Es ist okay

Folgende Zeilen sind aus dem Buch: Nichts an dir ist verkehrt. Von Cheri Huber

40, 50, 60 Jahre alte Menschen warten darauf, dass ihre Eltern sie elterlich behandeln.

Ich möchte das meine Mutter mich liebt, ich möchte, dass mein Vater mir gibt was ich brauche!“

Die Chancen stehen sehr gut, dass das niemals geschehen wird. Wenn Deine Eltern dich so lieben könnten, wie du geliebt werden möchtest, so wäre dies schon längst geschehen. Nur du allein kannst dich so lieben, wie du es möchtest und brauchst. Aus Mitgefühl für uns selbst heraus zu leben gibt jedem Einzelenen von uns die liebevollen Eltern, die wir uns immer gewünscht haben.

Ich möchte das meine Mutter das macht. Sie hätte es tun sollen, aber sie hat es nicht, ich werde hier solange festsitzen, bis… “ Bis was? Bis sie es tut? Aber sie kann es nicht tun. Und sie konnte es noch nie. Wir möchten uns lieber darauf konzentrieren, was mit uns falsch ist und wieso wir nichts daran ändern können.

Sie waren einfach nur gute Eltern auf dieselbe Art und Weise, wie sie ihrerseits von ihren Eltern erzogen wurden. Fast niemand möchte erwachsen werden (und somit die Verantwortung für sich selbst übernehmen).

Um Schuld geht es hier nicht. Es ist niemandes Schuld. Es ist so, wie es ist. Dies ist deine beste Gelegenheit etwas zu verändern.

Du musst Verantwortung dafür übernehmen, heute das Leben zu leben, das du leben möchtest.

Dir kann nichts im Leben passieren, das schlimmer wäre, als in Angst und Selbsthass zu leben.

Wow, das saß. Aber es hat mich nicht so sehr getroffen wie früher, weil ich mich mit Erwachsen-werden, Verantwortung für mich übernehmen und mein Leben selber in die Hand zu nehmen ja schon länger beschäftige. Und so klare Worte tun auch gut.

Ich bin ja noch etwas skeptisch, dass ich in Bezug auf meine Mutter sowas wie Frieden spüre. Seit Weihnachten, seit ich dieses schreckliche Foto von ihr sah. Ich kann loslassen (wirklich?), ihr von Herzen alles Gute wünschen (ja schon….), ich kann sie so lassen wie sie nunmal ist, ich kann einsehen, dass sie sehr krank ist und nicht so da sein kann und konnte wie ich es gebraucht hätte. Der Groll, die Wut, die Empörung weicht einem Mitgefühl…da bin ich sehr sehr skeptisch…das ging jetzt „einfach so“? Wie jetzt…jetzt ist Frieden obwohl sie weder um Entschuldigung bat, noch ihre Fehler eingesehen hat und sich schon gar nicht gebessert hat? Ist es wirklich so???

Neben dieser Skepsis ist auch dieses friedliche Gefühl. Loslassen, entspannen. Denn Groll und beschuldigen und wütend sein, kostet auch viel Kraft…

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