Wochenrückblick 4. September 2020

– Männerphantasien: Manchmal (leider zu selten) habe ich so Nachtträume, in denen ich mit einem Mann zusammen bin. Auf eine gesunde Art und Weise: Er hat keine Süchte und lebt sein Leben. Ich muss ihn also nicht retten und kann seine Fürsorglichkeit mir gegenüber genießen. Es ist nämlich keine Manipulation die sich so räudig anfühlt, sondern eine echte Geborgenheit auf Augenhöhe. Jeder ist eigenständig, aber es gibt auch Zweisamkeit. Es gibt abwechselnd Nähe und Distanz. Ich muss mich nicht um ihn kümmern und kann mein Leben auch alleine leben. Es gibt gesundes Miteinander und gesunde Eigenständigkeit. Und wenn ich aus so wunderbaren Träumen aufwache will ich schnell wieder einschlafen und da weiterträumen wo ich aufgehört habe. Ich hoffe, dass ich so eine Begegnung auch mal real erleben und genießen kann.

– apropo Männer: ich glaub ja langsam die haben mehr Spaß im Leben. Ich schau ja gern bei Langweiledich.net vorbei und da gibt es zu Anfang jeden Monats die WIN-Compilation und zu 90% sind es da die Männer, die Dinge neu erfinden, Schmarrn machen, Dinge zweckentfremden, sinnloses aber lustiges Zeug veranstalten. Und was machen die Frauen? Epilieren sich, schminken sich, versorgen Kind, Oma, Schwiergereltern, Hund-Katz-und-Maus, sorgen sich, wollen immer perfekt sein, wollen überall perfekt sein, drehen sich die Haare auf, stehen ewig vom Spiegel, ziehen sich 5x um, putzen bevor die Putzfrau kommt…

Es ist auch immer spannend wie Männer stehen/gehen! Viel lässiger, langsamer. Während Frauen so verkniffen und starr dahin stackseln und das liegt nicht nur an unbequemen Schuhen!

Wer auch gucken mag: https://www.langweiledich.net/win-compilation-september-2020/

– gehört: Die beste Krankheit taugt nix. So wahr!

– wow: manchmal kann ich das: In einer sehr langen Schlange stehen. 3X kurz überlegen. Dann vorgehen zur Kassiererin und um eine 2. Kasse bitten. Ja klar, sagt diese und schwupp kam ein neuer Mitarbeiter. War gar nicht schlimm. Ich hatte kein Herzrasen, kein Scham, kein nix. Einfach machen. Toll! Wünsch ich mir öfters 😉

– neue Wege gehen: Am Samstag: mir war langweilig und ich war einsam, das bringt mich oft schnell in eine Trauma-trance. Da rutsch ich in eine damalige Zeit, alles sinnlos, alles öde, wozu lebe ich überhaupt usw…der folgende Spaziergang machte das ganze eher schlimmer: Dauerregen, keine Menschen auf der Straße, noch mehr Öde…bevor ich ganz in dem Studel versank, konnte ich stoppen und mich ins JETZT zurückholen. Was kann ich jetzt und heute tun? Die Antwort kam schnell: Ich möchte mich mit Kunst beschäftigen (eine meiner Stärken, anstatt mich immer mit Schwächen zu beschäftigen). Also ganz flott heimmarschiert und Stifte und Leinwand hervorgeholt. Die Langeweile und die Einsamkeit schwand. Innere Stärke wuchs. Ich wurde handlungsFÄHIG!

– Massage: Vor vielen Jahren, als es mir mal finanziell so richtig gut ging, ging ich mal zur Massage. Haaa ich kann mir das ja jetzt leisten. Und es war was erwachsenes! Und es tat so gut, ich war geflasht! Die doch etwas ruppige Thai-massage hatte es mir angetan, mit dem passiven gedehnt und gedreht werden, aber auch die reine Ölmassage war super. Nach ner Zeit fand ich das nicht mehr angenehm, machte noch paar reine Rückenmassagen aber nö, da is die Luft jetzt raus. Jetzt sah ich ein Mittagsspecial bei ner normalen Masseurin für Nacken-Schulter, achja dachte ich, das nimmste mal mit. Aber wieder: Keine Entspannung, eher noch mehr Streß. Schade. Aber muss ich wohl akzeptieren, dass das vorbei ist und nun was anderes „dran“ ist. Wobei ich nächsten Monat mir noch die große Massage gönne, bei der ich schonmal war. Hmmm wie bring ich denn dann mein Geld los (haha) zum Thema „mir was gönnen“ bzw. „jemand tut mir mal was gutes-auch wenn ich dafür bezahlen muss“… ich glaub derzeit ist mehr Essen gehen/holen dran. Oder Haarentfernung, das is auch nicht sooo teuer….

– gedacht: Schön, manche Dinge (leider die wenigsten) lösen sich von selber…

– gefunden: Einen Zettel in meiner Handtasche, da habe ich mal drauf notiert: Künstler sind Menschen, denen zu selten zugehört wurde. Also schaffen sie sich mit anderen Mitteln Ausruck. Keine Ahnung woher das war.

– Urlaub daheim: Ja so ganz funktionierte das nicht. Is ja auch logisch. Man macht dann doch die Wäsche, dann kam Post von ner Behörde wo ich mich drum kümmern musste. Der Müll ging auch nicht von alleine raus. Aber so das bewußte: Jetzt ist mal Ruhe/Entspannung und ich denke nicht an 1000 Dinge sondern nur an dieses Buch das ich jetzt in der Hand halte…naja das muss ich so oder so weiter üben…

– Einsamkeitsfähigkeit. Neu gelerntes Wort. Und dazu zwei Sätze von Odo Marquard:

Wer – einsamkeitsunfähig – mit all seinen Lebensfragen alle erreichbaren Mitmenschen dauernd behelligt, kommuniziert nicht, sondern sondern wird als krankhafter Fürsorgefall unerträglich.“

„Wer stets nur mit gelingender Superkommunikation zufrieden ist, verurteilt sich selber zur Einsamkeit;(…)“

Die haben mich schon getroffen, weil ich merkte, dass bin ich, das hab ich auch sooft erwartet: Das der andere mir zu 100% in Kram passt. Also das Gegenteil von Toleranz…uhhuuuhhhhh-….ich glaub ich muss lernen zu unterscheiden: Welches Verhalten des anderen schadet mir und wie will ich damit umgehen (es gibt ja noch andere Möglichkeiten außer Kontaktabbruch, wobei ich da eh nie sooo leichtfertig damit umging, also da muss schon einiges passieren) und welches Verhalten des anderen find ich komisch/eklig ect. hat aber mit mir direkt nicht soviel zu tun und ist jetzt auch nicht extrem rassistisch, schräg, abwertend. Z.B. letztens mit A. kamen wir irgendwie drauf, dass er die Maueröffnung 1989 nicht so tolle fand. Haben kurz drüber geredet, aber muss ich jetzt nicht bis aufs Ende diskutieren oder ihn von meiner Sichtweise überzeugen…

– gefunden: Unter diesem neuen Aspekt ging ich so paar Leute durch, die ich mal kannte und da fiel mir T. ein. Warum eigentlich nicht, er bietet mir das was ich gerne hätte und ja einiges find ich nervig an ihm aber nun so ist das halt…So, nur wie find ich jetzt seine Tel.nummer? Ich fand sie, freute mich riesig, schrieb ihn an und bekam prompt Antwort, was mich noch mehr freute. Wir trafen uns dann auch und es war eine gute Entscheidung!

(als mir die Nachbarin sagte, dass wir ja heute Vollmond haben, warum sie also schlecht schlafe, musste ich fast laut los lachen. Jetzt war mir klar, warum ich genau da Lust auf T. Hatte, ich bin an manchen Vollmonden…naja lassen wir das :-))

– wasn Glück: War zu Fuß unerwegs. Es sah null nach Regen aus. Ich kam daheim an, ging in die Wohnung, sah ausm Fenster und stellte fest: Es schüttete wie blöd! Ochja Glück muss man mal haben.

– Angst: das mit der Angst ist komisch. Ich erinnerte mich an meinen damaligen Tankstellenjob. Nach der schulischen Einweisung im Allgäu hatte ich am nächsten Tag meine erste Schicht. Und saß zitternd da. Ich wunderte mich, lachte und zeigte meinem Kollegen belustigt was ich grad für nen Flattermann habe. Es war eine rein körperliche Angst, ich hatte nicht den Gedanken: hoffentlich kann ich das, hoffentlich schaffe ich das usw. Aber, man sagt ja immer, der Körper merkt sich mehr und spricht eine deutliche Sprache…trotzdem seltsam.

– genossen Maja, die Hundeflüsterin. Diese Frau hat so eine wahnsinnige tolle ruhige geerdete Ausstrahlung. Stundenlang könnte ich der zuhören/zuschauen. Zum Glück gibts da viele Videos von ihr, wie sie mit ihrer tollen Art Hunden hilft und auch deren Sprache übersetzt (ob das alles so wirklich stimmt kann natürlich keiner sagen, wenn er nicht selber Hund ist, aber vieles klingt sehr schlüssig). Wer auch schauen mag: z.B. https://www.youtube.com/watch?v=lzoGYrYDpY4

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