Thera

Mit der Thera nochmal den Aushilfsjob „durchgegangen“, die 4 Tage am Stück, plus 1 Tag kurz darauf. Neuer Arbeitsplatz, neuer Chef, teils englisch sprechend, kreuz und quer in München, Zeitdruck…all das was ich wunderbar hinbekommen habe!

Nicht das ich das in meinen alten Jobs nicht auch konnte: Richtig gut arbeiten, aber ich konnte das nicht sehen, nicht fühlen. Ich dachte immer ich sei total kompetenzlos, unfähig, dumm. DAS hat sich geändert.

Und jetzt wächst langsam dieses berufliche Selbstwertgefühl: Ich kann was. Ich habe Stärken und Kompetenzen. Ich bin pünktlich, arbeite gewissenhaft, denke mit. Der erwachsene Teil wird und wurde stärker. Ich kann Arbeitsbedingungen (wie z.B. Fahrtkostenübernahme) verhandeln, ich kann ruhig und sachlich Probleme/Mißverständnisse ansprechen, ich kann es verkraften wenn ich etwas falsch gemacht habe oder mich der Arbeitgeber auf etwas hinweist bzw. kritisiert.

An Pausen denken und es auch etwas mal lockerer angehen lassen darf ich noch etwas üben. Auch dran denken etwas auch mal nur zu 70-80% machen. Arbeit nicht mehr todernst (und damit sehr verkrampft und stressig) zu nehmen, gelingt mir öfter. Es hängt nicht mehr gefühlt mein Leben davon ab! Bei unvorhergesehenen Problemen/Änderungen komme ich noch sehr in Streß. Das zu akzeptieren ist der erste Schritt. Daran zu denken: was ist jetzt das wichtigste der zweite, Perfektionsstreben etwas lockern, der dritte, ATMEN das Wichtigste.

Meine eigene Arbeitstherapie erweist sich als gelungen (aber noch nicht abgeschlossen!) und ich bin mir sicher, dass sich da noch was tut.

Das reflektieren tut gut. Erst recht mit dieser Therapeutin, die ich nun fast 10 Jahre kenne, die mich doch erlebt hat, damals in der Trauma-Tagesklinik: Total verstört, zittrig, abgemagert, immer wieder aus Räumen fliehend, wo anfangs nicht mal klar war ob ich es schaffe da jeden Tag aufzukreuzen, nicht mit den anderen Menschen zusammen essen könnend, puh da ging es noch um überleben. Auch gefühlt, weil noch viel Kontakt zur Familie war. Damals drehte mein Vater so richtig auf und gab mir eine ec-karte für ein von ihm eingerichtetes Konto, da sei immer Geld drauf, sagte er. Das war keine Liebenswürdigkeit, das war pure Manipulation. Nur mit der Klinik im Rücken traute ich mich die Karte zurück zu schicken. Danke möchte ich nicht.

Es geht weiter, Stück für Stück.

Und für heute gilt: Genug getan, ich bin immer noch geschwächt von der Gastritis, Appetit ist weiterhin noch nicht da, dafür leichte Schmerzen. Also: Ruhen, Film gucken….

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