Der Tag danach

Nach einer kurzen Nacht bn ich sehr müde aber leider halt auch sehr unruhig. Ich kenne diese Zustände schon. Da heißt es: Nichts wichtiges machen, in lockerer Bewegung bleiben und zwischendrin trotzdem mal ausruhen. Also werd ich wohl meinen Keller aufräumen, Nägel lackieren, vielleicht malen, Bad putzen, mich pflegen, leckeres Essen holen, mich liebevoll umsorgen…sowas eben.

So nach und nach verarbeite ich den gestrigen Tag.

Da war der Satz meiner Tante: „Wenn das Konto von Opa aufgelöst wird und ich meiner Schwester das Erbe auszahle werde ich als Betreff dazuschreiben: Melde dich nie nie nie wieder!“

Ich habe das zwar gehört, aber nicht registriert was das heißt: Auch meine Tante hat von ihrer Schwester/meiner Mutter sowas von die Schnauze voll! Ich bin nicht mehr der alleinige Buhmann! Ui. Jetzt weiß ich auch, warum ich keine Antwort von ihr bekam auf meine Bitte: sollte was mit meiner Erzeugerin sein ala Krankenhaus, das sie mir bitte Bescheid geben möge. Aber wenn die natürlich auch keinen Kontakt mehr haben, kann sie das ja gar nicht.

Es zeigt auch, das ich nicht spinne. Ich da nicht „was falsch“ verstehe oder meine Mutter nicht mag, wenn ich keinen Kontakt mehr will. Meine Großeltern und mein Vater haben immer verleugnet das sie ein Alkoholproblem hat. Und es war und ist unendlich heilsam zu sehen und zu hören, dass es Familienmitglieder gibt, die das so wie ich sehen. Meine Wahrnehmung stimmt!

Mein Onkel meinte nur, auf die Geschichte mit dem bedruckten Klopapier das sie mir schickte: Das ist einfach nur krank!

Meine Schwester hat auch nur sehr sporadischen Kontakt zur Mutter, auch sie sagt: da ist geistig nicht mehr viel da. Jo, ich sag ja 40 jahre Alkoholikerin…

Bei der Beerdigung musste sie gehalten werden weil a) natürlich stockbesoffen und b) knickte sie im Bein immer wieder ein. Klarer Nervenschaden. Das hab ich schon öfter bei Hardcoretrinkerinnen gesehen.

Sie wird elendig zugrunde gehen.

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