht und ich in eine Klinik möchte. Da gabs kurzes hyperventilieren meinerseits…klar….ja es gab wohl mehrere Auslöser…aber die wichtigsten: dass ich D. verlor und später P. Also engere Freunde. Bezugspersonen. Das ist etwas was mich extrem triggert und an eine alte Geschichte erinnert, die mir mit 12 J. den Boden unter den Füßen wegzog. Und einen massiven Knacks in meiner Seele hinterließ. Alles was mir lieb war, war da weg. Umgebung, Wohnung, Natur, Freunde….das hab ich nie verkraftet. Zumal mir keiner Unterstützung gab und ich dann völlig von mir getrennt in Einsamkeit versank…da auch der 1.Suizidversuch damals.

Blöderweise hatte D. sehr viel von dem was ich damals verlor. Das machte das ganze so eng. So verstrickend. So phantastisch. So toll. So abhängig. Weil auch bald klar war, dass er eine Suchtpersönlichkeit ist. Nicht bei sich ist. Sich nicht spürt. Er hat nie aktiv mal was entschieden oder gefordert oder sich gewünscht. An unserem ersten Treffen roch er nach altem Alkohol. Ich habs übersehen….Es ging lange hin und her. Viel Streit. Abstand. Wieder Annäherung. Vor 1,5 J. als es wieder auseinander ging, war mir klar: jetzt muss Schluß sein. Das hat keinen Sinn. Und er wollte auch nicht mehr (oh das war eine der wenigen Regungen von ihm, was er will oder nicht). Das riss die alte Wunde von damals wieder auf. Aber das war mir natürlich nicht bewußt. Ich spürte drohend dass da viele Schmerzen kommen würden…verdrängte…und suchte mehr Kontakt zu P.

Jetzt ist mir auch endlich klar, warum ich all mein Entsetzen und meinen Ekel über ihr Verhalten, ihre Verwahrlosung, ihre dreckige Wohnung, ihr übles Verhalten ggü. ihren Kindern, ihre Sauferei, ihre psychotischen Schübe usw. nicht fühlte wollte. Hätte ich das gefühlt, wär mir klar geworden: mit so einer will ich keinen Kontakt. Aber dann wäre ich komplett alleine da gestanden. Also lieber „so eine“ als gar niemanden. Ohman. Ja es tut auch gut, dass nun so zu erkennen….

2 Verlusterfahrungen…zuviel alleine…dann die langwierige Zahnbehandlung…keine Unterstützung…tja…da ploppt die alte Depression wieder auf.

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