Positives

Damit es mir hier mal ein klein wenig besser gefällt, suche ich mal all die positiven Dinge zusammen, die dieser „Zwangsurlaub“ in einem Hotel-appartment hat:


Die Einrichtung hier ist wirklich schön, sieht sehr hochwertig aus und ist so gut wie neu. Keine Flecken/Kratzer sonstiges an den Wänden oder sonstiges abgewohnte Spuren. Es ist auch ruhiger, klar hört man mal die Zwischentür im Flur, aber eher gedämpft. Im Bad kann man sich normal bewegen ohne sich anzuhauen, die Dusche ist super mit großem Duschkopf.
Der riesige Park in 5 mins. erreichbar, ist sehr weitläufig und offen, genau das was ich jetzt brauche. Und dort gibt es unfassbar viele Hunde, denen ich beim spielen zusehen kann und es ist mir egal wenn ich dabei debil grinse. Jedenfalls seh ich mal was anderes, als meine Umgebung.
Auch wenn es mich erstmal streßt, dass soviel neu/anders ist, es ist auch gut für mein Hirn, so kommt es mal wieder etwas auf Trab. Und die andere Umgebung lässt mich auch anders denken: was will ich in Zukunft vielleicht mehr machen (oder weniger), was ist mir wichtig usw.? Es ist auch eine Zeit der Innenschau, des: raus aus dem gewohnten Fahrwasser, Dinge mal anders machen, auch weil ich nur das Tablet habe und es da weniger bequem ist lange zu surfen oder so. Das ist mal ganz gut so.
Ich habe viel üben und lernen dürfen (in geballter Form) was Abgrenzung und nach Hilfe fragen angeht. Aber auch im Umgang mit Menschen erfahre ich grad viel: bei wem kann ich mich mal wirklich anlehnen und ausheulen, bei wem mag ich nur noch oberflächlichen Kontakt, mit wem mag ich mehr machen. Das ist spannend, weil ich all das früher immer ausgeblendet habe weil „viel zu gefährlich“.
Ich muss mich viel bewegen, weil es weder eine bequeme Couch noch bequeme Stühle gibt (also für entspanntes rumfläzen nicht geeignet) und so muss ich oft meine Position ändern: mal am Boden, mal im Schneidersitz, mal auf dem Bauch liegend im Bett, mal seitlich aufgestützt…da merk ich, dass ich ganz schön eingerostet bin.
Und natürlich: ich liebe ab sofort meinen normalen Wohnort und weiß meine schöne Wohnung so richtig zu schätzen und wiiiieeeeeeee!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Da hab ich früher ganz schön auf hohem Niveau gelästert. Nunja, man lernt nie aus 😉

2 Kommentare zu „Positives“

  1. So betrachtet klingt es wirklich mehr nach Urlaub, als nach Zwangs-Urlaub. Was so ein Perspektivwechsel alles bewirken kann. Ich wünsche dir, dass du etwas von diesen Gedanken mit nach Hause nehmen kannst. 😊

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