Wochenrückblick

gefreut: ich friere erbärmlich (weil ich nix richtiges und schon gar nix warmes gegessen hatte) an einem sehr zugigen, kalten Bahnsteig, um mich herum starker, stürmischer Schneeregen. Die Durchsage verkündet: die S-bahn kommt 20 Minuten später. Das ist sehr sehr doof. 3 Minuten später kommt eine S-Bahn, ich schaue nur zufällig in welche Richtung sie fährt: In meine! JUHU!

– auch gefreut: eine Zeitschrift geschenkt bekommen, weil ich bei einer Aktion einer anderen Zeitschrift mitgemacht habe.

organisiert: immer wieder erstaunlich: wenn du eine glasklare Entscheidung triffst und dahinter stehst, spielt dir das Universum Möglichkeiten zu diese umzusetzen. Ich war innerlich so „gefestigt“ dass ich mich jetzt selber um die Lampen kümmere und wenn es viel Geld kostet, dann ist das so, es fühlt sich aber STÄRKER an, als abhängig von diesem komischen Typen zu sein und drauf warten, bis er das mal macht…Jetzt ergab sich eine Möglichkeit, dass mir ein Handwerker hilft. Na bitte. Heute brachte er mir beide Lampen an und günstig noch dazu. Obwohl er da einiges improvisieren und bohren usw. musste. Es sieht super aus! Ich bin glücklich! Selbstständig und selbstverantwortlich sein, bringt eine ungeheure Kraft! TSCHAKKA! Ich strahle jetzt wie meine neuen Lampen 😉

gelacht: Szene aus dem tragisch-komischen Film: about a Girl: er so: „und wie war dein Wochenende? Sie so: hell, dunkel, hell, dunkel, Montag.“

gemacht: wieder Marktforschungsjob, langsam werd ich Profi. Wieder eine interessante Firma. Wir gingen den Prototypen einer Webseite durch. Danach gabs Lob: da waren jetzt echt ein paar richtig gute Ideen dabei, vielen Dank! ach tat das guuuut…

gearbeitet: Eine Endreinigung einer 3 Zimmer-Wohnung nach Auszug. Alle Fenster (5 große und 2 Balkontüren), Küche (groß) und Bad (nur die Hälfte, aber mit Fliesen usw.) 4,5 Std. richtig geackert. Am Morgen hatte ich so gar keine Lust auf den Job, als Motivation traf ich mich davor auf einen Morgenkaffe mit einem lustigen Bekannten, das tat schon gut, er begleitete mich dann noch zum Bahnhof und da stand ein Umzugs-LKW mit voll aufgedrehter, fetziger Jodelmusik! Mitten in der Münchner Innenstadt. Ich steh gar nicht auf diese bayrische Volksmusik, aber das war so geil. Made my day! Anscheinend brauchten die drei Jungs die drin saßen (und kräftig mitwippten) auch eine Motivation. Ich hab das Lied sogar gefunden: https://www.youtube.com/watch?v=vQhqikWnQCU

– weiter gearbeitet: am nächsten Tag noch meine normale Haushaltsstelle. Zum Glück nur 2 Stunden. Danach komaähnlichen Mittagsschlaf gehalten, weil die Nächte derzeit auch nicht gut sind. So überlegt, dass jetzt 2 Wochen hintereinander mit viel Arbeit mir doch zuviel ist. Auf Dauer gesehen, weil ich ja mehr machen will. ABER mir fiel ein, dass ja 3 Jobs davon NEU waren, mit fremden Leuten, an unbekannten Orten, neue Tätigkeiten…das darf ich nicht vergessen, dass mich das sehr belastet. Bei einer festen Stelle wo ich mehr arbeite, kenn ich ja dann schon alles.

Diese Haushaltsstelle war die eklige, von der ich weg will. Natürlich kamen alte Stimmen: man kann nicht immer weggehen wenn einem was nicht passt! Ja das stimmt, aber da passt mir definitiv ZUVIEL nicht und für mich ist da eine Grenze erreicht. Vor allem weil ich ein Thema direkt bei dem Herrn ansprach, so getarnt als Tip, und ob er noch Schimmelentferner besorgt. KEINERLEI Reaktion. Ja gut, also dann braucht er sich auch nicht wundern, dass er da so einen Wechsel der Putzfrauen hat. Is mir jetzt auch wurscht. Beim nächsten Mal ist es das letzte Mal. Aus, fertig, amen.

erschrocken: Post bekommen vom Regierungspräsidium Darmstadt. War klar, dass das nix gutes ist. Früher hätte das massive Panik ausgelöst. Ich wußte, dass da was kommt, hatte es aber vergessen. Die haben jetzt auch fast 1 Jahr gebraucht. Ich bekomm ein Verwarnungsgeld von 40,-. Hatte im Internet was bestellt, was nicht nach Deutschland eingeführt werden darf. Nein nix schlimmes, auch kein BTM oder so. Blöd gelaufen. Aber kein Weltuntergang.

gelesen: Wieder ein toller Artikel über Introvertierte: https://www.zeit.de/arbeit/2019-01/introvertierte-job-smalltalk-telefonate-arbeitsleben-tipps

– Lieblingslied der Woche: https://www.youtube.com/watch?v=-0SmXVrLlZ4&list=RDkk7t4LhKCw4&index=17 ich staune immer wieder, wenn mir Lieder gefallen und ich die übersetzen lasse (mein Englisch ist not the yellow from the egg) WIE sehr die passen oder das mir dann klar wird, warum mir das Lied gefällt. Hier die Übersetzung:

https://lyricstranslate.com/de/waiting-around-die-nur-drauf-warten-dass-man-stirbt.html

gestaunt: vor dem Münchner Rathaus, also am Marienplatz, eine ewig lange sich windendende Menschenschlange…was ist da los? Wo wollen die hin? Ich erfuhr dann, die standen alle fürs Volksbegehren „Rettet die Bienen“ an. WOW. Hat mich sehr gefreut. Ich hatte es nicht geschafft.

unterwegs: abends mal wieder auf einem Poetry Slam gewesen. War ganz nett, der erste Typ sehr lustig, die zweite Frau eher schwerfällig und nachdenklich und die 2 Jungs zum Schluß teils teils, wobei ich da kaum die Hälfte verstand, weil eben mein Englisch…ihr wißt…als ich nach der Veranstaltung von der Toilette komme, sehe ich mit Schrecken dass mein Begleiter sich genau zu den Ami-jungs gestellt hat zum plaudern…aaaahhh echt peinlich…

genossen: Händchen halten, knutschen, lang umarmen

überreizt: immer wieder, aber auch da, genauso wie letzte Woche, war mir klar: das sind Sachen die will ich jetzt einfach machen, ab nächster Woche wirds wieder ruhiger. All die Eindrücke wollen verarbeitet werden, ich häng da im Stau. Auch mein Magen will nix mehr verdauen, hab so gut wie keinen Hunger. Das kenn ich schon, bei längerem Streß nehm ich immer ab, weil nix rein geht. Wenn das Hirn alles verdaut hat, tuts der Magen/Darm auch wieder…sollte ich halt nicht überstrapazieren. Aber trotzdem, es ist bei weitem nicht so schlimm wie früher. Da hätte ich schon bei nem Drittel des jetzigen Pensums 2 Tage durchgeschlafen. Jetzt kann ich eher zwischendrin mal entspannen, was früher auch nicht ging…das is alles super positiv.

So…. jetzt, Wochenende. Mega Vorfreude drauf! Warum? Schreib ich am Montag 🙂

Laß es Euch gutgehen!

7 Kommentare zu „Wochenrückblick“

  1. Super hat Spaß gemacht zu lesen und inspirierend auch so eine Liste zu machen und das Augenmerk auf die schönen Dinge zu lenken…..vielen Dank!!!! Und ich finde wenn was nicht passt kann man gehen denn das ist auch Selbstliebe….und wenn man zu früh ging wird das Leben einem ähnliches eh wieder servieren…bis man das was man da verstehen sollte verstanden hat…..Alles GUTE!!

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    1. Hi wobei der wöchentliche Rückblick bei mir nicht nur die guten Dinge beschreibt, sondern durchaus auch mal blödes oder so….einfach eine kleine Zusammenfassung.
      Das mit dem gehen und der Selbstliebe…ja das stimmt total… ;)))
      LG

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  2. Also ich bin ja auch so ein Typ der bei guter Laune auch einfach mal mit Jodelmusik oder sonstigem skurril anmutendem Zeugs bei offenem Fenster durch die Gegend fährt, was aber wirklich skurril grad ist, dass Youtube nach dem ich den Jodelsong grad angehört hatte dirket „Kalinka“ spielt 😀
    Das ist mir alles noch zu viel für ein Montag morgen! 😀

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      1. Ja in der richtigen Version ist das nicht so schlecht, der Übergang war allerdings schon sehr hart. Und wieso das im „Verlauf“ drin ist, das ist ne noch bessere Frage…..

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