Wochenrückblick 28. Oktober 2022

– erschreckend: letztens war ich bei ner Freundin, wir quatschten den halben Nachmittag und irgendwie kamen wir auch auf das Thema Arbeit und im speziellen meine Tätigkeit als Fahrerin für sehbehinderte Schulkinder. Ich habe wie ein Automat das getan, was von mir verlangt wurde. Egal wie lang die Strecke war, egal, das ich um kurz nach 4 Uhr morgends losfahren musste, egal welcher Lohn, ich habe es gemacht, ohne zu hinterfragen. Außer es war offensichtlich: Die vorherige Chefin meinte, sie brauche mir keinen Lohn zahlen. Sie log mich an. Als nach zwei Wochen immer noch kein Geld da war, verweigerte ich die Arbeit. Sie kündigte mir. Aber wenn einer nett war und mich irgendwie einwickelte, hab ich alles gemacht. Bei der nächsten Chefin bekam ich eine Monstertour (wie gesagt 4.20 Uhr ab auf die Autobahn) für eine Tagespauschale von 50,-. Das war faktisch ein Stundenlohn unter 10 Euro. Für die massive Verantwortung Kinder zu fahren.
Meine Coabhängigkeit funktionierte noch: Ich tue was von mir erwartet wird, ohne es zu hinterfragen: ob ich das kann, ob ich das schaffe täglich 400km Auto zu fahren, ob das ein gerechter Lohn ist, ob ich das will, das ich in meiner Freizeit das Auto zur Werkstatt brachte (und da musste es bei 400km tägl. ja oft hin), das ich eigentlich nicht in die Werkstatt will, weil das ein schmieriger Typ war, der mich immer ewig warten ließ, mir grottige Ersatzautos gab und mich einmal dafür benutzte seine Freundin eifersüchtig zu machen, von der ich mich auch noch anschreien lassen durfte, nur weil ich mit in seinem Auto saß ect.
Während die Chefs gut abkassierten, in den nobelsten Staddteilen Münchens in ganz schicken Wohnungen residierten. Wie das halt so ist…
Nein ich habe mich noch hart verurteilt, als mein Körper streikte und diese immense Ausnutzung nicht mehr mitmachen wollte. Ich vergebe mir selbst.

– genossen: Die Fürsorge dieser Freundin: Sie holte mich ab und brachte mich wieder heim und dazwischen verköstigte sie mich mit unglaublich leckerer Kürbissuppe und Holzofenbrot und danach einen Cappuccino und Zwetschgendatschi mit Sahne.

– unterschiedliche Sicht: ich schrieb mit einem Mann der für eine evtl. Affäre in Frage kam. Er schrieb nett, sah gut aus, hatte Humor, nur das mit dem Treffen wurde schwierig. Ich machte einen Vorschlag ob wir uns am Abend bei XY auf ein Sonnenuntergangsbier treffen wollen. Das schrieb ich mittags, es kam keine Antort mehr (obwohl er sonst innerhalb von 30mins immer antwortete) erst spät abends, die Sonne war schon längst auf der anderen Seite der Erdkugel, kam ein: Sorry war bei meinen Eltern. Die armen haben wahrscheinlich kein Internet und leben in einem Funkloch. Naja gut. Wir einigten uns auf den nächsten Tag auf einen kleinen Spaziergang, Ort und Treffpunkt war ausgemacht, doch 30 mins vorher sagte er ab. Mit einer fadenscheinigen Ausrede. Aha. Ein Schreiberling. Der einfach heiß schreiben und sich daran aufgeilen will. Is ja nix verwerfliches, wär halt nur fair, wenn man das vorher weiß. Aber…Männer. Das interessante war, ich erzählte das zwei befreundeten Männern und beide nahmen den Typen in den Schutz: vielleicht war wirklich viel Arbeit noch da usw. Anders als zwei Frauen denen ich das erzählte: wer weiß was dir mit dem sonst passiert wäre, vielleicht ist es gut, dass es nicht zu einem Treffen kam.
Da fällt mir was ein was ich letztens las: Frauen haben keine Angst vor Dunkelheit, vor enge Tunnel, vor verlassene Parks, sondern vor Männern. So wahr. So traurig.

– Übung die 1.: und wieder passierte mir das: Ich hatte einen Termin (der sehr schwer zu bekommen war), aber hatte nicht so recht die Motivation dafür, außerdem müßte ich 140,- bezahlen, absagen wollte ich irgendwie auch nicht, dass man den Termin verschieben kann, fiel mir nicht ein, bot man mir dann aber an. Ahhhhh! Is zwar dann erst im März, aber das fühlt sich genau richtig an 😉

– Übung die 2: nach so hochtourigen Wochen wieder langsamer und weniger machen. Unruhe, das Gefühl was zu verpassen und noch so einiges: aushalten.

– Übung die 3.: Schwierige Männer meiden. Früher haben mich diese magisch angezogen. Da war mal wieder einer: Wir chatten schon ne Weile, eher auf Kumpelebene, weniger Flirt, er fragte dann mal nach einem Treffen ich stimmte erst zu, sagte dann ab. Es gingen (wow mal rechtzeitig!) die Alarmglocken an: Sehr viel Alkoholkonsum, frühere Heroinabhängigkeit, vermutlich auch weitere Drogen, hat derzeit keine Krankenversicherung (obwohl er angeblich Arbeitslosengeld bezieht), total chaotisches Leben früher mit vielen Umzügen, Jobs, Ausbildungen..und es scheint, als ob sich das nicht beruhigt, jetzt wieder was neues angefangen usw.

– Affirmationen: helfen mir weiter ganz gut, das eine: Du machst genug! Bremst mich wenn ich wieder süchtig nach neuen Aufträgen ect. suche. Und das andere: Du machst das super, beruhigt mich.

– Internetanschluß: mein alter Vertrag wurde mir gekündigt, weil der so nicht mehr angeboten wird und es inzwischen auch schnellere Leitungen ect. gibt. Das neue „Angebot“ war in meinen Augen keines, zumindest nicht für langjährige Bestandskunden. Neukunden schmeißt man alles mögliche hinterher, aber die alten haut man übers Ohr. Ich rief dann, an ich bekam einen anderen Vertrag, nur 5,- mehr im Monat als jetzt plus neuen Router. Naja so zufrieden bin ich eigentlich nicht damit, hab aber a) im Moment keine Nerven weiter zu suchen und b) weiß man nie wie zuverlässig ect der neuen Anbieter ist. Also hab ich den Vertrag halt jetzt für 2 Jahre und dann schau ich da einfach weiter.

– Zahnreinigung: meine Zahnärztin sprach mich auf die professionelle Zahnreinigung an. Die letzte ist glaub über 4 Jahre her. Kostet aber halt auch 120,-. Sie hätte zwar eh erst Termine im Januar gehabt, aber da will ich das Geld für was anderes ausgeben. Dann fand ich die Anzeige einer Studentin. In der Zahnklinik bekommt man die PZR kostenlos, dafür muss man mehr Zeit mitbringen, weil die ja noch nicht so schnell sind und ein anderer Arzt nochmal gegen checkt usw. Es war eine ganz liebe Frau und sie machte das echt gut. Klar für mich trotzdem immens anstrengend, weil Arzt und dann noch Zahnarzt und alles fremd usw. aber es ging gut. Aber wie immer: Der Anamnesebogen fragt NUR körperliche Beschwerden ab. Und als die Studentin meinte: „och Sie sind ja ganz gesund!“ kam ein zögerliches NAJA von meiner Seite und der Hinweis auf die Psyche. Und wie immer kam ein beschwichtigendes: „ich schau ja erstmal nur!“ zurück. Wenigstens fragte sie ob SIE  irgendwas diesbezüglich beachten soll. Immerhin! Als ich meinte, dass es schonmal vorkomme, dass ich zucke, das hat aber nichts mit Schmerz zu tun sondern mit der Anspannung, winkte sie wieder nur ab. Alles nicht so schlimm. Ach mei…einmal ernstgenommen werden, das wärs. Für mich ist dieses ansprechen auf Zuckungen wichtig (was ich nun erst das 2.Mal machte!) weil ich es mich  entlastet, ich merke, ich muss mich nicht auch noch zusammenreißen indem ich total still bin, oder mich schämen dass da mal das Bein zuckt und ich irgewie „auffalle“.
Und jetzt freu ich mich an den deutlich schöneren Zähnen! Außerdem war es gut nochmal 2 Meinigungen extra zu hören, bezgl. eines Zahnes, wo ich nicht recht weiß was ich da machen soll.

– genossen: das warme Wetter. Das tut mir noch soooo gut!

– Massagematte: Die Stretchingmatte wurde im Bloggerdorf schonmal erwähnt und begeistert weiter empfohlen. Ich suchte eigetlich was anderes im Internet und kam dann auch zu dem Vorschlag dieser Matte. Und sogar mit Heizfunktion. Und da es gebrauchte, aber neu gewartete mit 2 Jahre Garantie waren, kostete sie auch nur 150,- statt das doppelte. Ich nahm sie. Mit  30 -Tage-Rückgaberecht kann man nichts falsch machen. Aber ich behalte sie. Ich bin nach 6 Tagen (sie hat 6 Programme also gabs jeden Tag ein neues) schon süchtig. Und die Wärme im Rücken gibt ein Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit! Unbezahlbar

Eigene Entscheidungen

Täglich den Spruch des Tages von der CODA-Seite zu lesen, tut mir gut und hält mir meine alten Muster vor Augen, so dass ich besser auf mich aufpasse und nicht in die coabhängigen Verhaltensweisen rutsche. Oder schneller diese wieder lassen kann.

Der heutige lautet:

Nun, da ich von Co-Abhängigkeit genese, treffe ich Entscheidungen für mein Leben danach, was für mich richtig ist, nicht danach, was ich nach Meinung anderer tun sollte. Ich weiß, was meine Werte sind. Ich entscheide, wie ich meine Zeit verbringen möchte und lebe nach diesen Werten. Ich habe klar definierte Ziele. Ich bin erwachsen und in der Lage, für mich zu sorgen und meine eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. Durch meine bewussten Entscheidungen komme ich meinen Zielen und der Erfüllung meines Lebens näher.

Wochenrückblick 22.Oktober 2022

-Zwickmühle: ich wollte weder das eine, nochd as andere, bzw. brachte ich das andere nicht übers Herz. Wenn man meint es gäbe nur 2 Möglichkeiten und beide sind doof. Und dann tut sich eine 3.Möglichkeit auf und alles ist gut 🙂 Ich bin froh und erleichtert.

– letztens in einem Blog gelesen: „im eigenen Rhythmus zu leben, ohne zeitliche Vereinbarungen“ JAAA das brauche ich auch, wie die Luft zum atmen. Klar nicht immer und um ein paaTermne/Vereinbarungen in der Woche bin ich auch froh, weil es Halt, Orientierung und Struktur gibt.
Letztends meinte eine Bekannte, dass sie auf Dauer nicht mehr als 3 Termine pro Woche packt. Sowas in der Art hatte ich mir auch mal als Rahmen gesetzt. Das werde ich im November auch wieder beherzigen und Anfang nächsten Jahrea auch. Der Dezember is ja eh immer „außer der Reihe“ mit den Feiertagen.
Ich habe mich sehr lange nur im Außen orientiert, getan was man (vermeintlich, von mir erwatete) und ich erfüllte das ohne zu hinterfragen. Ich hatte mich komlett selbst verloren.
Und ich bin sehr foh, dass die Rahmenbedingungen (EU-REnte et.) mir nun ermöglichen mein Leben zu leben und ja das ist ein großer Luxus und ich weiß das zu schätzen. Das sah diese Woche so aus, dass ich Montagfrüh auf die andere Seite Münchens fuhr und einen Waldgarten besuchte. Allerlei Bäume aus ganzer Welt. Große kleine dünne dicke und einige Mammutbäume. DIe ich ja liebe. Diese wraen „erst“ 120 Jahre alt aber schon sehr goß. Wnderbar entspannend. Ich wollte dann noch zu einem Fluß, aber wegen einer Baustelle kam ich nicht dahain. Schade, aber das hole ich nach.
Klar sagte dann ein Bekannter: Du hast ein Leben! Nicht sehr mitfreuend, eher neidisch. Und ja jetzt genieße ich mein Leben, endlich! Nach soviel Leid, Schmerz und Krankheit. Er hatte eine andere Vergangenheit, ruhiger, in geordneten Bahnen, mit gutem Verhältnis zu den Eltern, keine große Snchicksalsschläge, berufl Karriere und sehr gutem Gehalt. Bald fährt er für 2 Wochen mit dem Kreuzfahrtschiff in der Karibik herum. Es sei ihm gegönnt!
Man kann Leben nicht miteinander vergleichen

-Bewußtheit: je öfter ich bei mir bleibe und schaue was ich so an Gefühlen/Bedürfnissen habe, desto öfter fällt mir was auf: z.B. ein Anflug von guter Laune und wie im Reflex wird die utnerdrückt: darf nicht sein. Oder nachmittags/abends: spontan habe ich den Drang rauszugehen, egal ob zu Fuß oder mit dem Rad, egal ob flanierend oder lange spazierend, einfach aus Spaß und auch hier schnellt regelrecht ein: NEIN! hervor. Als ob ich ab 12 Uhr das Haus nicht mehr verlassen dürfte.
Zum einen hat da meine Familie gute Arbeit geleistet, in der mein eigener Wille recht ungern gesehen und somit sehr oft unterdrückt wurde und zum anderen hat das mein damaliger Freund 1,5 Jahre lang dann perfektioniert. Da durfte ich erst recht nicht was ich wollte: Auf der Couch bleiben, statt ihn vom Bahnhof abzuholen? Samstag keinen großen Hausputz veranstalten sondern ausschlafen oder lange frühstücken? In die Badewanne gehen oder bei einer Freundin übernachten? Undenkbar. Das gab tagelanges ignorieren, eisiges schweigen und Liebesentzug! Und wenn man zusammen wohnt, wird das sehr sehr unangenehm.
Mühsam habe ich mich da raus gekämpft, aber immer wieder ploppen solche Altlasten hoch. Ätzend.

– was mir gut tut: abschalten. Ich konnte das nie oder nur sehr schlecht oder auch nur erzwungen durch Krankheit, massive Erschöpfung ect. Das grübeln stoppen. Denken kostet viel Kraft, das Gehirn verbraucht viel Energie! Mit Sternzeichen Stier bin ich ja schonmal ein Wiederkäuer und Aszedent Krebs eher zurückgezogen und da kann es schon vorkommen (wenn ich nicht aufpasse) dass ich zu sehr im eigenen Saft schmore.
Man kann das innerlich abschalten/entspannen üben und trainieren wie einen Muskel. Und dann kann man es auch schneller und kürzer abrufen, wenn notwendig. Das erfahre ich derzeit selbst und es ist toll das zu machen und das Ergebnis zu erfahren!

– Gute Tat der Woche: ich stehe an einer sehr vielbefahrenen großen Straße mitten in München, von fern höre ich ein Martinshorn auf die Kreuzung zurasen. Die Fußgängerampel wird grün, ich bleibe stehen, sehe aber gegenüber wie sich ein altes Ehepaar, gegenseitig untergehakt, langsam und mühsam auf den Weg macht um die Straße zu überqueren. Nie und nimmer können die „mal eben schnell“ Platz machen für den Notarztwagen der immer näher kommt. Ich schreie: Vorsicht! Und als der Mann zu mir blickt brülle ich ein lautes STOP! hinterher und deute mit der Hand Richtung Blaulicht. Die beiden bleiben stehen, warten, als wir aneinander vorbei gehen strahlt mich der Mann mit einem DANKE! an. Alles gut gegangen

Wochenrückblick 15. Oktober 2022

– Stärke: man soll sich ja auf seine Stärken konzentriern und nicht auf seine Schwächen. Gut. Eine meiner Stärken: ich kann astrein und lückenlos den Erwartungen der anderen entsprechen. Finde den Fehler.
Und es ist so befreiend aus diesem Muster mal auszubrechen: nicht nett sein, nicht helfen, grantig schauen, „unweiblich“ stylen etc.

– super Tag: Montag: ich stand am Bahnhof, wartete auf die Bahn und irgendwie beschlich mich immer mehr das Gefühl, dass das grad zuviel ist. Also kurzerhand umgedreht und durch den heimischen Park gelatscht. Dort in der Sonne über eine Stunde gesessen (meine Nerven dankten es mir sehr!) dabei ein wenig gelesen und ich hatte nach langer Zeit mal wieder richtig kreative Ideen. Also schnell heim und mit demRadl in Baumarkt. Mich dort neu eingedeckt mit Material und daheim gleich losgelegt. Das tat so gut. Das war so erfüllend!

– scheiß Tag: um das Glechgewicht zu halten, war dafür der nächste Tag ultradoof: wieder stand ich am Bahnhof und es kam und kam keine Bahn. Nach 40 Minuten kam eine, aber auf der stand eine Endstation die mir nichts nützte. Die Bahn fuhr nur noch 4 Stationen, dann war Ende. Ich brauchte aber mindestens 8. Wieder drehte ich um. Diesmal aber sauer und enttäuscht. Ich wollte doch endlich mal wieder schwimmen gehen. Und danach noch was aus den Kleinanzeigen kaufen. Vor lauter Wut holte ich auch dieses Mal mein Radl und drehte eine sehr große Runde. Und sortierte mich innerlich wieder, was ich jetzt mit dem Tag mache, was erledigt werden soll oder wonach mir ist.

– unspontan: ich kann mit so massiven Planänderungen tatsächlich sehr schwer umgehen. Ich bin dann ersmal völlig perplex, kann nicht klar denken. Muss mich erstmal in einen ruhigen Raum zurückziehen (am besten zuhause) und dann schauen wie es weitergeht. Ich kann auch keine schnellen Entscheidungen treffen. Ich denke zuviel und verhedder mich in meinen eigenen Gedankengängen. Zum Glück kommt das nicht oft vor, aber ich merke immer mehr, wie sehr mich sowas unvorher gesehenes stresst und aus derBahn wirft

– Struktur: endlich wieder eine passende feste Arbeitsstelle gefunden. Wurde nun auch Zeit und ich merke wie gut mir das tut: zu wissen wo ich hinfahren muss, was mich erwartet und wie es da aussieht und was ich zu tun habe. Ja etwas mehr Ruhe diesbezüglich brauch ich jetzt schon wieder und bin nun über die neue Situation sehr froh.

– großes Glück für kleines Geld: 5,50€ kostete mich ein schöner Tag: 2,50€ für den Cappuccino unterwegs, normal trink ich in der früh zuhause normalen Milchkaffe, aber am Freitag hatte ich so richtig Lust auf einen guten Cappu und da ich weder Espresso noch eine gute Maschine habe, gönne ich mir sowas hin und wieder unterwegs. Und da ich todmüde war, war er gleich doppelt gut. 3 € fürs Hallenbad, endlich wieder schwimmen, nach 4 Wochen und das beste: total wenig los, ich hatte fast das Becken für mich alleine. Ja das Wasser is schon arg kalt (Energiesparmaßnahme) aber es geht noch. Aber ich habe gemerkt: Beim schwimmen nicht sparen, nehme normal ja den Kurzschwimmertarif für 1,5 Std. aber ehrlich, den einen Euro (!) mehr für unbegrenzt, das lohnt sich bei mir, ich will in Ruhe duschen und herrichten und ich inzwischen so fit bin, das ich locker eine Stunde manchmal mehr schwimmen will.
Danach herrliche Entspannung und erstmal tief und fest schlafen. Wonderful!

– zufrieden: im großen und ganzen gehts mir gut. Ich mache viel was „meins“ ist und das ist das beste Rezept für Zufriedenheit und Gesundheit wie ich meine!

Hurra Wochenende!

Am Anschlag. Und ich kann meine Grenze akzeptieren. Nach jahrelagem ringen warum „so wenig“ an Arbeit/Aktivität möglich ist, kann ich jetzt sehen, dass mich vieles, was „nebenbei“ läuft und anscheinend „nicht viel ausmacht“ für mich eben doch anstrengend ist. Öffentliche Verkehrsmittel benutzen IST für mich anstrengend, mal mehr mal weniger.Mit unbekannten Leuten bezgl. Arbeit schreiben, telefonieren, verhandeln IST Anspannung. Dann natürlich die Arbeit selbst. Dazu dann Dinge außerhalb der Reihe wie Zahnarztbesuch, „Tage“, Wetterumschwung. Und eben dass ich meine Dinge nicht aus dem Blick verliere: Sport, Natur genießen, Kunst anschauen/machen…
Die nächsten Tage sind frei. Ich freue mich tierisch drauf. Loslassen, kein innerer Antreiber, Energie tanken. Leerlauf um aus der Reizüberflutung rauszukommen. Viel schlafen.

Im übrigen war das gar kein großer Akt bei der Zahnärztin dass ich da nochmal erschien, „weil da doch was ist“. Das is ja das gute: Zahnärzte sind da um Zahnprobleme zu lösen und nicht zu rätseln warum mir das nicht früher aufgefallen ist. Wir gingen Stück für Stück alles durch, eine sehr genaue, achtsame Diagnostik, leider kam nicht so wirklich was dabei raus. Sie hat mir jetzt mal ne Creme mitgegeben, ich werd für Entspannung und Wärme sorgen (weil ich doch auch noch die Verspannung noch im Blick habe) und dann schaun wir mal. Weil Brücke runter machen ect. das große Besteck sozusagen, kann man immer noch machen. Ich hoffe aber nicht, ich habe weder auf den Streß noch auf die Kosten Lust.

Erklären…

Das mit der psychischen Befindlichkeit anderen begreiflich zu machen, die das absolut nicht kennen, ist ja schwierig. Zum Glück bin ich schon davon abgekommen, dass es der andere verstehen muss. Weil: es macht keinen Unterschied. Klar ist es angenehmer, wenn man gesehen und verstanden wird. Aber die Leute die mir wichtig sind, die wissen um was es geht. Auch wenn sie es vielleicht nicht ganz verstehen/nachvollziehen können, haben sie zumindest Verständnis. Auch schon viel wert.


Was aber, wenn es schon gut wäre, wenn der andere es versteht, was bei Traumfolgestörungen so abgeht, aber nicht so den Plan davon hat?
Gerade bei Zahnärzten ist das meistens so. Selbst Praxen die groß mit „für Angstpatienten“ werben, meinen damit, dass es halt dann reicht,  einen beschwichtigenden Satz zu sagen und ein buntes Bild an die Decke zu hängen.
Bei mir ist es nun so: ich kann potenziell gefährliche Dinge sehr verdrängen und weiter funktionieren. Bis ein Auslösereiz kommt und ich mir dessen gefährliches Ding bewußt werde. Ich habe verdrängt, dass an der Zahnbrücke was nicht ok ist. Es glitt mal kurz in mein Bewußtsein, ich dachte aber, das kommt von der Verspannung. Jetzt war ich ja bei der Kontrolle und als die Ärztin da mit dem Luftpuster hin pustete wars vorbei mit verdrängen. Seitdem tuts dauernd weh. Klar ruf ich nach dem Feiertag dort an. Aber wie der Frau erklären, warum ich ihr das nicht damals schon sagte, dass da was ist….
Naja. Ich hoffe, dass es schnell behoben ist. Das ist eigentlich mein größeres Problem, als das was sie nun von mir denkt.

Rapunzel´s Turm

(K)PTBS für Anfänger, Fortgeschrittene und Angehörige

TRAUMALEBEN

Leben mit Entwicklungstrauma / komplexer PTBS & Traumafolgestörungen

Al-Anon Blog

Deutschsprachige Beiträge und Informationen zu Al-Anon

minchen‘s blog 

über psychisch kranke Eltern

galgenzork

chronisch

Hanni hat Heimweh

Auf der Suche nach Ruhe und Sicherheit, aber leider nur stark im Auffinden von Chaos und Gespenstern.

Sick Girl

Depression

Herzensgrenze

Überleben als Introvertierte mit dem Wrong-Planet-Syndrom

Hochsensibel und Multipassioniert

Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann rufe nicht die Menschen zusammen, um Holz zu sammeln, Aufgaben zu verteilen und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem großen, weiten Meer. Antoine de Saint-Exupéry

Eine Art Tagebuch

Amat victoria curam