Wie stabil bin ich?

Hatte mal wieder das alte Dilemma: Auftrag annehmen oder nicht. Wäre es gut durch die Angst zu gehen, damit die nicht größer wird (schau du schaffst das, Gedankenkarussel ist beendet ect.), wäre es gut dort zu arbeiten, um auch das Selbstwertgefühl zu stärken, mal wieder rauskommen, auf andere Gedanken zu kommen und natürlich Geld zu verdienen?
Oder wäre es schädlich und eine Überforderung? Habe schwer mit mir gerungen, weil quasi beide Waagschalen gleichviel wogen, aber ich habe dann doch abgesagt. Und danach drehte ich eine Runde mit dem Rad und dachte mir so: ich brauch ne Checkliste: Wie stabil bin ich? Weil das ewige hin und her und mich quälen: was ist richtig, was soll ich tun…nervt nur.
Das Problem ist halt, bei psychischen Sachen ist das schwieriger, als bei körperlichen. Da gibt es klare Parameter: Blutdruck, Blutzucker, generell Blutbild, Fieber, Durchfall, Schmerzen ect.
Also suche ich mal meine psychischen Parameter zusammen:
Schlafe ich gut? Wie hoch ist der Angstpegel, wenn ich das Haus verlasse oder in eine unbekannte Gegend gehe, tue ich genug Dinge die mir Kraft und Ausgleich geben, lache ich viel, esse ich zuviel Zucker (bei mir ein typisches Stressessen), habe ich zuviele oder zuwenige Kontakte, liegen bei mir viele unerledigte Projekte rum (z.B. schon lange ein bestimmtes Bild malen wollen oder endlich einen Termin bei einem Arzt ausmachen, etwas reparieren oder Fenster putzen).


Ich glaube das wäre gut und dann wie es Rilke in seinem Roman sagte: „Schau den Tatsachen ins Auge und nicht auf die Vermutungen.“
Woran merkt Ihr, dass Ihr grad nicht belastbar seid oder es Euch eben psychisch nicht gut geht? Oder generell noch Ideen dazu?
Über Eure Gedanken würd ich mich freuen 😉

6 Kommentare zu „Wie stabil bin ich?“

  1. Guuute Idee! Ich bin gerade stationär und frag mich das hier ständig. Ist das jetzt zu viel oder nicht? Hab ich mich gefordert oder überfordert?
    Falls du für dich fixe Punkte gefunden hast, interessiert mich das. 🙂
    Ich kann die Frage für mich noch nicht klar definieren.

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    1. Grüß Dich, oh bist Du in einer psychosomatischen Klinik? (kannst auch gern per Mail beantworten). Ja die Parameter zu finden is echt schwierig, aaaber mir viel ein, sich vielleicht so einen Diagnosefragebogen zu holen , und diese Fragen zu beanttten oder nur die wichtigsten. Im Moment mach ich das übern Körper: gut geschlafen? Schaffe ich locker eine Radrunde von 10km, ohne danac 2 tage flach zu liegen, wenn JA—nicht arbeiten 😉 Viele Grüße

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      1. Hey, ja. Psychosomatik. Letzten Sommer schon und nun nochmal, weil hier was möglich ist.
        Ich hab meinen alten Krisenplan rausgekramt. Ganz vergessen, dass ich das schon mal hatte. Da habe ich meine Frühwarnzeichen festgehalten, Maßnahmen zur Stressreduktion und hab wann ich über einen stationären Krisenaufenthalt nachdenken sollte.
        Muss den jetzt nur anpassen. Symptome haben sich verändert und sind weniger geworden.
        Viele Grüße

        Gefällt 1 Person

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