Eigene Entscheidungen

Täglich den Spruch des Tages von der CODA-Seite zu lesen, tut mir gut und hält mir meine alten Muster vor Augen, so dass ich besser auf mich aufpasse und nicht in die coabhängigen Verhaltensweisen rutsche. Oder schneller diese wieder lassen kann.

Der heutige lautet:

Nun, da ich von Co-Abhängigkeit genese, treffe ich Entscheidungen für mein Leben danach, was für mich richtig ist, nicht danach, was ich nach Meinung anderer tun sollte. Ich weiß, was meine Werte sind. Ich entscheide, wie ich meine Zeit verbringen möchte und lebe nach diesen Werten. Ich habe klar definierte Ziele. Ich bin erwachsen und in der Lage, für mich zu sorgen und meine eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. Durch meine bewussten Entscheidungen komme ich meinen Zielen und der Erfüllung meines Lebens näher.

Sonntagstipps

– Trainiere nicht nur Deine Bauchmuskeln, sondern erst recht dein Bauchgefühl! Viele Gewaltopfer erzählen, dass sie zuvor schon ein komisches Gefühl hatten. Lieber einmal zuoft weggehen, was abbrechen ect. wenn die innere Sirene angeht, stimmt dieses Gefühl meistens!

– „Bevor du dir selbst eine Depression diagnostizierst, stelle sicher, dass du nicht von Arschlöchern umgeben bist.“ Es ist mir scheißegal wer das angelich gesagt hat. Der Satz ist SOOO wahr. 3 Wochen keinen Kontakt zu J.: ich blüh auf, fühle mich leicht und gut gelaunt, mache wieder Dinge die mir Spaß machen, spüre mich selbst wieder. Dann wieder nur kurzen Onine-Kontakt, mit Planung eines Ausfluges: Schwupp, meine Laune sinkt in den Keller, ich habe wieder mehr Angst, ich fühle mich schlecht und abgetrennt von mir und meinen Gefühlen un Bedürfnissen. Wieder kein Kontakt: es geht mir blendend!
Alles klar. Ein Energieräuber wie er im Buche steht. Verständlich warum da kein Antidepressiva hilft und Therapieplanung ist auch wieder gestrichen, ich brauche sie schlicht nicht mehr.
Ich habe das schonmal so krass gespürt, nämlich als ich den letzten Kontakt (nämlich den zu meinem Vater)zu meiner Ursprungsfamilie kappte. Zu meiner Mutter und Schwester hatte ich schon länger keinen Kont mehr und von meinem Vater distanzierte ich mich auch mehr und mehr, bis hin zu Telefonnummer- und Emailänderung. Und dann: Ein so intensives aufatmen, dass ich fast problemlos das rauchen aufhören konnte! Lebenslust und Energie durchströmten mich und ich hatte endlich die Kraft meine Lebensprojekte umzusetzen, mich auf mich zu konzentrieren und man weiß ja: Energie folgt der Aufmerksamkeit!
Also: checke regelmäßig die Menschen in deinem Umfeld.

-Wenn du gut mit dir selbst in Kontakt bist, wirst du dich (fast) nie mehr einsam fühlen! Es ist eine der besten Investitionen in dein Leben, dich um diesen Kontakt sehr gut zu kümmern. Dann gelingen meistens auch die anderen Kontakte besser.

– Wenn du merkst dass ein Mensch in deiner nahen Umgebung Alkohol, Medikamente, Drogen ect. mißbraucht, mißbraucht er sehr wahrscheinlich auch Menschen (egal in welcher Hinsicht: finanziell, emotional, sexuell…) also lauf! Da das oft nicht geht, pass sehr gut auf dich auf, halte größtmöglichen abstand zu dieserPerson. Sie hinterlassen meistens nur verbrannte Erde und ihr ganzes Umfeld ist verletzt, wie nach einem Granateneinschlag. Die Splitter streuen weit!

Und zur Stärkung nun noch zwei Affirmationen:
Unumkehrbar stehe ich fest dazu, das ich mein eigenes Ding machen darf!
Mit aller Kraft wird es mir klar wie Kloßbrühe, dass NEIN! ein vollständiger Satz ist.

In diesem Sinne: Euch allen einen kraftvollen, lebendigen, lustvollen, liebevollen und fürsorglichen Sonntag 🙂

Wochenrückblick 14. August 2022

– Arbeit: mal wieder Großauftrag: Endreinigung einer 3-Zimmerwohnung, allerdings ohne Fenster putzen. War trotzdem viel, aber ich war fit und gut gelaunt, die Auftraggeberin eine sehr nette, höfliche Frau die auch sehr dankbar für meine Hilfe war und das auch gut honorierte. Sie fragte natürlich gleich ob ich bei ihr als Haushaltshilfe anfangen möchte. Ich habe abgelehnt, mit der Begründung das ich ungern in Haushalte gehe, das ist mir zu nah. Offen und ehrlich es MIR eingestehen, aber auch dem anderen das so sagen. Sie konnte das total verstehen und sagte OK! War interessant.
Der Einsatz tat gut, auch wenn ich danach natürlich ko war, aber das war ein angenehmes ko und innerlich war ich sehr zufrieden.

– Arbeit Teil 2: Zweimal in einer neuen Ferienwohnung gewesen. Gut zu erreichen, schöne Wohnung, auch die Kundin sehr nett und dankbar, aber sehr sehr weich, fast schon unterwürfig.. Und mir wurde bewußt wie ICH Tätergedanken bekam. Weil sie, kaum war sie weg, via Whatsapp schrieb, wenn ich länger brauche, würde sie mir das Geld sofort überweisen, hat sich auch tausendmal bedankt, sie machte sich selber klein! Der könnte ich glatt sagen ich hätte 4 Stunden gearbeitet, obwohl ich nach 2 Std. schon wieder ging. Oder: wenn die über was mosert, is mir das egal, DIE nehm ich nicht ernst. Dann gabs paar selbstgemalte Bilder in der Wohnung mit ihren Initialien: aha war wohl mal in ner Psycho-Klinik. Natürlich arbeitete ich ordentlich und war ehrlich, aber ich war viel entspannter, weil ich wie gesagt, vor der keine Angst oder irgendwie Respekt habe! Das ist interessant, wie sich das anfühlt, wenn der Gegenüber so „schwach“ ist, wie es ein leichtes wäre da jetzt „drauf zu hauen“. Das ist natürlich keine Einladung und keine Entschuldigung für übergriffies, mieses Verhalten, aber ich sehe auch, dass es immer zwei Parteien dafür braucht. Und ich sage nicht Verantwortung!
Es ist wie mit eine Wohnung, wenn ich die Fenster offen lasse und dann in den Urlaub fahre, lade ich quasi Einbrecher regelrecht ein. Ich trage meinen Teil dazu bei.
In der Psychoklinik in der ich war, wurde das Bild des Vorgartens genommen. Drumherum ist im besten Falle ein Zaun (Grenzen!) und eine geschlossene Türe. ICH entscheide ob ich mich mit anderen nur am Zaun unterhalte, oder an der geöffneten Tür  oder ihn in den Garten bitte oder gar in mein Haus. Das kann man klar sagen: komm doch rein oder auf vielen anderen Wegen kommunizieren: nicht rein bitten, Arme verschränken, viel lächeln, Kopf schräg halten oder bin ich geschwätzig/wortkarg usw, ich entscheide auch wie hoch der Zaun ist: nur kniehoch oder schulterhöhe…usw.
Ich muss auch immer wieder an meinen Grenzen arbeiten. Und da fällt mir noch ein Satz ein: Lieber gefürchtet als verachtet.
Das hab ich gleich geübt:

– sei nicht nett! Also zumindest nicht zu Menschen, die das nicht schätzen und nicht verdienen. Ich weiß, dass dieser eine Typ kifft, Medikamente mißbraucht und viel im Spiel/Wettbüro abhängt, also evt. noch spielsüchtig ist. Wir hatten was vereinbart und 2x kam er nicht. Aus die Maus. Ich wurde abweisend, ließ ihn stehen. Da kann er noch 100x sorry sagen. Ich geb nicht mehr viel auf Worte. Sondern mehr auf Taten/Verhalten. Soll er ruhig merken, dass ich sauer bin und das nicht mit mir machen lasse. Ja dann ist Konfrontation, ja dann ist schlechte Stimmung. Ich hab das früher nicht ausgehalten und wurde schnell wieder nett und auch unterwürfig! Nein, jetzt nicht mehr. Es muss mich nicht jeder toll finden oder lieb haben.

– Zyklus: Nachdem mir ja das Lyrica wieder den Zyklus zerschossen hat, und es auch von der Wirkung nicht mehr so gut war wie beim ersten Mal (bzw. ich hätte mehr aufdosieren müssen, aber das damalige absetzen mit extrem langsamen abdosieren war so krass, das will ich nicht nochmal). Nun hab ich wieder nen normalen Zyklus. Pünktlich und so wie ich es kenne (mit den Symptomen, Begleiterscheinungen und nicht ständig einem anderen Überraschungspaket, das kann ich echt nicht gebrauchen).

– wenn der Ex sich meldet: Ich hatte zwar seine Nr. aufm Handy blockiert, was er wahrscheinlich auch merkte, aber anscheinend nicht akzeptierte, denn da kam er einfach mal vorbei und klingelte. Und hatte mir vorher noch nen Zettel ins Briefkasten geworfen. War wahrscheinlich was ganz dringendes. Nach ein paar Tagen Überlegung und einige Nachrichten später fühlte ich: nein, ich will da nix mehr anfangen. Das war immer so chaotisch und der endgültige Abschied von ihm so schmerzhaft und schwierig, nein da geht nix mehr. Also schrieb ich ihm, das ich ja nen Grund hatte warum ich seine Nummer blockierte, weil ich diese Achterbahnfahrt nicht mehr will und auch zuviel kaputt gegangen sei und ich dabei bleibe und mich verabschiedete. Da kam relativ schnell nur ein HÄ? zurück. Ich schwieg. Soll er mal sein Hirn anstrengen. Nach 3 Stunden kam dann: Es sei ja meine Achterbahn gewesen und nicht seine und er wolle nur mal schauen wie es mir geht und mal bitte schön locker bleiben….
Oh Gott. Das war mit ein Grund warum ich den nicht mehr in meinem Leben haben will. Diese verquere, schräge Kommunikation. Klar er fühlte sich getroffen, zurückgewiesen. Ich schrieb ja nicht dass es seine Achterbahn war, ich gab ihm ja gar keine Schuld. Ich war damals auch kein Lamm. Egal welchen Achterbahn es sei, ich will sie einfach nicht mehr!!! Das spüre ich so deutlich, das drücke ich nicht mehr weg um lieb zu sein!! Das er nur mal schauen wolle wie es mir geht, das glaube ich nicht, irgendwas wollte er schon: Sex, Aufmerksamkeit, Putzhilfe ect. Ich solle mal locker bleiben? Ich war sowas von locker und nachdem ich seine Nachricht las, diese löschte und seine Nummer wieder blockierte wurde ich gleich NOCH VIEL lockerer. Ich atmete regelrecht auf: Nicht wieder dieser Streß mit dem!  Verantwortung für mich übernehmen. Klarheit. Entscheidung treffen. Tut so gut.

– gelesen: mach ich zur Zeit wieder sehr gerne: Lesen! Hatte ein Lesebuch von unterschiedlichen Schrifstellern: kleine Geschichten, Erzählungen ect gefunden. Es ging sehr viel um Cechov, dem bedeutenden russischen Schrifsteller. Ich las paar Sachen von ihm und dacht mir echt: mei wieder so ein Kerl der ganz furchtbar aufgeblasen wird. Er schreibt normale Geschichten. Nichts besonderes Fertig. Aber nein, da muss man wunderwas draus machen, wie toll und kreativ und überhaupt der war. *augenverdreh

– Schwerbehindertenausweis: der neue kam heute an. Unbefristet gültig. Wieder dieses seltsame Gefühl, einerseits natürlich erleichtert, weil wieder ein Ding weniger um das ich mich kümmern muss, andererseits der schale Geschmack…nunja.

– bei mir sein: macht echt Spaß! Wieder zu merken: oaahh Schokopudding hat ich ja schon ewig nicht mehr! Und Rouladen! Und abends aufm Balkon nen Hugo trinken und träumen und keine Anspannnung und keinen Streß spüren und kein ich müßte und sollte und darf mich NICHT entspannen, was zur Hölle machst du da schon wieder verbotenes, übrigends du hast dich schon lange nicht mehr geschämt und schuldig gefühlt…wär mal wieder dran oder..ODER???? Nein einfach ein: Mir gehts gut und das ist gut so. 🙂

– Was mein Leben reicher macht: Frische, selbstgemachte, kühle Bananenmilch mit einer Prise Zimt, dazu Mano Chao als Musik und das ganze in der Sonne aufm Balkon (am Boden sitzend weil mich da keiner sieht). Quasi Miniurlaub!

– Zitat der Woche (bei Twitter gelesen): „dass ich ein neues Lebensziel brauche und zwar: dass es mir gut geht. Anfänglich klang das total simpel und schräg und ich nahms nicht ernst. Aber mittlerweise ordne ich alles diesem Ziel unter. Denn wie mein Therapeut sagt: wenn es ihnen nicht gut geht, geht alles andere auch bergab.“
Mensch das muss einem doch gesagt werden…aber gut, wenn man nie Selbstfürssorge lernen durfte, sondern drauf gedrillt wurde sich ausschließlich um andere zu kümmern (und zwar als Kind um die Erwachsenen!!!) is das irgendwie auch nicht verwunderlich

– Affirmation des Tages: Ohne Frage beschleicht mich das Gefühl, dass ich soviele Stärken habe, sodass selbst Hulk neben mir schwach aussieht! :-))))

Agency-Verhalten

Letztens dachte ich so: wie heißt eigentlich die Krankheit, wenn man kaum bei sich selbst ist? Selbstentfremdung, Selbstverlassenheit, Dissoziation. Ich fand dann im Netz den Begriff „Agency“. Wenn man zuviel Mitgefühl hat, den Focus zu sich selbst, sehr schnell verliert. Wie kommt man aus diesem Agency-Verhalten wieder raus? Nicht durch nachdenken, da dreht man sich im Kreis, sondern über den Körper: Wenn ich daran (z.B. im Falle eines neuen Arbeitseinsatzes) denke und sich der Körper eng, schwer anfühlt dann ist es Agency. Fühlt man sich weit energiegeladen und fröhlicher gestimmt, ist es das echte Selbst. Bewußt seinen Körper wahrnehmen!
Ich hatte mit einem Mann geschrieben, der für seine Familie eine Bügelhilfe suchte. Och dachte ich, besser als putzen. Wir schrieben. Wir machten ein Probearbeiten aus. Ab dem Zeitpunkt wurde mein Tinnitus lauter, meine Laune sank, auf meinem Brustkorb saß wieder ein fetter Bär, ich wachte schon nervös auf. Ich hatte aber auch generell kein gutes Gefühl, weil er manipulierend war. Total begeistert von mir, mir fast den roten Teppich ausgelegt, damit ich auch ja komme und bleibe. Nach einer Nacht drüber schlafen sagte ich ab. Und dann kam, was ich schon vermutete: Mr. „ich wohn in ner Villa im nobelsten Stadtteil Münchens“ konnte das nicht akzeptieren. Er fragte nach dem genaueren Grund und lobte nun SEINE tolle Arbeitsstelle die sie mir anbieten würden. Ich ließ mich nicht einfangen, Dann wurde er noch komischer und schob mir die Schuld zu, weil sie ja alle anderen bagesagt hätten, ich hatte sie hingehalten, das ist nicht fair laberlaberlaber. Wahnsinn, wenn jemand so eine kleine Grenze schon nicht akzeptiert! Mr. ich-hab-Geld, bekommt wahrscheinlich sonst immer was er will. Bin ich froh das wieder rechtzeitig gespürt zu haben!


Nein ich bleibe bei den Endreinigungen, evtl. Ferienwohnungen wenn Bedarf ist und den Marktforschungen die nun nach Corona auch wieder mehr anlaufen. DAS fühlt sich gut und stimmig an.
Bewußtheit. Jeden Tag. Bei ganz kleinen Dingen. Immer wieder schauen: Wo bin ich gerade mit meinen Gedanken? Habe ich mich schon wieder innerlich abgestellt und fühle nicht mehr was ich jetzt wirklich machen möchte und denke wieder ständig an X und Y? Ich bin da echt wie paralysiert. Gestern war ich angespannt, der Kopf sagte: lesen. Ich spürte genauer hin: ne ich will irgendwas belangloses im TV schauen. Hab ich gemacht. War super!


Erschreckend wie schnell ich mich „vergesse“, abspalte, beim anderen bin. Tagesaufgabe: STOP! Schauen, was fühle ich gerade, was ist mein Bedürfnis, inneren Automat abstellen, der schnell handelt, aber ohne inneren Bezug.
Um mich kümmern. Ich will mich nicht um den Scheiß anderer kümmern. Ich hab mich immer gekümmert. Ich will nicht mehr. Ich will mich nur um mich kümmern. Weil ich merke wie meine Freude, Zuversicht, Gelassenheit, Energie und Wohlbefinden massiv steigt! Und dann kommt wieder die Zeit wo ich gerne wieder was für andere tue, weil ich die Kraft dazu habe!

Heutige Affirmation: Neuerdings passt es zu meinem Selbstbild, dass ich mich schätze und achte, so wie ich bin. Der Selbstwertgenerator macht echt Spaß!!!

Wendepunkt


Es geht mir gut. Ich fühle mich wieder wohler. Ich bin wieder gut bei mir angekommen.
Dennoch immer wieder erschreckend, wie schnell ich mich im Kontakt verliere und ins alte Muster falle: ich kümmer mich um dich und du dann um mich. Dann passieren üble Verstrickungen, Projektionen, ob bewußt oder unbewußt, ich fühle mich schräg, ohne Selbstwert, falle in kindliche Anteile usw…Puh.
Dann brauche ich wieder viel Abstand-bis Kontaktabbruch und es geht wieder von vorne los. Mit manchen Menschen/Beziehungen heftiger, bei manchen schwächer ausgeprägt.

Ich habe wieder die Verantwortung für mich übernommen und überlasse die andere Verantwortung bei den anderen. Sind ja alles erwachsene Menschen (und auch kein pflegebedürftigen ect.).
Aufatmen. Lächeln. Die Kraft strömt wieder zu mir. Ich habe wieder Lust was zu machen.
Gestern war dann ein voller Tag. Das war auch in Ordnung so, ich habe mir die Termine ja selber gelegt. Ich nahm ein leichtes unterstützendes Medikament und war somit gelassener. In der früh ging es zu einer unbekannten Ferienwohnung samt Besitzerin. Das lief recht gut, Folgeauftrag für die Reinigung ist gegeben. Dann fuhr ich wieder heim um nachmittags nochmal los zufahren, diesmal in die Uni für eine Studie. Nach ewig langer Zeit endlich mal wieder vor Ort. Dort musste ich 40 Minuten lang bestimmte Bewegungen ausführen, natürlich unter Beobachtung (für Sozialphobiker echt schwierig). Die Sudienleiterin war sehr nett, es war anstrengend, aber da ich mich auf die Abfolge konzentrieren musste, blieb nicht soviel Raum für die Angst. Insgesamt war ich gestern 3,5 Std. in der Bahn unterwegs, plus die Jobs, plus Konversation mit fremden Menschen, plus die Hitze, aber alles funktionierte gut. Ich sorgte für mich: In der Bahn Musik in den Ohren damit ich abgelenkter bin, Pause im Park, in der Mittagspause ne Dusche, leichtes Medikament.
Ich habe wieder was geschafft. Ich habe was geleistet. Ich hatte einen guten Tag. Ich habe mein eigenes Geld verdient.
Und jetzt kann ich den freien Tag so richtig genießen. Mit Schlaf und gutem Essen 🙂

Gegönnt: Selbstwertgenerator! Ich hatte mich erst wieder an die 12-Schritte Literatur gewandt, aber ich kann damit absolut nichts mehr anfangen. Diese Lobhudelei überall: Seit ich bei AlAnon bin gehts mir supi…und wenn ich der höheren Macht vertraue die weiß was gut für mich ist (hä? Das ist das Gegenteil der Eigenverantwortung!) und unterschwellig immer dieses: sei demütig! Boah ne. Schrecklich.
Vor einigen Monaten sah ich schonmal den Selbstwertgenerator. 30 Euro. Puh viel Geld. JETZT fiel mir das wieder ein und dacht mir: Kaufste! Das ist ja die Krux, das was mir wirklich hilft und gut tut, da bin ich knauserig und was schädlich ist, geb ich locker viel Geld aus. Er kam auch gleich am nächsten Tag und ich bin begeistert! Jeden Tag kann man durch 3 Stapel sich einen neuen Satz zum Thema Selbstwert zusammenstellen. So entstehen insgesamt über 200.000 (!) positive Affirmationen. Er steht nun schräg gegenüber von meinem Esstisch. So dass ich immer wenn ich da sitze, den Satz lesen kann. Heute ergab sich dieser: Zweifelsfrei erkenne ich, dass meine Wünsche und Bedürfnisse wichtig sind.
Genau! 😉 In diesem Sinne, kümmere ich mich heute mal um meine Wünsche. Und Bedürfnisse.

Überforderung vermeiden

Unsere Zeit/Gesellschaft ist ja vom Fortschrittsgedanken wie bessessen: Noch besser, noch schneller, noch einfacher, noch größer, noch kleiner usw. Ich merke das auch an/bei mir: Gut, vor 3 Jahren ging dies und jenes nicht, also sollte das nun langsam mal funktionieren! Aber bitte pronto!
Mein Ego steht mir ziemlich krass im Weg, dass ich nicht so funktioniere, wie ich das gerne hätte. Einen Schritt zurück machen, damit ich mich nicht weiter überfordere….nur mit Zähneknirschen (im wahrsten Sinne des Wortes).
Kleine Brötchen backen. Tun was geht UND Energie bringt, statt raubt.
Kleine Dinge die gut funktionieren:


Die Mikroabenteuer kamen in der Coronazeit in Mode. Für mich ist das nix neues, weil mit Angststörung ist schon ein Tagesausflug in unbekanntes Gelände sehr abenteuerlich. Ganze Bücher wurden darüber geschrieben, was man im Kleinen tun kann, um aus dem Alltag auszubrechen, den Kopf frei zu bekommen und ein kleines Urlaubsfeeling aufkommen zu lassen. Wie z.B. Internetfreie Zeiten, draußen übernachten, ohne große Planung einfach drauf losfahren, zum Hauptbahnhof fahren und einfach den nächsten Zug nehmen (jetzt mit dem 9,- Ticket ideal, ansonsten auch machbar mit den Ländertickets wie Bayern-Ticket), ein Buch aus einem Genre lesen, das man noch nicht kennt, für mutige: Wohnungstausch usw.

Dann wären da noch die Mikrojobs, (dank Internet!) die ich genauso gerne mache, weil ich selber entscheide welche ich annehmen will und welche nicht, es kaum Verantwortung gibt, ich die alleine erledigen kann, oft witzige Sachen dabei sind und ein wenig Geld kommt auch dabei rum.

Mikroprojekte sind so ein Zwischending zwischen Urlaub und Arbeit. Letztens las ich den Vorschlag in einer Zeitung z.B. für den Lieblingsplatz in der Natur zu sorgen, sich ein wenig verantwortlich fühlen, von Müll befreien, oder was neues pflanzen ect. Ich fand tatsächlich eine verwilderte Parkbank (nicht unbedingt mein Lieblingsplatz, aber doch eine angenehme Pausemöglichkeit) die schon fast zugewachsen war. Bei der nächsten Radrunde nahm ich Gartehandschuhe und eine Schere mit und stutzte den Wildwuchs. Jetzt kann man sich wieder bequem hinsetzen.
Ich mag den Gedanken und die Idee dahinter sehr, weil es auch Spaß macht, oft wenig Geld kostet und niedrigschwellig ist. Mir helfen diese Mikroaktionen im Leben zu bleiben, ein wenig Sinn zu finden, abzuschalten, Neues kennenlernen und auch das Gefühl zu haben „ich schaffe doch etwas!“

Das fing schon in meiner Jugend an, als ich völlig verwirrt, tief traumatisiert und sehr gelangweilt (bzw. total orientierungslos was ich machen sollte) Kleinanzeigen entdeckte. Früher gabs da eine ganze Zeitung davon: Kurz&fündig. Ich liebte es darin zu stöbern, kam dadurch auf viele neue Ideen, lernte manchmal nette Menschen darüber kennen, stattete meine Wohnung und mich mit verrückten, skurilen Sachen aus. Heute geht das klar, online und einfacher, aber ich liebe es immer noch. Was mir im Bekannten/Freundeskreis oft ein erstauntes und bewunderndes: „was Du immer findest!“ einbringt. Was mich dann sehr freut 🙂

Der Kick

Wenn ich das Thema erwischt habe, um das es gerade in meinem Leben geht (vor allem eben wenn es mir schlecht geht) wird mir leichter ums Herz und manchmal gibts so ein wohliges kribbeln im Bauch. Auch wenn das Thema schmerzhaft und schwierig ist. Aber wenn ich es mal zu fassen kriege, kann ich was tun, besser als im trüben zu fischen. Orientierungslos, schwammig, unklar ist immer doof.
Heute so beim Spaziergang hatte ich noch eine Erkenntnis. Was ist denn so reizvoll an emotional unerreichbaren Menschen? Es ist der Kick, wenn sie einem mal emotionale Nähe schenken! Wie wenn man eine Diät macht, hungert und dann ein Stückchen Schokolade. Mmmhhh, woah, wow, super! Die Endorphine sprudeln, das tut gut! So ist es auch mit einem süchtigen Menschen, wenn er mal wirklich zugewandt ist oder aufmerksam oder liebevoll.
Nunja, möchte man meinen, aber warum dann nicht zu einem Menschen gehen, der das öfters macht? Das ist langweilig, kein Drama, keine Anspannung, außerdem kenne ich das nicht, da bin ich von jeher gleich mißtrauisch…und zuviel Zuwendung ist ja auch nicht gut, das bin ich ja gar nicht wert. Tja…

Heilsame Bewegung

Wie ja letztens schon geschrieben, versuche ich derzeit wieder mehr IN meinen Körper zu kommen, durch dehnen, strecken, bewußt spüren beim Haare kämmen, Selbstmassage, Igelball usw. Und natürlich Sport. Heute war ich 3 Stunden unterwegs. Spazieren. Einfach gradeaus an der Isar entlang. Im eigenen Tempo kontinuierlich eine Stunde gehen. Ohne Musik/Podcast ect. in den Ohren. Nur laufen, atmen, laufen. Am besten natürlich einen Weg den man schon kennt, oder wo man sich kaum verlaufen kann, damit man wirklich entspannt im Kopf ist und und mehr in den Körper rutscht. Dann Pause an einem kleinen Weiher, aber nicht lange,ich musste weiter laufen. wieder eine Stunde zurück. Da sogar einen Teil barfuß, weil es ein Trampelpfad war mit schöner fester glatter Erde, ohne Steine oder irgendwas, raus aus den Schuhen, spüren, erden! Eine Wohltat. Klar etwas kühl, aber so 10 Minuten gings schon.


Dann rüber da war dann der englische Garten und weiter laufen, laufen, laufen. Es tat SO gut.
Durch körperliche Bewegung kommt man auch in seine Kraft, raus aus dem Ohnmachtsgefühl, hinein seine Eigenmacht und gleichzeitig in eine Entspannung und es stärkt den Selbstwert ungemein.

Kein Mittelchen dass ich sonst bei Spannungszuständen nehme, half in letzter Zeit, es machte nur matschig in der Birne, mehr nicht. Aber gehen, etwas wofür wir geschaffen sind, bringt genau die richtige Konzentration/Mischung an Dopamin, Serotonin, Endorphine und was weiß ich, die beanspruchten Muskel schütten bestimmt auch irgendwas aus, der frische Sauerstoff , die Lymphe reinigt sich und das wichtigste scheint mir: Mein Nervensystem ruckelt sich wieder ein, das alles schafft kein Medikament!


Ich glaube, dass mich nicht bewegen auch antriggert, es erinnert an die Erstarrung nach einem Übergriff!: nicht atmen, nicht dasein, nichts tun um nicht weiter zu provozieren.
Etwas tun, bringt mich in die Handlungsfähigkeit und erinnert mich und mein Körpergedächtnis, dass ich heute eine erwachsene Frau bin die Kraft hat! Und kein kleines dünnes Mädchen mehr.


Und wieder wird so klar, dass ARBEIT derzeit überhaupt nicht dran ist. Ich muss mich erst wieder auftanken, bevor ich wieder was geben kann. Und so mache ich meine geliebten Ausflüge. Endlich mal all die Wege gehen die ich mir aufgeschrieben oder abgespeichert habe. Ging früher nur schwer, weil den Tag nach dem Arbeitstag konnt ich meist auch noch knicken, weil es mir zuviel gewesen wäre, am Wochenende bin ich ungern unterwegs weil da soviele andere Menschen auch untewegs sind und besonders am Sonntag finde ich das super deprimierend weil nur Pärchen/Familien! Mittwoch bin ich oft bei der Tafel, blieb also immer nur Montag und Dienstag und da war dann das Wetter mies, oder ich traute mich nicht oder war körperlich zu ko, bekam meine Tage (ersten 2 Tage bin ich da nicht sehr wanderfreudig) hatte Arzttermin oder vergaß es auch schlicht oder hatte mal wieder das Gefühl dass ich es mir ja nicht gutgehen lassen darf. Und so verschob ich das wandern immer wieder: irgendwann…
Und das irgendwann ist JETZT!


Meine Fahrkarte gilt ja erst ab 9 Uhr, heute war ich aber so unruhig das ich dachte: scheiß drauf, ich muss eher los, dann zahl ich halt die 5,30€ für die eine Strecke bis meine Karte dann gilt. 5,30…das ist die berühtem Sperre: Geld auszugeben für Dinge die mir wirklich gut tun. Das ist dasselbe bei glutenfreien Sachen. Da ist mir „alles zu teuer“ aber das normale Kuchenstück das ich nicht vertrage aber das ich gerade essen will, da is es mir egal wieviel das kostet. Aber es verändert sich…langsam, aber immerhin

Ein schöner Sonntag

Wenn das Selbstwertgefühl Achterbahn fährt.
Es gibt ja Zeiten, da fühle ich mich fit, stabil, fahre in der Weltgeschte herum (naja leicht übertrieben), gehe mehr arbeiten, treffe mich mit Leuten, unternehme was, kann es aber auch gut aushalten mir nen faulen Tag auf dem Sofa oder gar im Bett zu machen, kurz: ich bin mit mir einigermaßen im reinen.
Leider ist dieses Ding namens Selbstwertgefühl bei mir sehr fragil. Sehr.
Und die letzten Monate (!?!) war es ja quasi gar nicht vorhanden oder in der Geisterbahn.
Ich fühlte mich halt schlecht, niedergeschlagen, lustlos, depressiv, suizidal, aber dass es am mal wieder kränkelnden Selbstwertgefühl liegt? Hmm..nööö, hätte ich gesagt, hätte mich wer gefragt.

Ich zog mich immer mehr zurück. Da kann kein Selbstwertgefühl wieder wachsen. Aber ich hatte es ja versucht, wieder was zu machen und nahm ja die Tierbetreuung an. Das dass die pure Überforderung war, schrieb ich ja schon.
Heute löste sich ein Knoten. Ich ging endlich den kleinen Wanderweg, den ich schon letztes Jahr gehen wollte, aber immer verschob. Heute weß ich: Aus Angst. Einen fremden Weg in einer fremden Gegend gehen, fast 6 Kilometer lang? UUAAHHH!
Meine frühere Therapeutin würde wahrscheinlich sagen: Darf ich Sie erinnern, dass sie schon ganz alleine an die Nord-UND Ostsee gefahren sind und dort Urlaub machten? Was mit dem Zug gute 7 Stunden dauert?
Das Problem, wenn man mit traumatisierten Anteilen oder Gefühlen identifiziert ist, weiß man das vielleicht schon, aber die Sicherheit ist nicht da, man fühlt altes Zeug: Angst, Überforderung, Überflutung, Chaos.

Heute morgen wollte ich schon wieder vermeiden: Vielleicht doch nur an der Isar spazieren gehen? Nein, heute wollte ich endlich diesen EINEN Weg laufen. Ich fuhr also über eine Stunde mit der S-Bahn dahin und ging los, ging prompt andersrum wie gedacht, aber später stellte sich raus, dass ich den „richtigen“ Weg kaum hätte finden können, weil das so ein Insider-Trampelpfad ist, dann war ich also auf Strecke, herrlicher Feldweg, weite Sicht, Sonne, kaum Menschen, einfach gehen, immer im gleichen Tempo und das Ziel war ein großer See, an dem ich vor 20 Jahren immer gerne hinfuhr (andere Uferseite) zum baden. Da war er also wieder. Schön.
Ich hatte es geschafft. Ich ging endlich diesen einen Wanderweg! Wie meinte letztens eine Freundin: „Du brauchst dringend mal wieder ein Erfolgserlebnis!“ Recht hatte sie, ich dachte aber eher an einen neuen Job oder neue Wohnung (wobei das immer noch so im Hinterkopf rumspukt) oder was weiß ich. Dass ich mal wieder ganz klein anfangen muss, also wirklich ganz klein, das hätte ich nicht gedacht…Aber ich weiß auch, dass der Selbstwert wie ein Muskel ist: wenn er schonmal gut trainiert war, kommt er nach einer Trainingspause schneller wieder in den alten fitten Zustand, als wenn er erstmal neu auftrainiert werden muss.

Interessant war auch: ich saß am Ufer auf einer Parkbank, mit Rücken zum Weg was ein wenig unangenehm war, aber viel besser auszuhalten als noch vor wenigen Tagen. Ich genoß mein Wurstbrot, da kam ein großer Hund ohne Besitzer. Hmmm schmunzelte ich so vor mich hin, schlechte Kombination ist das grad. Noch vor wenigen Tagen wäre ich kurz vor einer Panikattacke deswegen gewesen und hätte nicht wie nun ein Gespräch mit dem doch noch kommenden Besitzer angefangen in dem ich fröhlich meinte: „Jetzt hatte ich echt ein wenig Angst um mein Wurstbrot!“  „Ja,“ lachte er zurück, „das war berechtigt!“ Und wir plauderten noch ne Weile während sich die Fellnase im Wasser vergnügte. Einfach so, ich ganz souverän, zwar körperlich ein wenig angespannt, weil die Räumlichkeiten doch beengt waren, aber bei weitem lockerer als zuletzt.
Auf der Heimfahrt genoß ich dann Musik in meinen Ohren und als ich beim Umsteigen am Bahnhof warten musste, wippte ich sogar ein wenig den Takt mit, weil alles so gut passte: Gute Musik im Ohr, warme Sonne und ich endlich wieder etwas stabiler, ruhiger, entspannter…mehr bei mir seiend und vor allem mehr in der Erwachsenen. Sehr angenehm!

Die Entscheidung liegt bei dir!

Wir haben viel mehr Macht als wir glauben!

Das Buch: Die Entscheidung liegt bei dir! Lässt mich grad wieder atmen! Die Schwere und das Erdrückende weicht von mir. Zuoft hänge auch ich in dem: Du musst, du sollst, das macht man nicht. Und im: ich kann nicht. Wenn ich mich klein und hilflos und ohnmächtig fühle, kriecht die Depression daher…
Du kannst alles tun und/oder alles lassen (krass formuliert) was du willst, du musst nur bereit sein, den Preis dafür zu zahlen und die Konsequenzen tragen.
Wenn ich das Gefühl habe, ich MUSS arbeiten, ist der Ofen aus. Dann geht nix mehr. Sage ich mir aber, dass ich mich dafür ja entschieden habe, weil ich Gründe dafür habe: mehr Geld, Zeitvertreib, Beschäftigung usw. sieht das gleich anders aus. Entscheide ich mich bewußt dagegen, weil mir meine Gesundheit, Freizeit ect. grad lieber ist, kann ich das auch gut nach außen vertreten und meine freie Zeit besser genießen, weil mir das grad wichtiger ist. ZU MIR STEHEN, lautet die Zauberformel.

Gutes Beispiel mal wieder bei der Tafel: Wenn die Nummern verteilt werden, strömen alle zum Nummernmann, weil klar: je mehr Nummern sich im Beutel befinden, desto größer die Chance eine kleine Nummer zu ziehen (ob das statistisch wirklich so ist, weiß ich nicht, aber das Gefühl der Selbstkontrolle oder schlicht der Ungeduld und Gier lässt alle vordrängeln. Jetzt sollen wir natürlich in Corona-Zeiten Abstand halten. Macht keiner. Alle drängeln. Moment, doch ein paar „brave“ machen das, die warten, ganz hinten. Eine zeitlang gehörte ich auch dazu und war gehorsam. Bis ich mir dachte: weißte was? Scheiß drauf! und strömte auch nach vorne. Manchmal zog ich tatsächlich eine kleine Nummer, manchmal eine hohe. Wie immer halt. Ene Frau beschwerte sich nun. Immer zöge sie eine hohe Nummer, weil sie hinten wartet und Abstand hält. Oft hatte sie nun eine so hohe Nummer, dass sie erbost mit leeren Tüten wieder abzog. Keiner nagelte sie „da hinten“ fest. Es ist ihre Entscheidung abseits zu warten oder eben auch mal die Ellbogen auszufahren, mal nicht brav zu sein, sondern im weitesten Sinne eben auch mal aggressiv nach vorne stürmen. Der Prinz auf dem weißen Pferd wird nicht zu ihr galoppieren und ihr eine kleine Nummer geben.
Generell gibt es bei der Tafel viele mit der Einstellung: Versorge mich! Und wehe das passiert nicht so wie man das will, dann wird gemeckert wie ein Kleinkind.
Oder in den 12-Schritte-Gruppe, wo auf die höhere Macht gebaut wird. SIE soll entscheiden und machen, nur mit IHRER Unterstützung kann ich clean bleiben. Auch so kann man sich selbst klein halten.
Noch ein aktuelles Beispiel: ich hab so richtig Lust auf eine Pizza, aber ich will mich jetzt nicht nochmal umziehen und einkaufen gehen und eine bestellen ist mir grad zu teuer. Der Preis ist mir also doppelt zu hoch. Mit der Konsequenz dass es dann eben was anderes zum Abendessen gibt, kann ich gut leben und freue mich dann umso mehr auf die nächste Pizza 🙂
Selbstverantwortung und Eigenermächtigung sind super!

Ich hab noch ein Video für Euch, irgendwie gefällt mir das teilweise, die schöne Naturaufnahmen, die Musik und man merkt dem Kerl an, dass er weiß wovon er redet und nicht nut platt irgendwas nachplappert.
https://youtu.be/7IKJmFGYFAA
In diesem Sinne: (was mir noch grad einfiel) Liebe es, veränderes es oder lass es!

Rapunzel´s Turm

(K)PTBS für Anfänger, Fortgeschrittene und Angehörige

TRAUMALEBEN

Leben mit Entwicklungstrauma / komplexer PTBS & Traumafolgestörungen

Al-Anon Blog

Deutschsprachige Beiträge und Informationen zu Al-Anon

minchen‘s blog 

über psychisch kranke Eltern

galgenzork

chronisch

Hanni hat Heimweh

Auf der Suche nach Ruhe und Sicherheit, aber leider nur stark im Auffinden von Chaos und Gespenstern.

Sick Girl

Depression

Herzensgrenze

Überleben als Introvertierte mit dem Wrong-Planet-Syndrom

Hochsensibel und Multipassioniert

Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann rufe nicht die Menschen zusammen, um Holz zu sammeln, Aufgaben zu verteilen und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem großen, weiten Meer. Antoine de Saint-Exupéry

Eine Art Tagebuch

Amat victoria curam