Wochenrückblick 25. Oktober 2020

-gesehen: zwei ganz goldige Filme. Kinderfilme die so für die schon etwas älteren Kinder um die 10 Jahre alt sind. Das eine ist Sune vs. Sune und das andere Ich bin William (beide in der ARD Mediathek), es geht um alles was das Leben so bietet: Liebe und Freundschaft, Rivalität und Gaunerei, Ehrlichkeit und Schummelei, Tod und Irresein, Schein und Sein und natürlich darf die Phantasie und der Humor nicht fehlen.


Wenn ich an meine Zeit in dem Alter denke, war die spannend. Wir wohnten noch alle zusammen, mit den gleichaltrigen Nachbarskindern erfanden wir Geheimsprache und Geheimschriften, die Spiele wurden ernsthafter, man legte eine Art Intelligenzschub hin bevor die Hormone Samba tanzten und alles wieder über den Haufen warfen, man hatte so komische Gefühle gegenüber manchen Jungs, man fühlte sich wichtig. In der Grundschule gehörte man nun zu den Ältesten und das machte alles was mit uns. Mit Kinderkram wollten wir nichts mehr zu tun haben. In dieser Zeit spielte ich gerne, wenn ich alleine war, „Sekretariat“. Ich band Blätter zu Heften zusammen, schrieb (nur was weiß ich nicht mehr) und machte Tabellen und am liebsten zeichnete ich Landkarten grob ab oder erstellte selbst so ganz einfache Wegbeschreibungen wie sie oft auf Flyer zu Sehenswürdigkeiten zu finden sind. Das Gefühl am Schreibtisch zu sitzen gefällt mir bis heute.
Die vermehrte Selbstständigkeit die sich zu der Zeit entfaltete und die man uns zutraute fühlte sich einfach toll an. Selbst in ein Geschäft gehen, um von seinem Taschengeld was zu kaufen. Man fühlte sich schon ein wenig groß und erwachsen.
Ich wollte so gerne was eigenes damals haben: Ein eigenes Zimmer im Speicher, wie meine Schwester. Ich musste weiterhin im Flur schlafen. Das heiß ersehnte Zimmer stand voller Gerümpel und war voller Spinnweben und abgeblätterten Putz. Es gehörte offiziell niemanden. Genauso wie das Zimmer das meine Schwester bewohnte. Sie wohnte quasi schwarz drin. Was träumte ich mich in dieses Zimmer: Wie ich es herrichten und einrichten würde, mit den Blick gen Westen runter zum Hof. Wie ich mir Limonade kaufen und meine Freunde bewirten könnte. Einfach was Eigenes haben. Man verbot es mir, weil sich schon abzeichnete, dass unsere Familie auseinanderbrach. Als die Scheidung kam und wir wegzogen ist ein sehr großer Teil von mir in diesem Zimmer geblieben. Es ist was gebrochen, das nie mehr heilte.
Im neuen Haus bekam ich mein eigenes Zimmer, aber da war ich schon kaputt.

– festgestellt: Milchreis mit Mandelmilch gekocht plus Apfelmus, sieht aus wie Kotze und schmeckt wie Kotze

– geträumt: ein sehr passender Traum: ich befinde mich in einem sehr prunkvollen Raum, irgendwie kaiserlich-barock, darin Tische festlich gedeckt und geschmückt, an den Tischen lauter Leute die ich kenne und die sich das feine Luxusessen schmecken lassen. Und ich? Ich bediene und schaue das alle Schalen immer gefüllt sind, das alles schön und hübsch aussieht und sich alle wohl fühlen.

Genau. Und wo nähre ich mich? Im Traum denke ich noch: Naja da bleiben bestimmt paar Reste über. Genau: immer für alle anderen da sein und sich selber mit den Resten begnügen. Das ist mein Lebenslauf.

– auch geträumt: ich gehe in den Supermarkt und keiner trägt Maske..wie jetzt? Ist der Scheiß endlich vorbei…?? Es herrscht große Verwunderung bei mir.

– keine gute Idee: wegen der Wackeligkeit bot M. an mit mir spazieren zu gehen. Jetzt ist es so, dass mich sozialer Kontakt eh schon streßt und wenn es mir schon schlecht geht dann noch mehr. Und dann immer die Uhrzeit im Hinterkopf zu haben, einfach „Termin haben“ ist in solchen Zeiten ungut und dann: leider zuviel geredet. Mich kostet reden eh schon viel Kraft. Und dass ich mich selbst bei sehr guten Freunden nicht so zeigen kann, wie es mir gerade geht. Nein ich „spiele wieder mit“, was mich noch mehr auslaugt. Alles in allem, habe ich mich bedankt und weitere Angebote abgelehnt. Das ist mir keine Hilfe. Das beste ist einfach immer noch: Rückzug, keine Termin, nichts irgendwie müssen, ganz viel Ruhe.

– finanziell: boah diese Zahngeschichte hat mich diese Monat echt viel Geld gekostet…die Sedierung (nein da zahlt keine Kasse, nicht mal bei langjährigen Angstpatienten), einiges an Fahrtkosten und Rezeptgebühren (ok davon bekomme ich ein klein wenig wieder zurück), gut dass der Monat bald rum ist und meine Tiefkühltruhe voll.

– geärgert: meine Cousine mal wieder. War ja nett das die an mich dachte ob ich die Aromaöle möchte, sie kann die nicht so gebrauchen, sie kamen per Pot auch gut bei mir an und das schrieb ich ihr auch und sie dann: „Sorry dass kein Brief dabei war, aber bei Warensendung darf da wohl nichts anderes mit rein.“Echt jetzt? Die scheißt wegen den paar Cent extra da rum? Bei meiner Tante würds ich verstehn, die muss genauso sehr aufs Geld schauen wie ich, aber meine Cousine mit Hauskauf, Fernreisen (früher), jetzt 2x Urlaub im Jahr in Europa wegen Kind, neue Fenster und Heizung, zwei Autos, letztens erst ne Soundbar für 800,- ne sorry da kommt von mir kein: „ach macht doch nix!“, sondern ein: „ja ne versteh ich schon, so eine normale Sendung ist aber auch arschteuer.“

– war klar: dass die Zyklusstörung nicht nach 1 Monat vorbei ist. Also jetzt zu dem ganzen Tralala auch noch Frauentralala, nach nur 3 Wochen…man ej…

– menno: natürlich muss grad jetzt mein Blue-tooth-adapter kaputt gehen, wo ich nun fast nur zuhause bin und hin und wieder gerne Musik, Podcasts, Entspannungsübungen ect. hören würde. Klar über Kopfhörer geht auch, weil den PC will ich nicht immer an haben, trotzdem…:Murphy: Schleich dich!

– erleichtert, dass sich manche auf meine (erst kürzlichen) Jobanfragen erst gar nicht gemeldet haben. Sonst wär ich jetzt wieder da mit meinem schlechten Gefühl von ich kann doch nicht.

– Frage: fragt man einen Psychotiker eigentlich auch woher das kommt? (schlechte Gene, zuviel Gras geraucht whatever) oder einen Bipolaren? Ne! Aber wehe man sagt was von PTBS. Ah von einem Unfall? Was ist denn passiert? Was spielt das für eine Rolle? Nein Du Honk ich bin in zu kurzer Zeit zuvielen Arschlöchern begegnet! Oder: Ach nur Mobbing durch die eigene Familie seit Geburt an und dann noch häusliche Gewalt beim „Freund“ und einige sehr unangenehme Vorkommnisse bei so Medizinern wie Dir!?!

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