Wochenrückblick 3.Juni 2022

– Tagesplan machen: auch so ein hilfreiches Werkzeug. Ich kann mir eigentlich gut Struktur geben, wenn ich es nicht vergesse. Ich darf eher lernen, diesen Tageslan ENTSPANNT anzugehen (oder auch mal nur rumgammeln)und nicht wieder wie ein Soldat in Eilgeschwindigkeit alles abarbeiten, egal wie es mir geht. Am Dienstag habe ich das schon geübt in dem ich einiges eledigt habe, dann noch wo hinfahren wollte und auf dem Weg dahin gemerkt habe, nö ist zuviel und umgedreht bin *schulterklopf*.
Stattdessen fuhr ich in den Park und saß auf meiner Lieblingsbank,auf der ich viel zu selten sitzen. Auch das möchte ich ändern. Und wchtig: auf den Tagesplan auch schöne, entspannende Dinge aufschreiben

– Lieblingsbank: die liegt nämlich ideal: auf einer kleinen Anhöhe aber abseits vom Hauptweg, so dass ich einen guten Blick über den Park habe, im Rücken Hecke und Gebüsch was sich für mich schützend anfühlt, davor einige alte Apfelbäume die ein wenig Schatten spenden, aber noch genug Sonne übrig lassen und natürlich ist es dort ruhig, keine Straße kein nix und abundzu laufen am unteren Weg Hunde vorbei oder spielen auf der Wiese nebenan, was ich natürlich toll finde und denen gerne zuschaue. Also: öfters da hinsetzen, gern auch mit Buch und ent-spannen.

– abgesagt: wollte ich eigentlich hier nicht mehr thematisieren, dass ich einen Arbeitsauftrag mal wieder abgesagt habe (bin halt stur und wills immer mal wieder probieren), aber es ging mir eher mit dem Umgang damit: Locker und ohne Schuldgefühle. Ich meine, Grönemeyer sagte grad seine ganze Tour ab, wie geht der damit um? DAS is ja echt mal ne Hausnummer.

– also Zu etwas (Arbeit) NEIN gesagt und JA, zu mir, zum bei mir sein-weiterüben, zum Kräfte sammeln, Zeit zum hinfühlen: was mag was brauche ich. Und immer wenn ich das geschafft habe, wieder in der guten Selbstfürsorge anzukommen,merke ich das auch an meiner Umgebung: es kommen mehr Nachrichten von Bekannten/Freunde, es tun sich neue Dinge auf. Diesesmal half ich einer älteren Dame beim Fahrkartenkauf (schon lange fragte mich keiner mehr, anscheinend hab ich so eine Mauer ausgestrahlt). Gerne half ich ihr, sie war ganz begeistert von mir und wußte gar nicht wie sie mir danken sollte. Ganz herzlich. Dann wollte mich ein Mann an der Kasse vorlassen, der Apotheker scherzte und flirtete mit mir usw.

– Magenspiegelung: Ja so schnell kanns gehen. Da der Magen weiter arge Probleme macht, rief ich doch mal beim Doc an und die Arzthelferin meinte: „Morgen hat gerade jemand abgesagt für eine Magenspiegelung.“ Gut, das wollte ich nicht unbedingt, aber hey man muss die Feste fallen wie sie feiern oder so. Da ich seit Jahren damit rum tue, wärs vielleicht mal nicht schlecht doch reinzuschauen und besser gleich morgen als wie erst in 14 Tagen. Sonst hab ich 14 Tage Streß, also obendrauf zum normalen. Und auch gleich um 8h in der Früh. Also noch schnell Fahrdienst organisiert fürs abholen. Es war gut, dass ich die letzten Tage den Kontakt zu mir wieder weiter geübt habe, so war ich gut bei mir und jeden Impuls was zu sagen ließ ich freien Lauf: Da was fragen, da um was bitten. Nur Kleinigkeiten, aber DIE machens aus, um mich sicher und eigenmächtig zu fühlen in einer Situation wo ich ja die Kontrolle abgeben muss.
Dank dem Lyrica konnte ich gut schlafen und fuhr recht gelassen hin, um dann bei den ganzen Vorbereitungen: Blutdruckmanschette anlegen, Zugang legen usw. doch mal kurz in Tränen auszubrechen, da war dann die Anspannung doch zu groß, aber ich konnte mich wieder beruhigen bevor ich in die Kurznarkose fiel (das glaube ich ist für das Körpergedächtnis ganz wichtig, dass da nix stecken bleibt an Stress), später im Aufwachraum nochmal kurzes leichtes weinen (was ich schon kenne, nochmal Anspannung loswerden) und dann wars auch gut. Das medizinische Personal war nett und sehr zugewandt. Klar den ganzen Tag läuft man noch beschwippst durch die Gegend, aber macht ja nix. Medizinische Sachen sind bei mir große Trigger, weil bei mir schon sehr oft was schief ging. Dieses Mal nicht. Sehr schön. Und auf den ersten Blick wurde auch nix im Magen gefunden. Dachte ich mir fast schon, aber jetzt weiß ich es wenigstens sicher.

– Freitag. Wie singen die Toten Hosen so schön: „Scheiße, das war heut nicht mein Tag!!“ Ja aber volle Kanne. Wollte ins Freibad, hatte aber in der Früh schon irgendwie ein ungutes Gefühl, so ala: sollste wirklich? Is der Angstpegel grad so niedrig, dass das geht? Wär nicht allein in den Wald oder nur radeln oder so besser? Ich habs weggeschoben und bekam prompt die Rechnung: Nach 10 Minuten Bahnfahrt, ging nichts mehr. Betriebsstörung. Nach 30 Minuten gings dann weiter, ich stieg aber bei der nächsten Haltestelle aus, (nach langem hin und her überlegen was ich mache: Nur irgendwo nen Kaffe trinken und wieder heim? Ins Hallenbad, das näher liegt?..ect. Ich entschied mich für: Heim. Irgendwo noch Kuchen mitnehmen. Meine Laune war so dermaßen im Keller, wie selten. So aggro, dass ich mir einen Boxkampf wünschte und der telefonierenden Frau hinter mir, am liebsten ihr scheiß Smartphone in ihr großes Maul…ja gut lassen wir das. Auf jeden Fall: Ganz schlimme Laune. Vermute PMS (gilt das eigentlich auch strafmildernd?). Also ist heute Introtag. Ich darf alles machen, was mir gut tut, und wenn es ein kitschiger Weihnachtsfilm ist, den ich mir anschaue. Ich will nur zusammengekugelt rumliegen. DAS IST IN ORDNUNG!

In diesem Sinne: Frohe Pfingsten !! (da ich ja an solchen Feiertagen eh ungern unterwegs bin, weil zuviel los, noch dazu da das Wetter super werden soll, bin ich ganz froh Frauenzeit zu haben und „berechtigt“ zu Hause zu bleiben oder nur kurz unterwegs sein zu wollen

2 Kommentare zu „Wochenrückblick 3.Juni 2022“

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