Jahresrückblick 2019

Recht kurz zusammengefasst:

Fing grottenschlecht an, Klinikaufenthalt war für die Katz, Sommer ganz okay, Herbst sehr ruhig, Winter passt scho.

Verloren: 2 gute Freunde, wobei ich bei einem gar nicht weiß ob er die letzten Jahre überhaupt noch ein Freund war. S. dagegen vermisse ich sehr, wir gingen im guten Auseinander, aber die lustigen, tiefgründigen Telefonate fehlen mir. Auch sie ist ein erwachsenes Kind von Alkoholikern ich habe mich oft sehr verstanden von ihr gefühlt.

Geradelt über 1300km.

Geurlaubt: 6 Tage Schwerin.

Größte/teuerste Anschaffung: Rudergerät für daheim.

Genossen: Wohltuende Begegnung mit meiner Tante und Cousine.

Größte Überraschung: Das die EU-Rente nun unbefristet bis zur Altersrente weiterläuft!

Gegessen: weiterhin größtenteils (naja mit heftigen Ausrrutschern) glutenfrei und histaminarm, tut mir weiterhin sehr gut!

Dankbar: weiterhin für die Begleitung durch meine sehr kompetente Therapeutin.

Faszinierend: obwohl ich relativ wenig gearbeitet habe, habe ich weniger Schulden gemacht (da wird sich doch wohl was an meiner inneren Einstellung zu dem Thema geändert haben?!?)

Leider: wieder viel zu viele Dinge gemacht, die ich nicht wollte und auch gar nicht gemußt hätte (z.B. bei diversen Leuten putzen die ich eklig oder fürchterlich oder sonstiges fand.) Kein Wunder das ich die letzten Wochen wieder vermehrt mich daheim eingegraben habe. In diesem Sinne ist die Depression auch ein Schutz, bevor ich weiterhin soviel Energie verschleudere, werde ich lustlos und müde.

Plan für 2020: Auf alle Fälle wieder für ein paar Tage an einen Ort fahren, an dem ich noch nie war. Generell mehr unterwegs sein (da es nun doch auch das billige Sozialticket für den MVV im Müncher Umland gibt). Ansonsten alles weiterhin stabil halten, damit bin ich meistens schon mehr beschäftigt als mit großen Zielen. Das habe ich nun kapiert, mich da nicht weiter zu überfordern.

Wochenrückblick/dieses Weihnachten

– sauber erschrocken: Ich bekomm ne Mail, im Betreff steht was auf englisch, den Absender kenne ich auch nicht. Verdächtig, verdächtig. Aber weil ich wahnsinning neugierig bin, muss ich drauf klicken und bekomme immer größere Augen: Ein Brief an mich! Aber da stehn soviele Sachen drin, die mich total verwirren. Weil Sachen drin stehn die nur ich weiß und so. Und überhaupt, irgendwie seltsam alles. Ich les ihn nochmal durch, hab Herzrasen, zum Schluß les ich endlich ALLES: Da steht: A Letter from 2018! Ich hatte mir selber vor genau einem Jahr diesen Brief geschrieben und nun wurde er mir eben zugeschickt. Das alles bietet die Webseite: Futureme.org an. Wer sich also auch mal so richtig erschrecken will… 🙂

– gefreut: über viele sehr schöne Geschenke und liebe Post!

– 24. Dezember: gegen Mittag überkommt mich nochmal der Blues. Ich mixe mir eine Cola-Rum und schau mir Oceans 8 (tolle Frauen mit krrimineller Energie) an. Danach ist die Stimmung besser und ich mache Rouladen. Esse, lese im Internet, gehe früh ins Bett.

– 25. ich gehe ganz früh los, mache einen langen Spaziergang, genieße die Stille und das keiner unterwegs ist.

– 26. das schöne Wetter nervt. Die Zeit vergeht total zäh, ich bleibe ewig im Bett liegen, fange ein lustiges Buch zu lesen an, aber alles langweilt mich tierisch. Irgendwie vergeht auch dieser Tag.

Ich mag die Adventszeit schon, aber Weihnachten an sich ist dann doch meist schwierig. Deswegen fahre ich meist diese Tage weg, weil ich dann abgelenkter bin durch eine fremde Umgebung. Letztes Jahr war ja in dieser Hinsicht perfekt, ich spielte Haus-und Katzensitter in einer schönen Wohnung am Rande einer Kleinstadt. Machte lange Spaziergänge im Wald, genoß die Badewanne, mehr noch die zwei Fellnasen. Mir war nicht eine Minute langweilig. Gut, das alleine essen war da irgendwie doof, weil es eine ungemütliche Küche war und der Couchtisch zu niedrig, aber egal. Die Woche war einfach super.

Selbst wenn ich dieses Jahr wieder sowas gefunden hätte, ich wollte nicht fahren. Alles zuviel. Zu anstrengend. Schwierig eben.

Auch jetzt der Leerlauf tut mir nicht gut, auf der anderen Seite will/kann ich auch nicht viel machen. Bin heilfroh dass mir die Arbeit am Montag abgesagt wurde. Sonst hätte ich mich wahrscheinlich krank gemeldet.

Genauso mit Kontakt, ich bin zuviel alleine und wenn ich Kontakt habe passt es auch nicht, weil zu anstrengend.

Letztens war ich bei M. Zum Brunch eingeladen. Da merkte ich schon was mir fehlt: Das sich mal jemand um mich kümmert. Altes Thema. Und nicht ich alles immer machen/kümmern muss. Sie hatte so liebevoll den Tisch gedeckt, ich genoß das total. Aber irgendwie spielte ich das es mir gut gehe und DAS war wohl anstrengend. Ich glaube da ist auch mal wieder der Knackpunkt: mit mir selber in Kontakt kommen und ehrlich zu mir sein. Obwohl ich weiß dass das hilft, habe ich auch Angst davor. Was wenn der Schmerz/die Angst/die anderen Gefühle zuviel werden und ich da nicht mehr rauskomme? Kein Selbstvertrauen.

Und auch kein Selbstwertgefühl: Tagelang mit keinem wirklich gesprochen. Dann muss ich ja wohl nichts wert sein. Ich werde immer isolierter.

Alleine + zuwenig zutun = das Gefühl alles ist sinnlos.

Sowie ich nur was einkaufe/putze gehts wieder etwas besser, aber eigentlich wird damit nur was überdeckelt.

Genauso wie mit Filme schauen. Ablenken. Nicht fühlen.

Das ist das eine was die Depression verstärkt und das andere ist definitiv auch wieder zuviel Zucker, zuviel Alkohol, generell zuviel Essen. Ich weiß das ich schnell in eine Übersäuerung komme und ich weiß auch wie sich das anfühlt: Irgendwie vergiftet, verklebt, sehr schlapp und müde, veränderter Körpergeruch. Deswegen wird es die nächsten Tage fasten-light geben: Von allem weniger, dafür mehr aufs Trampolin (noch besser Spaziergänge an der frischen Luft, aber wenn nur Trampolin geht ist das auch ok) und in meine Infrarotsauna. Viel Wasser trinken und mal wieder mit Heilerde einschmieren.

Nur für heute werde ich mich so gut es geht um mich kümmern, körperlich wie seelisch, ohne mich selber wieder unter den Drang perfekt oder anders sein zu müssen, zu setzen.

Frohe Weihnachten!

Was mir (und vielleicht Euch) hoffentlich die Feiertage gut überstehen lässt:

Sich von der Vorstellung verabschieden, das JETZT ALLE ein super Fest haben nur ich nicht.

Die Realität sieht so aus: Es gibt sehr viele alleinstehende, einsame Menschen. Menschen die mit Weihnachten so gar nix am Hut haben (aus welchen Gründen auch immer, z.B. religiösen). Obdachlose, Gefangene, Kranke…dann gibt es noch die Menschen die arbeiten (müssen).

Auch auch bei den scheinbar „gesunden und normalen“ Menschhen ist nicht alles Glitzer und Glamour. Unfassbar viele Menschen verschulden sich für die ganzen Geschenke/Deko/Reise-Hotelkosten! Noch mehr streiten sich. Ich hoffe „nur“ das, ich weiß nicht ob die Kriminalität in diesen Tagen besonders steigt.

All dieses Tralala an Konsum und aufgebauschtem „wie lieb wir uns doch alle haben“ ist menschengemacht! Es gibt kein Gesetz das sagt: Du musst an Weihnachten froh und munter sein!

Ich werde viel für Ablenkung/Verdrängung sorgen: Viel lesen, aber auch viel bewegen. Und wenn es nur eine halbe Stunde Spaziergang draußen ist. Podcast ins Ohr, sich darauf konzentrieren und losmarschieren. Auf Gedanken achten. Im JETZT bleiben. Nicht an ach so tolle frühere Weihnachten und an ach so schreckliche Weihnachten von früher denken. Sich beschäftigen: Was könnte ich im neuen Jahr machen? Wie billig mal paar Tage wegfahren? Und wohin? Über Orte/Städte/Ausflüge informieren.

Aktiv bleiben: Malen, putzen, aussortieren, Rätselspiele, kochen, backen, Gymnastik, Briefe schreiben…was auch immer…

Im Freundeskreis fragen: Wen kann man evtl. mal kurz anrufen oder besuchen (ohne Weihnachtsstreß wie tolles Essen oder so) es einfach machen/halten.

Wenn sentimentale Gefühle hochkommen: zulassen, wahrnehmen, anschauen, aber nicht total drin versinken.

STOP sagen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen einfach eine gute Zeit!

Es gibt diese Menschen…

bei denen ich trotz jahrelanger Therapie, vielen Selbsthilfegruppen (allen voran Angehörige/erwachsene Kinder von Alkoholikern) und noch mehr Selbstreflektion mithilfe ungezählten psychologischen Büchern, sofort in alte Verhaltensmuster falle. In meinem Falle in die Coabhängigkeit.

Zum Glück merke ich es inzwischen schon. Immer öfters auch rechtzeitig. Stoppen kann ich es noch immer nicht immer (aber damit mache ich mir vielleicht auch zuviel Druck).

Diese gewissen Menschen haben genauso gewisse Verhaltenweisen wie meine Eltern.

In letzter Zeit gab es da zwei Männer:

Da wäre H. Anfang 60 und Schwerstalkoholiker. Und ist hier stellvertretend meine Mutter. Selbes Alter, auch langhjährige Alkholikerin. Wir kennen uns von der Tafel und schakern und blödeln oft herum. Mir erscheint er oft wie ein Vorschulkind oder wahlweise ein Berufsjugendlicher. Nicht wirklich reif (das haben Süchtige so an sich). Trotzdem irgendwie ein lieber Kerl. Aber er hat mir schon viel versprochen und nichts, aber auch gar nichts davon wahr gemacht. Er schenkte mir nun seine Einkaufsgutscheine. Ich, als braves dressiertes Kind versuche weiterhin seine Aufmerksamkeit zu erhaschen (wenn ich nur alles mögliche für ihn tue, wird er mal seine Versprechen einlösen! Das hat schon bei meiner Mutter nicht funktioniert und wird bei keinem Alkoholiker funktionieren) überlege mir was ich ihm mitbringen könnte von dem Gutschein, obwohl er ausdrücklich und mehrfach gesagt hat, er brauche nichts! Ich überlege sogar ihn im Krankenhaus zu besuchen (viel Zeit und etwas Geld, letzteres ist derzeit eh sehr eng). Typische Coabhängigkeit: Viel zuviel Loyalität und viel zu viele gedankliche Verstrickung. Ich habe nun länger gebraucht um mich davon zu verabschieden. Habe ihm eine kleine Tüte gepackt und werde ihm sie geben, wenn er wieder zuhause ist. Mehr nicht! Mir selber diese Grenzen zu setzen ist wichtig, braucht aber viel Bewußtsein und aktives Nicht-tun, sozusagen.

Der andere ist der berühmte „Typ vom See“. Er, ein sehr charmanter, sehr gutaussehender schwarzhaariger Mann. Also wie mein Vater. Beide zeigen das selbe Verhalten: Unglaublich freundlich, großzügig und höflich, aber nur vordergründig. Sie kontrollieren sehr und spielen mit den Fäden das alles so abläuft wie sie es wollen. Hintergründig haben sie herzlich wenig Herz und schon gar keine Empathie. Zu ihrem eigenen Vorteil (und nur um den geht es!) schauspielern und manipulieren sie. Es zählt nur das Äußere, der schöne Schein, das gute Dastehen. Läuft etwas nicht nach ihrem Plan können sie blitzschnell gehässig, sadistisch und böse werden und haben sie dafür nur wenig Zeit weil z.B. auch gerade andere Freunde/Familienmitglieder da sind, genauso schnell wieder saufreundlich. Kommt nach der Honeymoonphase die ersten Abwertungen und Beschimpfungen kann man das nicht glauben, man meint man irrt sich. Schon wenige Tage später kann dieser ach so tolle Traummann einen kräftig ins Gesicht schlagen und an den Haaren ins Schlafzimmer zerren wo er sie dann vergewaltigt. Am nächsten Tag tut ihm alles unglaublich leid und das häßliche Märchen, das die nackte Wahrheit ist, nimmt seinen Lauf.

Es gibt von dieser Sorte „mieser Charakter“ Abstufungen. Die Vollzeitarschlöcher meide ich sofort. Ist aber jemand auch sehr aufmerksam verliebe ich mich Hals über Kopf und komme nur schwer wieder los.

Ich habe bei diesem „Typ vom See“ die ersten arschigen Anzeichen gemerkt und „lesen“ können und habe sofort meine Beine in die Hand genommen. Weg nur weg! Nichts anderes hilft da. Das weiß ich inzwischen aus sehr vielen leidvollen Erfahrungen.

Ich habe gesehen und selbst erlebt wie mein Vater mit Menschen und Tieren umgeht die ihn nerven, nicht passen oder verlassen wollen. Ich habe selber von so einem Arsch häusliche Gewalt erlebt und bin heimlich geflohen, damit ich das überlebe. Und das ist nicht übertrieben.

Das alles hält mich fast nicht davon ab, so einen Arsch wieder zu kontaktieren. Heute Nacht habe ich gleich zweimal von dem „Typ am See“ geträumt. Wobei ich den ersten Traum in den zweiten mit einflochte und somit am Morgen vollends verwirrt war, was nun Realität und was Sonstiges war. Aber am schlimmsten: ich war wieder voll in der emotionalen Schiene: Ich will zu ihm! Er ist so toll! Und warum haben ich all seine wundervollen Sprachnachrichten gelöscht? Am liebsten hätte ich die Blockade am Handy wieder aufgehoben.

Aber ich bin schlauer. Tue es nicht. Halt dich fern!

Das darüber schreiben und reflektieren half mir nun sehr. Nur für heute werde ich das Handy weit weg legen. Mir bewußt machen wieviel Schmerz ich schon durch habe und das von solchen Typen nichts gutes zu erwarten ist.

Nur für heute. Gute 24 Stunden.

Wochenrückblick

– Schöne Bescherung: Da schon viele Päckchen von Tante und J. kamen, hab ich beschloßen jeden Tag ein Geschenk aufzumachen. Das ist viel schöner, als dann an einem Tag soviele. Somit ist für mich Weihanchtsendspurt.

-Sonntag, 3.Advent: ich sitze im T-shirt und barfuß auf dem Balkon. Die Sonne knallt mir ins Gesicht und ich genieße die lauen Temperaturen die uns der bayrische Fön beschert.

– Montag: ich habe abends noch Lust rauszugehen und spaziere gegen 20 Uhr durch die Nachbarschaft. Dabei bestaune ich all die vielen wundervollen leuchtenden Dekorationen. So schön!

– Dienstag: ich wache total erholt (echt selten!) auf und nach Frühstück & Co radel ich eine Stunde durch den Wald. Er ist SO ruhig, duftet herrlich und die warmen Temperaturen halten weiterhin an. Danach bin ich noch entspannter, so das ich einen Achtsamkeitsnachmittag einlege. Ich konzentriere mich nur auf das was ich tue. Mache es ruhig. Ich atme tief und gleichmäßig, ich bastle und koche, esse in Stille. Abends überfällt mich doch ein kleiner Weihnachtsblues. Der zum Glück nicht lange anhält.

– Mittwoch: Tafelbesuch steht an, da diese in den nächsten 2 Wochen wegen Feiertage geschlossen ist. Dementsprechend herrscht viel Andrang. Nerven bewahren! Ich habe Glück und ziehe eine sehr kleine Nummer. Super. Ich ergatter lauter tolle Sachen. Zum Schluß gibt es noch Einkaufsgutscheine im Wet von 30,-. Am Boden finde ich noch einen Glückspfenning cent. Vollbepackt schleppe ich mich heim. Ich fühle mich reich!

Nachmittags esse ich wieder auf dem Balkon, das Thermometer (auf das aber auch direkt die Sonne knallt) zeigt 33 Grad. Ich beschließe das Wetter zu nutzen und nochmal eine große Radlrunde zu drehen. Tut saugut.

– Donnerstag: ich bin fit und gut gelaunt. Ich laufe kreuz und quer durchs Dorf, kaufe ein, bringe Päckchen weg und Bücher. Im Tauschhaus finde ich viele tolle neue Bücher. Bin begeistert! Meine To-do-liste wird immer kleiner, ich bin sehr zufrieden!

Freitag: die gute Laune knickt ein, ich fühle mich zittrig und ängstlich will überhaupt nicht aus dem Haus. Diese Stimmungsschwankungen! Echt ej. Wollte noch was einkaufen, bleibe aber zuhause und backe Brot, Kekse und koche viel.

Und sonst so?

– seltsam: Mein Zyklus ist immer noch durcheinander. Dachte ja das es vom Tianeptin kommt. Aber inzwischen bin ich mir da nicht mehr so sicher. Vielleicht doch Beginn der Wechseljahre? Auch bin ich weiterhin schnell emotional, hab also mindestens 5x täglich wässrige Augen bei der kleinsten Rührung, sei es eine Spendengeschichte im Radio oder eine Kinderrettung im Fernsehen….Hmmm..warte mal weiter ab.

– tut gut: wie sehr mir das Magnesium hilft! Ich schlafe soviel besser und bin auch körperlich wieder viel fitter und belastbarer! Nehme abends so eine 3-fache Verbindung mit Magnesiummalat, Magnesiumtaurat und Magnesiumbisglycinat. Soll am besten bioverfügbar sein. Zusätzlich mach ich noch Magnesiumchloridfußbäder. Aber nur Anfangs mehr, also jetzt zum auffüllen.

– überreagiert? Ich weiß das ich aufgrund der vielen Traumatisierungen eine sehr große narzißtische Wunde in mir trage. Das zeigt sich u.a. darin das ich schnell gereizt reagiere, wenn sich mir jemand in Weg stellt (hallooo hier komm ICH!) und das ich auf vermeintliche Ablehnung oder ignorieren sehr empfindlich reagiere. Das ist nicht schön, das weiß ich, und ich versuche auch mich da im Griff zu haben.

Schwierig wirds auch wenn ich innerlich/emotional nicht ausreichend gesättigt bin und dann etwas für andere tun soll. Wenn ich schon keine Energie für mich habe, ist es eigentlich auch Unsinn für andere noch Energie aufzuwenden, trotzdem versuche ich das immer wieder.

Nun also ein Jobangebot für 2 Tage. Wir klärten die Bedingungen usw. und ich solle auf ein Kennenlerntreffen vorbeikommen, wofür ich 1,5 Std. Fahrzeit hätte plus Fahrgeld. Das mit dem Geld hätten sie mir EVTL erstatten. Kurz vor knapp sagte mir die Dame ab: ob ich am Sonntag kommen könne. Ne wirklich nicht. Dann ob ich statt 27. am 26. arbeiten könne. Am 2. Weihnachtsfeiertag? Ich käm nicht mal auf die Idee sowas zu fragen. Aus die Maus. Alles mal hü mal hott und irgendiwie alles eher respektlos (wo ich auch sehr empfindlich reagiere). Soll sie ihren Scheiß doch selber putzen. Ich sagte ab, das ich das unverschämt finde. Daraufhin war die Dame sehr verwirrt, warum und sie sei sich da jetzt unklar was und so..es sei doch nur eine Frage gewesen…blabla…

Nunja, kann sein das ich etwas überreagiert habe, sie war aber auch ein wenig unverschämt. Ich würd sagen es steht 1:1. Lust dort zu putzen hab ich nicht mehr. Wenn das so schon los geht…weißte bescheid.

Die zwei Seiten

Die meisten Täter suchen sich Opfer die schwächer sind als sie selbst. Ist klar, damit hat man ein einfacheres Spiel. Es ist aber auch sehr sehr feige. Als ich das vor vielen Jahren begirffen hatte, wurde die Angst vor meinen früheren Angreifern viel kleiner. Ha! Mit gleichwertigen Partner könnt ihr es nicht aufnehmen, ihr schäbigen Ärsche!

Auch als Kind habe ich mal ein Nachbarmädl angegriffen. Sie war jünger als ich und hatte eine Hasenscharte, wofür sie eh schon immer gehänselt wurde. Mit dabei war noch ein anderes Mädl das gleichalt war wie sie, aber mir half. Wir zwei lockten das Mädl in unser Zelt, wir logen ihr vor da drin sei ein kleiner Kühlschrank. Sie war skeptisch, aber wir zwei versicherten ihr, der sei da wirklich. Also krabbelte sie hinein und wir gingen ihr an die Wäsche, wollten sie ausziehen. Was wir dann machen wollten, wußten wir wohl beide nicht. Das Mädchen wehrte sich, weinte, kämpfte sich frei und lief davon. Ich hatte sehr große Angst das mein Vater sie laufen sah und uns fragte was los sei. Oder noch schlimmer, das sie es zuhause erzählt. Ich wußte von Anfang an, das wir was falsches machten! Ich schäme mich für diese Aktion heute sehr. Es kam nie zur Sprache. Heute bin ich froh, dass das Mädl sich selbst gerettet hat, weil ich weiß wie gut und wichtig das fürs Selbstwertgefühl und die Handlungsfähigkeit ist: ich war in einer schwierigen Lage, habe mich aber selbst befreit! Und: Ich höre auch in Zukunft auf mein warnendes Bauhgefühl! Denn das hatte sie ja deutlich gezeigt.

Ich würde behaupten: Jeder Täter spürt, das er was falsches macht, wenn er menschliche Grenzen überschreitet. Außer es ist dermaßen deformiert das er gar nichts mehr spürt. Das glaube ich sind aber nur ganz wenige. Also ich hoffe es.

Gestern unterhielt ich mich im Chat mit einem Mann. Wir hatten den Abend davor schon geplaudert und es ist ganz nett mit ihm. Er fragte an, ob ich ihn auf die Freundesliste nehme. Ich (mehr so im Spaß): „Ja, wenn du dein Profil mal mehr ausfüllst.“ Er tat es ganz brav und als ich seine Anfrage akzeptierte war er fast ein wenig ausm Häuschen und sehr glücklich. Hmm nunja. Beim 2.Gespräch merkte ich schon er hat gar kein Selbstwertgefühl. Also wirklich gar keins. Er machte sich selbst runter und als wir aufs nichtrauchen kamen, war er sich (als Raucher) felsenfest sicher es eh nie zu schaffen. Er hat es noch NIE probiert. Ich motivierte ihn also ein wenig. Er war immer begeisterter von mir. Ich sei was besonderes und ob ich später nochmal online käme usw. Da stutzte ich ein wenig. Im Grunde frisst er mir jetzt aus der Hand. Ohne das ich das beabsichigt hatte. Bahn frei für jegliche Manipulation oder sonstigem Scheiß. Wie Butter könnte man ihn formen. So leicht geht das. Wenn der andere sich selbst nicht gut spürt und als wichtig und wertvoll empfindet. Dann läuft er Gefahr jedem Guru und Schöntuer samt Gehirnwäsche hinterherzulaufen. Oder auch nur dem charmanten Verkäufer was abkaufen was er gar nicht wollte. Oder dem freudnlichen Mann/Frau gnadenlos zu verfallen und das „ich tue alles was du willst“ sehr wörtlich nehmen. Nicht umsonst werden in Diktaturen Querdenker, Überhauptdenker und sogenannte Querulanten gerne mal entsorgt.

Frauen die nicht immer lächeln und ja sagen bekommen schnell übelste Beleidigungen oder eben keine Beförderung.

In der Se*arbeit meldeten sich viele devote Männer. Die alles für die Frau tun würden, dabei beschimpft und gedemütigt werden wollten. Füße massieren, Bad schrubben, dienen, einkaufen, geschlagen und getreten werden. Am Anfang als ich vieles Neue noch ausprobierte fand ich das sehr lustig und hatte daran wirklich Spaß. Mal den Spieß umdrehen! Jetzt sage ich wo es langgeht! Jetzt schikanier ich mal! Jetzt bin ich mal der Chef! Und die Idioten zahlten ja auch viel Geld dafür! Was das ganze noch absurder machte. Ich hatte immer alles gut im Blick, war eher soft, keiner musste das abgemachte Safewort sagen. Der Spaß hielt nicht lange an. Menschen zu quälen ist nicht lustig, selbst wenn diese es (angeblich) wollen. Im Grunde will so etwas keiner, da laufen andere (bewußte/unbewußte) Mechanismen ab.

Zu dieser Zeit hatte ich auch „freundschaftlichen“ Kontakt mit einem Mann der dies auch machte. Egal ob Männlein oder Weiblein, er suchte ständig neue Sklaven und wir tauschten uns so aus was wir gemacht hatten oder planten. Auch das machte mir bald keinen Spaß mehr, denn ich sah was für ein Arsch er eigentlich war. Pure Ego-schiene, überheblich, arrogant, intolerant, empathielos usw.

Nein dachte ich, SO wollte ich nicht werden und ließ nie mehr einen devoten Mann zu mir kommen.

Ich mag es nicht wenn jemand halb sabbernd an mir hängt und mich viel toller hält als sich selbst (dabei kennt mich der Chattyp ja noch gar nicht, wir schrieben insgesamt keine Stunde!). Es ist nicht sonderlich anziehend, wenn sich jemand als so wenig wertvoll hält und sich nicht achtet und ständig kleiner macht als er ist. Ich merke da ist die Grenze dünn: so jemand wird schneller Opfer.

Ich traue grundsätzlich jedem alles zu – auch mir selbst!“ sagte mal Luisa Francia. Da ist was wahres dran. Ich habe meine eigenen Täteranteile in mir entdeckt. Ich finde das nicht schön. Ich bin aber sehr achtsam. Sehr bewußt und verantwortungsvoll. Ich spüre Empathie! Und das ist wichtiger als jedes Geld.

Ich werde das nicht an anderen auslassen, was man mir angetan hat.

Gewalt gegen Frauen

Vor wenigen Tagen wurde in München eine Frau durch ihren Exfreund ermordet. Das geht hier die Presse rauf und runter. Undd wie jedes mal wird so getan als ob das etwas ganz seltenes wäre. IST ES NICHT! Leider! Jeden 3.Tag stirbt hier in Deutschland eine Frau durch ihren Ehemann/Freund/Exfreund. Und JEDEN Tag erfahren unzählige Frauen psychische und körperliche Gewalt durch Männer (auch Chefs, Professoren usw.).

Die meisten Übergriffe passieren durch Männer die wir kennen! Es ist selten der fremde Mann nachts im Park!

Liebe Frauen, liebe Mädchen wir können leider nicht darauf warten und hoffen, dass die Männer aufhören uns weh zu tun! Wir müssen selbst aktiv werden und uns schützen! Und zwar VOR dem ersten Schlag. Es gibt viele Anzeichen dafür. Sensibilisiert Euch dafür! Baut Euer Selbstwertgefühl auf! Lernt auf Eure Intuition, Euer Warngefühl zu hören UND zu vertrauen! Schützt Euch! Wehrt Euch! Und zwar beim ersten Mikroangriff. Denn das ist meist ein austesten Eurer Grenzen!

Lest Bücher darüber. Informiert Euch https://www.re-empowerment.de/ lernt Selbstverteidigung und zwar die mentale/psychische!

Laßt Euch nichts mehr gefallen!

Bitte.

Wochenrückblick

– Freitag der 13.: musste irgendwie raus und entschloß mich nach München zu fahren, um eine Kunstausstellung anzuschauen und bissl spazieren gehen UND (ist mir dann siedenheiß eingefallen) noch ein Rezept vom Doc zu holen, weil dieses Jahr hab ich ja noch Zuzahlungsbefreiung. War schön, tat gut. Jetzt ist auch am Wochenende vergraben ok, morgen soll ja das Wetter eh unterirdisch werden.

– gestaunt: Jetzt weiß ich warum bei dem neuen Zahnarzt alles so teuer und stylisch aussieht. Hab heute den Kostenvoranschlag bekommen! Stolze 1600,- Ocken würd er berechnen. Würd ich den privaten Firlefanz von Berechnungen und superduper Zeug nicht wollen, wärens noch 1200,- das ist wohlgemerkt die 2.billigste Variante. Also Regelversorgung plus weiße Verblendung damit es nicht pur metallic ausm Mund blitzt.

Und ich weiß ja nicht ob die 2.Krone die er beanstandet hat auch wirklich schon fällig ist. Da ist zwar was dunkles…werd die andere Zahnärztin mal bitten da genauer zu schauen und fragen, was sie meint. Bei der lass ich jetzt den Rest auch machen, wollt da zwar nicht mehr hin, aber nundenn, das muss jetzt gemacht werden. Die rechte Seite tut mir zur Zeit eh wieder stärker weh, aber ich weiß das kommt von extremen zusammenbeißen, auch tagsüber. Muss möchte da wieder achtsamer werden!

– Mit J. Mal wieder getroffen, wie imer gabs viel zu lachen. Waren erst aufm Weihnachtsmarkt (Mittelalter) dann sehr lecker essen (leider sehr laut da es ein riesiges Kellergewölbe war und einige Weihnachtsfeiern stattfanden) danach nochmal auf einen Weihnachtsmarkt, diesmal Münchner Marienplatz. Wunderbare Kulisse mit den vielen Lichtern, dem Rathaus UND Fast-Vollmond.

Es war anstrengend, aber auch schön.

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Da ich davor auch schon in der Stadt unterwegs war und am nächsten Morgen gleich wieder früh raus musste, war ich dann mehr als platt

– Chat: AbenteurerXY schreibt mich an, im Profil steht das er verheiratet ist. Ich so: laß mich raten, Du suchst ein Abenteuer? Da war er weg. Männer..tz…wollen halt jagen. Ich hätte mal „lieb“ sein sollen und die unschuldige, naive spielen sollen. Kotzt mich halt nur an.

Den anderen hab ich von der Freundesliste gschmissen, weil das pur langweilig war mit dem zu schreiben. Der hat auf eine Aussage von mir nur immer so geantwortet: Ah ok verstehe…oder so, also null Bezug zu. Ich konnt mir dann zusammenklamüsern, worauf er geantwortet hat.

Seine Reaktion: das sei jetzt unverständlich, und wenn ich derzeit keine Zeit hätte, müsse ich ihn ja nicht gleich von der FL werfen. Ähhh…auch so typisch Mann: nix auf sich beziehen. Er kam gar nicht drauf, das es etwas mit ihm persönlich zu tun hat. Während Frauen grundsätzlich alles auf sich beziehen (meistens). Ich hab nicht mehr geantwortet, war mir echt zu blöd.

– entdeckt: Das Werdenfels-ticket der Bahn gilt schon ab 0 Uhr und nicht wie das Bayernticket erst ab 9h. Werd ich mir für den nächsten Wanderausflug merken. Unbedingt!

– entdeckt das zweite: Denkanstöße. Tolles Jahresbuch mit den „besten“ Atikeln aus Politik, Naturwissenschaft ect. Werde mir die aktuellen mal bestellen. Das was ich im Büchertauschhaus fand war von 2011. Aber super interessant!

– Mißgunst: Meine Cousine teilt mir mit, dass sie sich mit ihrem Mann ein Häuschen kaufen wird. Sie haben es nur einfach mal aus Lust und Laune angesehen und es gefiel ihnen so gut, dass sie es nehmen. Es tut mir leid, aber ich kann mich nicht mitfreuen. Und ich weiß nicht so recht warum. Diesen Ärger habe ich schon öfters festgestellt, weil bei ihr alles und immer gut läuft. Fernreisen, tolle Jobs, toller Mann, entspanntes Kind, großer Freundeskreis undundund…Jetzt eben noch ein Haus. Alles ist immer toll und perfekt bei ihr. Ich weiß dass das nicht realistisch ist, auch bei ihr wird es Probleme geben, davon erzählt sie aber null. Nicht einmal ist sie am jammern oder schimpfen oder meckern. Nix. Nada. Das nervt! Mich! Sowas!

Ich glaube das ist dasselbe Thema von früher: wenn sich meine Eltern oder meine Schwester mit mir nicht mitgefreut haben, sondern gehässig das lästern anfingen und mir den Erfolg neideten oder das was ich machte, mich traute oder so. Ich hab das nie verstanden. Warum können die sich nicht einfach mitfreuen? Nein das geht nicht. Denn ich war besser als sie und das hat sie geschmerzt. Meine Cousine ist jünger als ich und eben besser. Und ich pack das nicht. Ich bin aber immerhin so bewußt mir meine Gefühle anzuschauen und Verantwortung dafür zu übernehmen. Im Leben würde ich nicht drauf kommen und ihr jetzt blöd kommen. Sie hat ja nicht Erfolg um mich zu kränken, sie macht das ja nicht absichtlich, das hat gar nichts mit mir zu tun, sie lebt einfach ihr Leben. Sie hatte andere Startbedingungen als ich. Bei ihr klappte einfach vieles besser.

Trotzdem möchte ich sie manchmal schütteln und watschen, damit mal ihre Maske fällt.

– genieße: weiterhin die Ruhe. Kein Streß, keine Grenzverletzung, kein Mißbrauch, kein irgendwie was anstrengendes/triggerndes, keine Action, kein Drama. Ich atme auf, ich erhole mich total. Und merke wieder wie selten es diese Zeiten in meinem bisherigen Leben gab. Kein Wunder, das ich nicht mehr belastbar bin.

Vor allem habe ich keinen inneren Druck und Streß mehr das ich ja „müßte“ und „sollte“. Ich genieße einfach mich, die Ruhe, bin ohne schlechten gewissens herrlich faul, eine ausgewachsene Müßiggängerin sozusagen 🙂 Eine Lebenskünstlerin sowieso.

Ich glaube auch, das ich das erste mal RECHTZEITIG die Reißleine gezogen habe. Früher überging ich solche Bedürfnisse nach mehr Ruhe und ackerte wortwörtlich bis zum Umfallen und dann nach dem Crash ging gar nix mehr. Vielleicht kann ich das jetzt besser, weil die EU-Rente auf dauerhaft umgestellt wurde. Leider erlaube ich mir immer noch zuviel erst dann, wenn von außen das OK dazu gegeben wurde/wird.

– gegessen: Sauerkraut ist histamintechnisch die abolute Bombe, zumal wenn es aus einer Konserve ist. Trotzdem hatte ich mal wieder richtig Lust drauf und dachte mit einer DNCG-Kapsel (die verhindert, das Histamin ausgeschüttet wird) geht das schon. Hätte aber wohl 2-3 Kapseln nehmen sollen. Am nächsten Tag übelst drauf, ganze Nacht durchgeschwitzt, weinerlich, grantig, alles shit. Also viel Wasser, viel Schlaf. Am Tag danach war alles wieder gut. So krass. Früher hätt ich mich gewundert, warum es mir psychisch so schlecht geht, hätte nach einem Trigger oder so gesucht….und die Welt (und mich vor allem) nicht mehr verstanden!

– gefunden: Ein (schon etwas älteres) Interview mit Frau Lachmann. Die machte ihrem Namen alle Ehre und wurde als Comedystar mehrfach ausgezeichnet. Bis ihre Angststörung ihr nicht mehr zuließ auf die Bühne zu gehen. Wie sie das so beschreibt, die Ängste und Hoffnungen das vielleicht der Auftritt doch abgesagt wird und danach die erleichterung es einfach überstanden zu haben. Genauso ging es mir auch jahrelang als ich noch im KIGA gearbeitet habe: hoffentlich ist das Kind xy heut nicht da, oh mist heut hab ich wieder Schlafwache, die Panik wenn ich alleine die Gruppe hatte, und jeden Tag diese enorme Erleichterung wenn ich endlich wieder gehen konnte. 5 Jahre habe ich mich da durchgequält. Schrecklich.

https://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/Wie-die-Angst-Kaethe-Lachmanns-Komiker-Karriere-zerstoerte-id44225231.html

– gefunden: Eine Studie bei der es um ein Luftreinigungsgerät geht. Zuhause in den eigenen vier Wänden. Jeweils 2 Termine jeweils von bis zu 5 Stunden. Bei der eigentlichen Testung darf der Bewohner nicht mit im selben Raum sein. Aber die Mitarbeiter schon. Also so gute 3 Stunden. Hä? No way. Im Leben mach ich sowas nicht. Gäbe 350,-. Aber ich verkaufe mein Gefühl nicht mehr! Außerdem fand ich die ganzen Unterlagen samt Uni und Institutsstempel und so irgendwie schäbig.Wer weiß ob das nicht eine neue Verbrechermasche ist.

– traurig: Silvester alleine ist schon kacke find ich. Dachte ich frag J. ob er Lust hat was gemütliches zusammen zu machen. Nach großer Sause ist mir eh nicht. Find den Tag eh sehr anstrengend, die Knallerei streß mich extrem und dann so lange wach bleiben, das bringt meinen ganzen Rhythmus für 2 Tage wieder durcheinander. Tja, war ich zu spät zum fragen, schrieb er mir gestern, das er von Bekannten eingeladen wurde auf eine Veranstaltung mitzugehen. Hat mich doch mehr getroffen als gedacht. Silvester könnte echt gestrichen werden, shit.

– auch doof: auch wenn ich den Typ vom See in Wind geschossen hab und ich wegen seines rücksichtslosen Verhaltens auch wütend war, bin ich auch traurig, dass das nicht klappt. Es wäre ja sonst ein guter Kontakt gewesen, der mir körperlich schon gut tat.

– abgesagt: keinen Nerv für Magen-Darmspiegelung. Ist auf März nun verschoben. Ist es mir auch da unmöglich hinzugehen, lass ich es ganz.

Andere haben Gewichtsprobleme, ich habe Angst.

Wenn man sich daheim eingräbt und es einem dadurch besser geht, kommt schnell das Wort Vermeidung auf! Du vermeidest! Ist etwas was man nicht tun sollte. Das ist böse! Klar, ab einem gewissen Grad wird das Leben dadurch extrem eng und schwierig.

Oft kann ich die Angst ignorieren und einfach machen. Im Aktionismus käme keiner auf die Idee das ich eine soziale Phobie habe. Voller Adrenalin gebe ich mich als ganz normalen Menschen. Und tue ganz normale Dinge. Leider überfordere ich mich dadurch auch gnadenlos. Und ziehe mich dann wieder wochenweise komplett zurück.

Da ist selbst am Balkon sitzen sehr unentspannt, weil mich da grundsätzlich Leute sehen könnten. Draußen = gefährlich.

Würde ich mir meine täglichen Ängste bewußt sein, wäre ich schon längst nicht mehr vor die Türe gegangen. So unterdrücke ich sie sehr viel, um auch Dinge zu machen die ich (oder der angstfreie Teil) eigentlich machen möchte. Oder schlicht auch, damit ich Dinge tun kann, die ich tun muss. Zum Beispiel heute bei der Krankenkasse anzurufen. Als der Sachbearbeiter dran ging, überkam mich so ein Grauen, weil ich mir vorstellte, der telefoniert den ganzen Tag mit wildfremden Menschen.

Dieses etwas mit Angst zu machen oder die Angst zu unterdrücken, kostet viel Kraft. Weswegen ich viel schlafe. Und noch einen zweiten Grund hat der viele Schlaf: Da bin ich endlich angstfrei!

Die ständige Anspannung ist zu meinem Begleiter geworden. Der starre Stechschritt, das oberflächliche atmen, das schnelle schwitzen, die schnelle Ungeduld und Reizbarkeit.

Letztens ging ich zum Baumarkt. Ich musste sehr lange an der Hauptstraße entlang laufen. Ständig fuhren Autos und LKW‘s vorbei, ein Spießrutenlauf. Im Baumarkt wurde ich ständig von Mitarbeitern gegrüßt. Es nervte mich, ich wollte einfach unsichtbar sein. Der Heimweg war schlimm und als ich endlich zuhause war, fiel eine große Last ab.

Ich hasse es auch wenn mir Autofahrer die Vorfahrt geben und ich vor ihnen, wie auf einer Bühne, die Straße überqueren muss.

Die Gedanken drehen sich sehr oft darum, wie mich jetzt andere beobachten und mich beurteilen und kritisieren. Das die auch positives über mich denken könnten, kommt mir kaum in den Sinn.

Alle Therapien und Selbsthilfegruppen haben mir bezüglich Angst so gut wie nicht geholfen. Sie wurde nicht kleiner, egal ob ich konfrontierte oder vermied. Angststörungen sind heutzutage gut behandelbar! Von wegen.

Wenn ich aus der Identifikation mit der Angst aussteige, geht es mir besser. Leider schaffe ich es nicht immer oder denke erst gar nicht daran. Wie das funktioniert? Ich stelle mir die Angst als ein Wesen vor, das kauernd, zitternd und schrumpelig neben mir ist. Oder das ich mich um einen ängstlichen Kind-Teil in mir kümmere. Mal funktioniert das eine, mal das andere, mal gar nichts. Dann hilft nur eins: Akzeptieren. Ja ich habe jetzt Angst – atmen nicht vergessen.

Manchmal weine ich bei Filmen, wenn es um eigentlich schöne Sachen geht, wie z.B. die Protagonisten gehen auf eine Party und sind unbeschwert, tanzen zusammen, plaudern, trinken und alle sind fröhlich. Und ich stell mir dann vor, was das für ein Streß für mich wäre und andererseits möchte ich das auch öfter so leben. So locker und entspannt.

Angst ist nützlich, aber auch scheiße.Ohne Angst würden wir nicht lange leben, es gilt einen Mittelweg zu finden. Das selbe Dilemma hat der Dicke mit seinem Gewicht auch: Essen müssen wir, sonst leben wir nicht mehr lange, zuviel davon ist aber auch scheiße, der Mittelweg muss gefunden werden.

Interessante Beiträge über Soziale Phobie, habe ich hier gefunden:

https://www.sozialphobie-do.de/w/Inhalt/Aktuell-2015

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Leben mit Entwicklungstrauma / komplexer PTBS & Traumafolgestörungen

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