Wochenrückblick 14. August 2022

– Arbeit: mal wieder Großauftrag: Endreinigung einer 3-Zimmerwohnung, allerdings ohne Fenster putzen. War trotzdem viel, aber ich war fit und gut gelaunt, die Auftraggeberin eine sehr nette, höfliche Frau die auch sehr dankbar für meine Hilfe war und das auch gut honorierte. Sie fragte natürlich gleich ob ich bei ihr als Haushaltshilfe anfangen möchte. Ich habe abgelehnt, mit der Begründung das ich ungern in Haushalte gehe, das ist mir zu nah. Offen und ehrlich es MIR eingestehen, aber auch dem anderen das so sagen. Sie konnte das total verstehen und sagte OK! War interessant.
Der Einsatz tat gut, auch wenn ich danach natürlich ko war, aber das war ein angenehmes ko und innerlich war ich sehr zufrieden.

– Arbeit Teil 2: Zweimal in einer neuen Ferienwohnung gewesen. Gut zu erreichen, schöne Wohnung, auch die Kundin sehr nett und dankbar, aber sehr sehr weich, fast schon unterwürfig.. Und mir wurde bewußt wie ICH Tätergedanken bekam. Weil sie, kaum war sie weg, via Whatsapp schrieb, wenn ich länger brauche, würde sie mir das Geld sofort überweisen, hat sich auch tausendmal bedankt, sie machte sich selber klein! Der könnte ich glatt sagen ich hätte 4 Stunden gearbeitet, obwohl ich nach 2 Std. schon wieder ging. Oder: wenn die über was mosert, is mir das egal, DIE nehm ich nicht ernst. Dann gabs paar selbstgemalte Bilder in der Wohnung mit ihren Initialien: aha war wohl mal in ner Psycho-Klinik. Natürlich arbeitete ich ordentlich und war ehrlich, aber ich war viel entspannter, weil ich wie gesagt, vor der keine Angst oder irgendwie Respekt habe! Das ist interessant, wie sich das anfühlt, wenn der Gegenüber so „schwach“ ist, wie es ein leichtes wäre da jetzt „drauf zu hauen“. Das ist natürlich keine Einladung und keine Entschuldigung für übergriffies, mieses Verhalten, aber ich sehe auch, dass es immer zwei Parteien dafür braucht. Und ich sage nicht Verantwortung!
Es ist wie mit eine Wohnung, wenn ich die Fenster offen lasse und dann in den Urlaub fahre, lade ich quasi Einbrecher regelrecht ein. Ich trage meinen Teil dazu bei.
In der Psychoklinik in der ich war, wurde das Bild des Vorgartens genommen. Drumherum ist im besten Falle ein Zaun (Grenzen!) und eine geschlossene Türe. ICH entscheide ob ich mich mit anderen nur am Zaun unterhalte, oder an der geöffneten Tür  oder ihn in den Garten bitte oder gar in mein Haus. Das kann man klar sagen: komm doch rein oder auf vielen anderen Wegen kommunizieren: nicht rein bitten, Arme verschränken, viel lächeln, Kopf schräg halten oder bin ich geschwätzig/wortkarg usw, ich entscheide auch wie hoch der Zaun ist: nur kniehoch oder schulterhöhe…usw.
Ich muss auch immer wieder an meinen Grenzen arbeiten. Und da fällt mir noch ein Satz ein: Lieber gefürchtet als verachtet.
Das hab ich gleich geübt:

– sei nicht nett! Also zumindest nicht zu Menschen, die das nicht schätzen und nicht verdienen. Ich weiß, dass dieser eine Typ kifft, Medikamente mißbraucht und viel im Spiel/Wettbüro abhängt, also evt. noch spielsüchtig ist. Wir hatten was vereinbart und 2x kam er nicht. Aus die Maus. Ich wurde abweisend, ließ ihn stehen. Da kann er noch 100x sorry sagen. Ich geb nicht mehr viel auf Worte. Sondern mehr auf Taten/Verhalten. Soll er ruhig merken, dass ich sauer bin und das nicht mit mir machen lasse. Ja dann ist Konfrontation, ja dann ist schlechte Stimmung. Ich hab das früher nicht ausgehalten und wurde schnell wieder nett und auch unterwürfig! Nein, jetzt nicht mehr. Es muss mich nicht jeder toll finden oder lieb haben.

– Zyklus: Nachdem mir ja das Lyrica wieder den Zyklus zerschossen hat, und es auch von der Wirkung nicht mehr so gut war wie beim ersten Mal (bzw. ich hätte mehr aufdosieren müssen, aber das damalige absetzen mit extrem langsamen abdosieren war so krass, das will ich nicht nochmal). Nun hab ich wieder nen normalen Zyklus. Pünktlich und so wie ich es kenne (mit den Symptomen, Begleiterscheinungen und nicht ständig einem anderen Überraschungspaket, das kann ich echt nicht gebrauchen).

– wenn der Ex sich meldet: Ich hatte zwar seine Nr. aufm Handy blockiert, was er wahrscheinlich auch merkte, aber anscheinend nicht akzeptierte, denn da kam er einfach mal vorbei und klingelte. Und hatte mir vorher noch nen Zettel ins Briefkasten geworfen. War wahrscheinlich was ganz dringendes. Nach ein paar Tagen Überlegung und einige Nachrichten später fühlte ich: nein, ich will da nix mehr anfangen. Das war immer so chaotisch und der endgültige Abschied von ihm so schmerzhaft und schwierig, nein da geht nix mehr. Also schrieb ich ihm, das ich ja nen Grund hatte warum ich seine Nummer blockierte, weil ich diese Achterbahnfahrt nicht mehr will und auch zuviel kaputt gegangen sei und ich dabei bleibe und mich verabschiedete. Da kam relativ schnell nur ein HÄ? zurück. Ich schwieg. Soll er mal sein Hirn anstrengen. Nach 3 Stunden kam dann: Es sei ja meine Achterbahn gewesen und nicht seine und er wolle nur mal schauen wie es mir geht und mal bitte schön locker bleiben….
Oh Gott. Das war mit ein Grund warum ich den nicht mehr in meinem Leben haben will. Diese verquere, schräge Kommunikation. Klar er fühlte sich getroffen, zurückgewiesen. Ich schrieb ja nicht dass es seine Achterbahn war, ich gab ihm ja gar keine Schuld. Ich war damals auch kein Lamm. Egal welchen Achterbahn es sei, ich will sie einfach nicht mehr!!! Das spüre ich so deutlich, das drücke ich nicht mehr weg um lieb zu sein!! Das er nur mal schauen wolle wie es mir geht, das glaube ich nicht, irgendwas wollte er schon: Sex, Aufmerksamkeit, Putzhilfe ect. Ich solle mal locker bleiben? Ich war sowas von locker und nachdem ich seine Nachricht las, diese löschte und seine Nummer wieder blockierte wurde ich gleich NOCH VIEL lockerer. Ich atmete regelrecht auf: Nicht wieder dieser Streß mit dem!  Verantwortung für mich übernehmen. Klarheit. Entscheidung treffen. Tut so gut.

– gelesen: mach ich zur Zeit wieder sehr gerne: Lesen! Hatte ein Lesebuch von unterschiedlichen Schrifstellern: kleine Geschichten, Erzählungen ect gefunden. Es ging sehr viel um Cechov, dem bedeutenden russischen Schrifsteller. Ich las paar Sachen von ihm und dacht mir echt: mei wieder so ein Kerl der ganz furchtbar aufgeblasen wird. Er schreibt normale Geschichten. Nichts besonderes Fertig. Aber nein, da muss man wunderwas draus machen, wie toll und kreativ und überhaupt der war. *augenverdreh

– Schwerbehindertenausweis: der neue kam heute an. Unbefristet gültig. Wieder dieses seltsame Gefühl, einerseits natürlich erleichtert, weil wieder ein Ding weniger um das ich mich kümmern muss, andererseits der schale Geschmack…nunja.

– bei mir sein: macht echt Spaß! Wieder zu merken: oaahh Schokopudding hat ich ja schon ewig nicht mehr! Und Rouladen! Und abends aufm Balkon nen Hugo trinken und träumen und keine Anspannnung und keinen Streß spüren und kein ich müßte und sollte und darf mich NICHT entspannen, was zur Hölle machst du da schon wieder verbotenes, übrigends du hast dich schon lange nicht mehr geschämt und schuldig gefühlt…wär mal wieder dran oder..ODER???? Nein einfach ein: Mir gehts gut und das ist gut so. 🙂

– Was mein Leben reicher macht: Frische, selbstgemachte, kühle Bananenmilch mit einer Prise Zimt, dazu Mano Chao als Musik und das ganze in der Sonne aufm Balkon (am Boden sitzend weil mich da keiner sieht). Quasi Miniurlaub!

– Zitat der Woche (bei Twitter gelesen): „dass ich ein neues Lebensziel brauche und zwar: dass es mir gut geht. Anfänglich klang das total simpel und schräg und ich nahms nicht ernst. Aber mittlerweise ordne ich alles diesem Ziel unter. Denn wie mein Therapeut sagt: wenn es ihnen nicht gut geht, geht alles andere auch bergab.“
Mensch das muss einem doch gesagt werden…aber gut, wenn man nie Selbstfürssorge lernen durfte, sondern drauf gedrillt wurde sich ausschließlich um andere zu kümmern (und zwar als Kind um die Erwachsenen!!!) is das irgendwie auch nicht verwunderlich

– Affirmation des Tages: Ohne Frage beschleicht mich das Gefühl, dass ich soviele Stärken habe, sodass selbst Hulk neben mir schwach aussieht! :-))))

Wochenrückblick 30. Juli 2022

– fehlende Abgrenzung. Ich hasse, was mir mal wieder am Sonntag passierte: Ich will früh, ganz früh in den Wald, weil ich Bewegung brauche und keine Menschen, ich bin angespannt, überreizt, gereizt und überhaupt. Ich stehe um 6.10 Uhr am Sonntag am Bahnsteig. KEIN Mensch, entspannt und glücklich schaue ich in die knallorangene Sonne zwischen den Bäumen, da kommt ne Frau auf mich zu. Grüßt mich, fragt wie es mir geht. WHAT? Denke ich, wieder so ne Verrückte die labern will, genau die erwisch ich wieder…ich grummel ein „Morgen…“ und schaue weg. „kennst mich nicht mehr?“ fragt es zurück. Äh nö. Und ich kann mir Gesichter extrem gut merken und meist auch woher ich die kenne. Sie klärte mich auf, von der Tafel, sie war mal paar Wochen da. Ja da wußte ich es wieder. Das ist kein Jahr her. Und ich erkenn die nicht? Ich mach mir Sorgen um mich. Soweit so ok. Aber die fängt das labern an…ohh nööö. meine Hnadflächen werden sofort schwitzig. Ich will hier weg. Meine Ruhe und minimal aufgetauchte Entspannung ist WEG. Ich ärger mich. Die 10 Minuten bis die Bahn kommt, kommt mir vor wie eine ganze Stunde. Wieso gehe ich nicht einfach weiter? Weil ich mich einwickeln lasse. Ich mühe mich nicht zu begeister zu schauen und starre ins Gleisbett, gehe einen Schritt weg weil sie auch unfassbar nah bei mir steht und mich penetrant anstarrt als ob sie in mich hinein kriechen will…moah wie ich das hasse. Nur nicht unfreundlich sein, nur nicht als die komische gelten…WARUM??? Ich hab mit der nie direkt damals geredet, immer nur in größeren Runden, quasi indirekt. Die S-Bahn kommt, sie steigt ein und schaut mich fragend an nach dem Motto: wo willst du sitzen? Ich sage was von: Ich geh noch ein Stück vor, ciao. Und setze mich ereichtert einige Sitzreihen weiter weg. PUH. Immerhin ein Fortschritt. Früher hätte ich die gesamte Fahrt ausgehalten und mit der gequatscht.
Ich konnte dann die 10km Waldrunde einigermaßen genießen und sogar die installierte Hängematte und das Wald-xylophon (in dem Wald ist viel eingebaut worden: Lehrpfad, barfußpfad, Bänke usw…)
Tja das Universum schickt mir genug Übungsaufgaben.

– bei mir angekommen. WOW, was das ausmacht, wenn ich 1 Woche keinen Kontakt zum süchtigen Menschen habe! Der Fokus ging wieder zurück zu mir, zu meinem Leben, zu meinen Körper, zu meinen Bedürfnisse. Ich fühle mich wieder viel besser, spüre Freude, schlafe gut, bin nicht mehr so angespannt und nervös, kann wieder genießen! Ich machte einen Ausflüge in den Wald, konnte da sehr genießen und machte das weil ich es wollte und nicht nur vom Kopf her meinte, das machen zu müssen. Auch war ich mal wieder in einer Kunstaustellung, die toll war, weil es um das Thema Nebel ging und ich den sehr mag. Es war ein Mix aus Bildern, Fotos und Installationen u.a. wurde ein Raum in Nebel gehaucht und die Besucher verschwanden sozusagen. Leider war sehr viel los, sodass ich es nicht ganz so genießen konnte.
Aber es kamen gleich neue Verlockungen/Übungsaufgaben ins alte Muster zu fallen. Anscheinend rieb sich das Universum die Hände: ha mal sehen, wie ernst sie es meint: und schickte mir einen Exfreund, der ebenfalls recht dysfunktional, ventwortungslos und süchtig unterwegs ist und dann fragte mich die Frau mit den Katzen nochmal nach Betreuung. Zu beiden konnte ich sehr gut Abstand halten.
Aber trotzdem erschreckend wie schnell und lange ich in dem Fokus nach außen hängen bleibe: wie gehts dem anderen, was braucht er, was erwartet er von mir, wie soll ich mich verhalten und tue das auch noch im vorauseilenden Gehorsam ohne zu hinterfragen, ob das für mich stimmig ist! Nunja dieses Muster habe ich von klein auf gelernt, inhaliert und fest in meiner Persönlichkeit verankert. Meine Eltern waren/sind auch sehr unreif, süchtig und verantwortungslos und daher kümmerte ich mich um sehr viel, meist um die emotionale Belange.
Ich werde nie den Satz vergessen, den ich in der Klinik in einer Gruppentherapiestunde mal zu allen is Gesicht sagen sollte: „Ich sorge gut für mich und es ist mir egal was du davon hältst.“ Boah war das hart. Erst wollte ich mit dem Therapeuten diskutieren warum der Satz für mich nicht stimmt (lach) der bleib aber stur und so fing ich an, geschüttelt von Tränen und Panik. Es fühlte sich so schlimm an! Als ob neben mir ein Mensch verbrennen oder ertrinken würde und ich helfe nicht!!
Zum Schluß hin, konnte ich den Satz ruhiger sagen, ohne Tränen und körperlich aufrechter.
Üben „bei mir zu bleiben“. Üben, üben, üben. Das kann mir kein Psychopharmaka abnehmen.

– Lieblingslied: ich mag ja eher melodiösen Techno und fand per Zufall ein neues Lied: ach wie ich das liebe, wenn der Bass einsetzt:
https://youtu.be/VNJ9g07hl-s

– AUA: Seit 2 Wochen immer wieder mal Halsweh. Die letzten Tage sehr heftig, jedes schlucken tut extrem weh. Und immer mal wieder leichtes Kopfweh. Seltsam. Halsweh hab ich nie. Coronatest war negativ. Montagfrüh hab ich Arzttermin, bin echt gespannt. Und hoffe dass die Schmerztablette wirkt. Weil selbst die Lutschpastillen die äußerlich betäuben sollen null Wirkung haben

Wohenrückblick 23.Juli 2022

– Freude: wenn man sich zum zweiten Mal in der Woche eine Schokofrucht vom Volksfest gönnt und der junge (wahrscheinlich neue) Verkäufer nur 3,50€ statt 4,50€ verlangt 🙂

– Die Süchtigen und ich. Darüber könnte ich ein Buch schreiben. Es ist mal wieder soweit. Ich hocke in dem Loch namens Coabhängigkeit. Das ist so zermürbend. Da weiß ich schon alles darüber und tappe doch immer wieder hinein. Ich erkenne es oft immer noch zu spät. Aber ich komme schneller wieder davon raus, als früher. Immerhin.
Wir passen immer gut zusammen, der Süchtige und ich. Wie Schloß und Schlüßel. Man findet sich. Man findet sich anregend und spannend. Der eine übernimmt keine Verantwortung, der andere übernimmt sie. Der eine will sich dauernd bedienen lassen, ich bediene. Ich war vor 20 Jahren in einem örtlichen Chat. Man kannte sich untereinander, man traf sich öfters zum brunchen, zum sporteln, zum feiern. Eine bunte Mischung, vom arbeitslosen bis zum Chef, weiblich, männlich, alles. Ich glaub der Hälfte der Männer half ich: Mit seelischer Unterstützung, mit Sex, mit einem Bett zum ausruhen, als Unterhaltung für einen Abend, als Aufpasserin wenn sich einer mal wieder die Kante gab und ich seine Brille bewahrte oder ihn heim begleitete. Ich hielt Kontakt zum Anwalt, als einer der Typen im Knast saß, natürlich besuchte ich ihn auch dort und regelte seinen Scheiß.
Verantwortung? Übernehm ich gerne! Alles organisieren, schauen, machen tun? Ich kann das! Das wäre auch nicht das Problem. Das Problem ist, dass dieses geben zu einseitig ist. Es gibt ja vieles was ich nicht machen kann oder will, das könnte ja dann der andere machen. Aber da kommt dann: ach ne da bin ich zu naiv, zu schusselig, das kann ich nicht blaablaaa und weil es dann einfacher ist: mach ich es halt doch.
Dann geht es mir schlechter und schlechter. Ich verfalle in eine Depression, vegetiere vor mich hin, phantasiere Suizidpläne. Wundere mich, warum es mir so schlecht geht…hm?
Ich habe mich wieder mal selbst verloren. Die Verbindung zu meinen Bedürfnisse, Gefühlen und Wünschen. Ich fühle mich leer. Ausgesaugt. Ausgelaugt. WO ist meine Energietankstelle?
Ich fand letztens einen guten Satz über Süchtige:
„Bei Drogensüchtigen sagt man auch: Sie sind „stoned“, d.h. man könnte genausogut versuchen eine emotionale Beziehung zu einem Stein herzustellen.“
Absolut! Man ackert also für NIX. Man verhungert emotional, man fühlt sich nicht nur innerlich leer, man ist es auch. Solange bis man seinen Fokus wieder nach innen, zu sich richtet und sich und sein Leben wieder spürt und somit füllt.
Mir fehlen die Grenzen in Suchtbeziehungen. Es entsteht sofort (oder relativ schnell) eine ungesunde Symbiose. Ein ICH gibt es nicht mehr, eher nur noch ein ER  (manchmal auch eine SIE) oder WIR. Es gibt nur ein entweder ganz oder gar nicht. Verschmelzung oder gar keinen Kontakt. Vielleicht ist das auch normal, wahrscheinlich geht das in Suchtbeziehungen gar nicht anders.
Ich jedenfalls habe mal wieder die Schnauze voll davon, ertrinkende zu retten, die sich gar nicht retten lassen wollen, sondern ihr bequemes Leben weiterleben wollen, ohne Verantwortung für sich zu übernehmen.
Ich bin dann mal weg….

– lustig: Montagnachmittag bei brütender Hitze ins Kino zu gehen ist das beste was man als Sozialphobiker machen kann: Eine Bekannte und ich hatten das Kino für uns alleine 😉 haben das so genossen. Leider war der Film eher mau: Liebesdings. Naja wenigstens Elyas M’Barek mal wieder in Leinwandröße gesehen *Glotz-und-sabber

– Wohnungssuche: hatte ne Anzeige aufgegeben, in der ich eine neue Wohnung suche. Was da alles zurückkam…die meisten wollten diese Wohnung haben. Haha, die konnten wohl nicht deutsch oder was weiß ich, dann kamen die Liebesangebote: Bin der Jürgen und suche eine Frau, und nur ein mickriges Angebot kam und als ich zurückschrieb, das ich Interesse hätte, kam: nix mehr. Nunja, mal sehen was sich da noch so entwickelt.

-Melancholie fühlt sich an wie Heimweh, während man zuhause ist…

Wochenrückblick 25.Juni 2022

– einfach. nicht. mehr. treffen.: ich brauch ja echt lange bis ich mich von Menschen die mir etwas nahe waren wieder trenne. Aber jetz is echt Schluß. Mit der Bekannten von der Tafel. Haben uns in den letzten 2 Jahren immer mal wieder zum spazieren verabredet, aber sie nervt nur. Am Anfang ist es noch ganz nett, normale Unterhaltung und dann kippt es und sie ist nur am mecken. Mit so Druck dahinter da kommt sie mir körperlich ganz nah, starrt mich an und schreit mich auch gern an was sie so denkt und nicht will oder will…extrem unangenehm. Wegschauen und still sein,macht das ganze noch schlimmer, als ob sie einen in ihren Bann ziehen will, zustimmen ist auch nicht besser, analysieren genauso wenig. Es ist egal wie man reagiert, es geht ihr auch nicht mehr ums Gegenüber, es geht ihr nur darum ihren Scheiß bei mir abzuladen . Vielleicht sollt ich mal  fragen: „soll ich dich in Arm nehmen?“ Und da gehts wohlgemerkt um Kleinigkeiten: was ihre Arbitskollegin gemacht hat oder ihr Nachbar. Solche Gespräche laugen mich zutiefst aus. Als sie dann auch noch ihr Fahrrad ungefagt gegen meins lehnte (bin ich da so empfindlich oder finden das andere auch als grenzüberschreitend bzw. frech?) war echt der Ofen aus. Bei der Tafel quatschen okay, außerhalb Treffen: nie mehr! Und wenn ich mich noch so einsam fühle!

– am Grab: Letztes Jahr erfuhr ich, dass E. gestorben ist. Durch Suizid. Das hat mich sehr mitgenommen und so ganz kann ich das immer noch nicht glauben. E. lernte ich in der Angst-Selbsthilfegruppe kennen, sie war mehr depressiv als ängstlich. 10 Jahre älter als ich, beruflich erfolgreich, eine erwachsene Tochter. Sie war klug und hübsch, nur immer etwas unnahbar. Wir verstanden uns gut, telefonierten immer mal wieder. Regelmäßig litt sie unter diesen krassen Depressionsphasen. Ging immer wieder in die Klinik. Immer wieder Tabletten die ihr auch kurzfristig halfen. Immer wieder Abstürze. Dann ging es ihr wieder besser, fuhr in Urlaub, unternahm Ausflüge. Sie hat soviel gekämpft. Und dann ging ihr die Kraft aus. Ich suchte ihr Grab auf. Engel. Eine brennende Kerze. Ein Bild von ihr. In die Steinplatte ein Herz gefräst. Hier liegt sie. Sie hat es geschafft. Hoffentlich hat sie ihren Frieden gefunden.

-Leere, Öde. Schwierigkeiten den Tag zu überstehen. Vormittags ist noch einigermaßen Motivation/Antrieb da. Ich mache trotz extremer Müdigkeit etwas Sport oder erledige etwas. Um dann Mittags in einen Tiefschlaf zu fallen, der mir derzeit nachts fehlt. Nachmittags nur irgendwas rumtrödeln. Im Chat, einen Film schauen, lesen geht derzeit kaum. Um dann endlich gegen 21Uhr manchmal auch um 20 uhr ins Bett zu fallen.

– am See: Neben mir ziehen sich zwei ältere Damen wieder nach ihrem Frühsport  an. Sie unterlten sich. Über dies und das. Kinder, Enkel, Nachbarn, Feste. Die eine so: „Ja dessen Schwester starb mit 86 Jahren.“ Entgegenet die andere: Mit 86 Jahren? Das ist ja noch kein Alter!!“ Äh…was dann…etwa Kilogramm? Ich vermute die Dame, die selbst gut auf die 80 zusteuert hat einfach Angst vor Alter, Tod, Leid. Verständlich.

– blutige Sache: Männer mögen Actionfilme. Gerne auch mit Gewalt und viel Blut. Da steigt das Adrenalin, mit Feuereifer sind sie dabei, wären am lieten selbst mittendrin. Mit großen Augen verfolgen sie die Greueltaten. Später liegen sie mit ihrer Freundin im Bett. Sie bekommt ihre Tage. Hinterlässt auf dem Bettlacken einen kleinen Fleck Blut. Der Mann: Iiihhh ist das eklig!!!!! Tja 🙂

– freiradeln: mit „schnell geht derzeit nix“ Mit Leistung und Druck auch nicht. Wenn ich mir vornehme eine bestimmte Runde zu radeln tut mir das nicht gut. Ich werde unfassbar müde, knatschig, schlapp. Will nur heim, dort einen riesen Kuchen/Tortenstück essen und dann ins Bett verkriechen. Fahre ich ganz gemütlich wie mir die Nase gewachsen ist, ohne Ziel, dann gehts mir wunderbar. Für den Fall der Fälle habe ich aber immer Wasser, kleinen Snack und Geldbeutel dabei. Ich weiß ja nie wo ich lande. Aber das ist ja gerdae das schöne.

– Diskrepanz: Ich hänge derzeit so stark in Kindanteilen fest, dass ich das Gefühl habe da kaum mehr heraus zu kommen. Die Ängste, die Scham das Überforderungsgefühl sind immens. Ich komme mir so unzulänglich vor. So überhaupt nicht souverän. Das schwierige ist auch, ich entferne mich ja altersmäßig immer mehr von diesen Kindanteilen. Mit Mitte/Ende 20 ist das was anderes wie mit Anfang 40. Das verstärkt die schlimmen Gefühle „nix auf die Reihe zu kriegen“, weil ich doch eigentlich schon erwachsen bin und das „hinkriegen müsse“.

– Trauer: in der Ubahn. Ich sehe ein Pärchen, auch so Mitte/Ende 20. Sie sieht sehr traurig und müde aus. Er hält sie fest umklammert, sie blickt mit Leeren Augen, lehnt sich an, es scheint als ob sie alles schwere loslässt, sich ihm hingibt, ihm voll vertraut. Nur das Jetzt ist da. Sie setzt sich, er steht. Sie lehnt sich an seinen Bauch an, er streichelt ihr ganz zärtlich über die Haare. Hält still. Streichelt weiter. Es ist kein „weghaben wollen der Trauer“ sondern ein DASEIN. Er ist für sie da. Er schaut an welcher Haltestelle wir sind und wo sie aussteigen müssen. Er steht schützend vor ihr. Mir schossen so dermaßen die Tränen in die Augen, weil ich sowas so sehr vermisse. Die bedingungslose Fürsorge eines anderen. Einfach dasein. Fallenlassen. Getragen werden. Nicht alles alleine machen müssen

Wochenrückblick 11.Juni 2022

– Malbücher. Für Erwachsene. DIE Entspannung schlechthin, heißt es oft. Malbücher für Erwachsene werden BESTSELLER! Unfassbar. Ich weiß das so genau, weil ich eines geschenkt bekam auf dem das steht. Aber schon früher hab ich das probiert: ausmalen. Damals warens noch Mandalas. Mich stresste das eher. Weil ich so einen hohen Druck hatte: Nicht über die Linie malen. Es richtig machen. Schön muss es aussehen. Aber dann kam noch innere Unruhe dazu: Wozu? Das hat ja keinen Sinn, ein Bild ausmalen. Wenn dann muss ich es weiterverwenden. Mindestens aufhängen. Einfach ausmalen, um des malens willens darf ja nicht sein.
Nun bekam ich das Malbuch „meine Reise durch Europa“ geschenkt und ließ alle „man muss/man soll“ fahren. Ich male nur das Bild aus, das mir gefällt. Oft auch nur einen Teil daraus. Oder ich schneide einen Teil aus und bemale nur den. Ich darf auch ein misslungenes Bild wegwerfen. Ich darf die Farben nehmen, die MIR gefallen. Sieht ja keiner. Es ist nur Papier und etwas Farbe!! Da sieht man was ich mir selber für einen immensen Druck mache. Bei solch Kleinigkeiten. Kann man sich vorstellen wie es mir dann an Arbeitsstellen damit geht.
Jetzt male ich. Aus. Total versunken. Es darf allesenutzt werden, ob Filzer oder Holzfarbstifte, ob ich was weiß lasse oder wie auch immer. Ich komme in den Flow, höre ganz klischeemäßig dazu entspannende Musik. Mal Frauenstimmen, mal meditative, mal spirituelle. Nur das Bild. Und ich. Kein Handy, keine Gedanken an morgen oder gestern. Nur malend. Entspannung pur.

– Jodmangel: massiver. Kam jetzt raus. Zwischen 100-200 mikrogramm ist ok, unter 50 Mangel, ich habe 28! War mir aber fast klar, weil ich keine Fische oder irgendwas aus dem Meer esse und soviel Milch kann ich gar ned saufen, wie ich bräuchte. Nehme nun Kelp-algen gepresste Kapseln in denen der (angebliche) genaue Jodanteil deklariert ist. Weil das künstliche Jodid in Tabletten, brachten mich früher mal in sehr unangenehme (Schilddrüsen)-Überfunktionssymptome

– Cut: wenn es nur so kurz in der Nacht dunkel ist, hab ich Schlafprobleme. Jedes Jahr dasssselbe. Ich schlafe zuwenig tief. Wace dann völlig fertig auf. Schone mich tagsüber, werde unruhig, kann erst recht nicht schlafen. Fieser Teufelskreis. Da muss dann mal ein Cut der Spirale her: Entweder Schlafmedikamente, oder trotz Erschöpfung Sport machen, dass man dann wirklich halb tot ins Bett fällt. Und ich hab festgestellt, der Mittagsschlaf ist bei mir meist am erholsamsten. Zum Glück gönn ich mir den eh meistens.

– erlernte Hilflosigkeit. Wenn ich da mal wieder drinstecke, ist das ätzend. Es geht mir schlecht und ich tu nichts, damit es mir besser geht. Volle Erstarrung. Ein „nicht dürfen, dass es mir gut geht“ kommt ja zum „ach ich habe eine Selbstwirksamkeit????“ oben drauf. Tägliches üben ist angesagt. Nach innen fühlen: wie gehts grad, was könnte jetzt gut tun?

– Seelenschmerzen: Auch (fast) jedes Jahr eine furchtbare Kombi: Viel alleine sein, Einsamkeit, lange sonnige Tage und Langeweile. Furchtbar. Das triggert mich immens. Diese Verlassenheitsgefühle, diese Leere und Öde, ich könnt im Schmerz ertrinken oder ersticken, je nachdem. Diese Sehnsucht nach früher. Eine Zeit wo ich den ganzen Tag draußen spielend war mit ganz vielen Kindern. Sehnsucht nach den guten Saiten meiner Kindheit. Fast zerreißt es mich schier. Ich darf da nicht hinein sinken. Nur ablenken hilft. Dokus schauen. Aufräumen. Tagsüber gehts noch da kann ich mal radeln, mal schwimmen oder spazieren gehn draußen, Haushalt machen, nach München fahren da was unternehmen. Aber am Wochenende und abends: ganz schlimm.

– glutenfrei: eine glutenfreie Bäckerei habe ich ja schon gefunden, nun auch noch eine glutenfreie Patisserie…olala. Da ich erst spätnachmittags hinkam, war nicht mehr soviel im Angebot, so nahm ich nur einen Muffin und eine kleine Kuchenkugel an so einem Lollistengel mit. Kosten: 6,40€ Ahhhja

Wochenrückblick 3.Juni 2022

– Tagesplan machen: auch so ein hilfreiches Werkzeug. Ich kann mir eigentlich gut Struktur geben, wenn ich es nicht vergesse. Ich darf eher lernen, diesen Tageslan ENTSPANNT anzugehen (oder auch mal nur rumgammeln)und nicht wieder wie ein Soldat in Eilgeschwindigkeit alles abarbeiten, egal wie es mir geht. Am Dienstag habe ich das schon geübt in dem ich einiges eledigt habe, dann noch wo hinfahren wollte und auf dem Weg dahin gemerkt habe, nö ist zuviel und umgedreht bin *schulterklopf*.
Stattdessen fuhr ich in den Park und saß auf meiner Lieblingsbank,auf der ich viel zu selten sitzen. Auch das möchte ich ändern. Und wchtig: auf den Tagesplan auch schöne, entspannende Dinge aufschreiben

– Lieblingsbank: die liegt nämlich ideal: auf einer kleinen Anhöhe aber abseits vom Hauptweg, so dass ich einen guten Blick über den Park habe, im Rücken Hecke und Gebüsch was sich für mich schützend anfühlt, davor einige alte Apfelbäume die ein wenig Schatten spenden, aber noch genug Sonne übrig lassen und natürlich ist es dort ruhig, keine Straße kein nix und abundzu laufen am unteren Weg Hunde vorbei oder spielen auf der Wiese nebenan, was ich natürlich toll finde und denen gerne zuschaue. Also: öfters da hinsetzen, gern auch mit Buch und ent-spannen.

– abgesagt: wollte ich eigentlich hier nicht mehr thematisieren, dass ich einen Arbeitsauftrag mal wieder abgesagt habe (bin halt stur und wills immer mal wieder probieren), aber es ging mir eher mit dem Umgang damit: Locker und ohne Schuldgefühle. Ich meine, Grönemeyer sagte grad seine ganze Tour ab, wie geht der damit um? DAS is ja echt mal ne Hausnummer.

– also Zu etwas (Arbeit) NEIN gesagt und JA, zu mir, zum bei mir sein-weiterüben, zum Kräfte sammeln, Zeit zum hinfühlen: was mag was brauche ich. Und immer wenn ich das geschafft habe, wieder in der guten Selbstfürsorge anzukommen,merke ich das auch an meiner Umgebung: es kommen mehr Nachrichten von Bekannten/Freunde, es tun sich neue Dinge auf. Diesesmal half ich einer älteren Dame beim Fahrkartenkauf (schon lange fragte mich keiner mehr, anscheinend hab ich so eine Mauer ausgestrahlt). Gerne half ich ihr, sie war ganz begeistert von mir und wußte gar nicht wie sie mir danken sollte. Ganz herzlich. Dann wollte mich ein Mann an der Kasse vorlassen, der Apotheker scherzte und flirtete mit mir usw.

– Magenspiegelung: Ja so schnell kanns gehen. Da der Magen weiter arge Probleme macht, rief ich doch mal beim Doc an und die Arzthelferin meinte: „Morgen hat gerade jemand abgesagt für eine Magenspiegelung.“ Gut, das wollte ich nicht unbedingt, aber hey man muss die Feste fallen wie sie feiern oder so. Da ich seit Jahren damit rum tue, wärs vielleicht mal nicht schlecht doch reinzuschauen und besser gleich morgen als wie erst in 14 Tagen. Sonst hab ich 14 Tage Streß, also obendrauf zum normalen. Und auch gleich um 8h in der Früh. Also noch schnell Fahrdienst organisiert fürs abholen. Es war gut, dass ich die letzten Tage den Kontakt zu mir wieder weiter geübt habe, so war ich gut bei mir und jeden Impuls was zu sagen ließ ich freien Lauf: Da was fragen, da um was bitten. Nur Kleinigkeiten, aber DIE machens aus, um mich sicher und eigenmächtig zu fühlen in einer Situation wo ich ja die Kontrolle abgeben muss.
Dank dem Lyrica konnte ich gut schlafen und fuhr recht gelassen hin, um dann bei den ganzen Vorbereitungen: Blutdruckmanschette anlegen, Zugang legen usw. doch mal kurz in Tränen auszubrechen, da war dann die Anspannung doch zu groß, aber ich konnte mich wieder beruhigen bevor ich in die Kurznarkose fiel (das glaube ich ist für das Körpergedächtnis ganz wichtig, dass da nix stecken bleibt an Stress), später im Aufwachraum nochmal kurzes leichtes weinen (was ich schon kenne, nochmal Anspannung loswerden) und dann wars auch gut. Das medizinische Personal war nett und sehr zugewandt. Klar den ganzen Tag läuft man noch beschwippst durch die Gegend, aber macht ja nix. Medizinische Sachen sind bei mir große Trigger, weil bei mir schon sehr oft was schief ging. Dieses Mal nicht. Sehr schön. Und auf den ersten Blick wurde auch nix im Magen gefunden. Dachte ich mir fast schon, aber jetzt weiß ich es wenigstens sicher.

– Freitag. Wie singen die Toten Hosen so schön: „Scheiße, das war heut nicht mein Tag!!“ Ja aber volle Kanne. Wollte ins Freibad, hatte aber in der Früh schon irgendwie ein ungutes Gefühl, so ala: sollste wirklich? Is der Angstpegel grad so niedrig, dass das geht? Wär nicht allein in den Wald oder nur radeln oder so besser? Ich habs weggeschoben und bekam prompt die Rechnung: Nach 10 Minuten Bahnfahrt, ging nichts mehr. Betriebsstörung. Nach 30 Minuten gings dann weiter, ich stieg aber bei der nächsten Haltestelle aus, (nach langem hin und her überlegen was ich mache: Nur irgendwo nen Kaffe trinken und wieder heim? Ins Hallenbad, das näher liegt?..ect. Ich entschied mich für: Heim. Irgendwo noch Kuchen mitnehmen. Meine Laune war so dermaßen im Keller, wie selten. So aggro, dass ich mir einen Boxkampf wünschte und der telefonierenden Frau hinter mir, am liebsten ihr scheiß Smartphone in ihr großes Maul…ja gut lassen wir das. Auf jeden Fall: Ganz schlimme Laune. Vermute PMS (gilt das eigentlich auch strafmildernd?). Also ist heute Introtag. Ich darf alles machen, was mir gut tut, und wenn es ein kitschiger Weihnachtsfilm ist, den ich mir anschaue. Ich will nur zusammengekugelt rumliegen. DAS IST IN ORDNUNG!

In diesem Sinne: Frohe Pfingsten !! (da ich ja an solchen Feiertagen eh ungern unterwegs bin, weil zuviel los, noch dazu da das Wetter super werden soll, bin ich ganz froh Frauenzeit zu haben und „berechtigt“ zu Hause zu bleiben oder nur kurz unterwegs sein zu wollen

Wochenrückblick 21. Mai 2022


– Dinge die man nicht mehr hören kann/will: „ach Sie sind ja noch jung!“ Das kam so: ich schlenderte nach einem sehr anstrengenden Termin noch übern Friedhof, über einen sehr schönen. Ich wollte die Atmosphäre noch ein wenig länger genießen und setzte mich auf eine Parkbank. 5 Sek später hatte ich Gesellschaft einer 80-jähringen Dame. OH NO! Echt jetzt? Erst war sie still, dann redeten wir doch etwas. Das war auch angenehm, aber nur so die ersten 10 Minuten. Irgendwann kamen wir aufs Auto und Autofahren und das ich das nicht mehr kann und mag, weil „zuviel“, dann kam das Totschlagargument: „Sie sind doch noch jung!“
Da kann ich nur noch perplex schweigen. Nur weil man jung ist, kann…muss man..sollte man….? Is das rassistisch? Ich hätte zu ihr ja auch sagen können: „Na in ihrem Alter noch Auto fahren????“ Nein, weil das übergriffig ist!
Außerdem wie lange soll ich denn noch jung sein, jetzt bin ich 42 und hör den Spruch seit 20 Jahren!!!!
Ich habs mir verkniffen zu sagen, dass ich seit 10 Jahren in Rente bin, ich wollte nur, dass die Alte verschwindet und mich in Ruhe lässt! So!

– merkwürdig: noch eine Begebenheit mit einer älteren Damen: Sie radelte vor mir, sehr langsam und mitten aufm Weg. Ich dachte mir, ich bleib hinter ihr, wel ich in 200m eh rechts abbiegen muss und wenn ich nun klingel hauts die vor Schreck runter. Aber es wurde mir dann doch zu blöd und so fragte ich ganz höflich und freundlich, ob sie rechts oder links fahre? Springt die vom Radl runter, schaut sich hektisch um und brüllt mich an: „Bin ich wieder mitten in der Straße gefahren, ha??? DANKE!!!“ Ich war wieder perplex, weil das aggressive nicht zu der Frage/Inhalt passte, aber sie sah auch freundlich drein, also lachte ich nur mit einem JA! zurück, winkte, fuhr weiter, bog rechts ab, schüttelte den Kopf. Nunja.

– gefeiert: Geburtstag: Bestes Geschenk der Nachbarn, die links neben mir fuhren mit großem Gepäck in Urlaub, also ist mindestens 3 Wochen Ruhe, wenn nicht noch länger, weil sie ja 2 Jahre nicht in ihre Heimat nach Vietnam fliegen konnten. Ich hoffe es so sehr. Die Ruhe, himmlisch, kein Türen knallen, kein Geplapper, kein rumpeln. Der rechte Nachbar ist tagsüber auch gut 10 Stunden nicht da und den hör ich eh kaum. Fühl mich gleich viel sicherer in meiner Wohnung!

– gelesen und geschaut, weil es ein Comicbuch ist: Quiet Girl, Geschichten einer Introvertierten. Hab ich mir selber zum Geburtstag geschenkt und es ist einfach wundervoll. So warmherzig und genau getroffen. Dazu diese feinen schwarz-weiß-Zeichnungen mit subtilem Humor ist mein neues Lieblingsbuch. Wenn ihr also eine stille Person kennt, die immer etwas abseits steht, etwas scheu und wortkarg ist und die am liebsten daheim ist und liest (oder andere Dinge alleine gern macht), schenkt ihr/ihm das Buch. Absoluter Selbstwert-boost.
Ich kam dann so ins tagträumen (auch was ich schon lang nicht mehr machte, dabei tut es so gut, entspannt wunderbar, kostet nix und ist fast überall machbar) wie es gewesen wäre, wenn man meine Introversion anerkannt hätte und mich so gelassen hätte wie ich es eben bin, statt mich dauernd anders haben wollen: warum bist du so still? warum sagst du nichts? warum schaust du so traurig? warum hast du hier und jetzt in diesem überfüllten, lauten, stickigen Birezelt keinen Spaß? Warum musst du soviel schlafen? Lach doch mal! Sei mal spontan! Wenn es nur einen Menschen in meinem Umfeld gegeben hätte, der mir gezeigt hätte, dass es ok ist ein stilleres Leben zu führen, das es auch Menschen braucht die erst denken und dann reden, die viel beobachten, die viel nachdenken, die sanft sind, das wäre die halbe Miete gewesen. Ich hätte da aufgetankt wo ich wirklich Energie bekomme, dann hätt ich auch  ein oder andere Widrigkeit im Leben besser gepackt. Ich hätte vielleicht in einer Gärtnerei gearbeitet und ehrenamtlich ein wenig im Tierheim ausgeholfen, ich hätte meine Energie nicht mit Selbstzweifel verbraucht und nicht soviel Zeit damit verschwendet mich selber umzuerziehen und mich anders haben wollend. Ich wäre glücklich lesend, spazierend und fotografierend gelesen, mit ganz wenigen Menschen, die mir wirklich am Herzen liegen, um mich herum…

– gehört: Ohrwurm der Woche: https://youtu.be/DHdVYy5B6JM starke Frauenstimme, interessanter Inhalt, in dem es um die Frustration der Palästiner geht: was ändert sich, alles bleibt gleich, alles wiederholt sich, nur ich hab mich letztes Jahr geändert.

– Vorfreude: auf das 9,-Ticket, auch wenn es mir vermutlich viel Druck macht „es doch auch ganz oft und viel zu nutzen“, aber es nutzt mir ja so schon, ich zahle 25,-/Monat weniger und ich kann viel weiter fahren als mit meiner Monatskarte. Von daher werd ich wohl kaum zu meinem „Haussee“ fahren zum schwimmen, den ich echt nicht mehr sehen kann und ich mich immer unwohler da fühle, weil da viele schräge Gestalten rumlaufen, auch schon vormittags, letztes Jahr wurde am frühen Abend ein Mädchen dort vergewaltigt. Und München hat ja wirklich eine groß Auswahl an Seen und Freibädern.

– Sommer: Depression/Angststörung und Sommer passt eher suboptimal zusammen. Trotzdem hab ich die Wärme auch etwas genossen und fuhr an einen See der weiter weg ist, lag als einzigste auf der Wiese *jeah* und schaffte es sogar zu schwimmen. Ja es war kalt, aber tat auch gut. Am Tag darauf machte ich das gleich nochmal und *zack* zuiel. Zuweit zum radeln, zu warm, zuviele Leute, schwamm zwar wieder, fiel aber daheim sofort komatös ins Bett. So und jetzt hätte ich bitte gern mal wieder 2 Tage neblige-kühle Novembertage an denen es um 17 Uhr dunkel wird.

Wochenrückblick 8.Mai 2022


– Panik, des nachts: Hatte ja schon das Nasenspray als Täter vermutet. Nahm das ja öfters mal abends vorm schlafen, weil meine Nase chronisch dicht ist und ich dachte mit freier schlafe ich besser. Aber das Gegenteil war ja regelmäßig der Fall: Ich wachte mit Erstickungsgefühle, Herzrasen und Alpträumen auf. Dann dämmerte mir so: mal sehen was in dem Nasenspray drin ist: Ein Stoff der ähnlich wirkt wie Adrenalin! Klar damit die Schleimhäute abschwellen. Adrenalin in der Nacht, äußerst ungut. Aber top wenn ich Sport machen will und eine freie Nase brauche.

-Job: ein wenig durch Nebenjobangebote geschaut und was gefunden: Bürokraft in einem Nachhilfeinstitut. Man braucht keine besonderen Kenntnisse, außer ein wenig Erfahrung am PC. Organisation liegt mir ja voll, Arbeit am PC sowieso und man hat keine soziale Verantwortung, hilft aber doch in einer leichten Art den Leuten . Ein gesunder Teil in mir: Yeah das wär genau das richtige und der Traumaanteil schiebt Panik: wäääh soviel Menschenkontakt, du musst telefonieren, nachfragen wenn du den Namen nicht verstanden hast oder nicht weiß wie man das schreibt, Jugendliche sind Streß pur für mich, was wenn am PC was nicht funktioniert und vor dir 2 Eltern stehen, das Telefon klingelt und du einfach am liebsten abhauen willst, weil die Überforderung überhand nimmt? Du fängst das zittern an, das darf keiner sehen, das macht noch mehr Streß…und das 2x die Woche? Plus langer Anfahrt 1 Stunde hin, 1 Stunde heim. Laß es….
Und wieder mal ne Runde Akzeptanz für den ganzen Scheiß, es kotzt mich an.

– Job Teil 2: Ich mach ja „gern“ immer wieder dieselbe Fehler. Dieses Mal: Haushaltshilfe bei alleinlebenden Männern. War noch nie was gescheites dabei. Entweder versifft und gammlig oder Typ Arschloch: ich kann mit meinem Geld alles kaufen und alles was mit Werte, Seele, Respekt und sonstigem Kram zu tun hat interessiert mich nicht. Ich habe wirklich bisher nur diese 2 Kategorien erlebt und denke doch immer wieder, dass man ja keine Vorurteile haben darf, dass es ja vielleicht doch mal passen könnte. Fuck man, nein! Diese Woche hatte ich sogar von jeder Sorte jeweils einen, wobei ich mir die gammlige Wohnung noch ansah (wußte ich vorher natürlich nicht, aber wenn der diese Bude wirklich als Ferienwohnung vermieten will, tun mir die Gäste echt leid. Der Gestank! Irgendwas mit Katzenpisse und undefinierbarem Männergeruch. Ätzend. Dazu alles einfach abgerammelt, kaputt, schmierig.  Er wollte sogar gleich ein probearbeiten von mir und ich machte mich ganz schnell vom Acker. Meine Klamotten flogen sofort auf den Balkon, weil wenn ich nochmal dieses Geruch in die Nase kriege, garantierte ich für nix. Dem schnieken Heini, Geschäftsführer mit vonund zu-Namen, der auch kein Hallo bei Mails und sehr kurz angebunden am Tel war, hab ich dann gleich vorher abgesagt.
Aber irgendwie scheint das ganze trotzdem einen Sinn zu haben. Hatte ich vorher wieder einen unsäglichen Druck und schaute schon zwanghaft nach neuen Aufträgen, wurde ich nach der Absage wieder tiefenentspannt. Schlief gut, wachte auf, drehte mich nochmal um, döste, holte mir ein Buch, las im Bett weiter, fühlte mich einfach wohl, blieb im Schlafanzug, frühstückte, hörte laut Musik und tanzte ein wenig, genoß einfach meinen freien Tag. Kein *ich muss-ich sollte* dass mich sooft unterdrückt und streßt und die Lebensfreude raubt…ich habe da ja einen sehr strengen Antreiber in mir.

– gefunden: in inem Interview der ZEIT fand ich die Aussage: „ich versuchte, alles richtig zu machen – bis ich zusammenklappte. Ich bekam die Diagnose „allgemeine Angststörung“. Na toll: Ängste aller Art!“
Dachte der Typ redet von mir…

– Flachwitz der Woche: Was ist der Unterschied von einem Kerl und Lidl?
Na?
Lidl lohnt sich.

– gefunden: Mal wieder Musik die mich flasht, und die Sängerin noch dazu. Zum einen weil sie alles selbst performt (mit viel Technik um sich, das ist faszinierend wie sie damit umgeht), dann ihre Stimme und nicht zuletzt weil sie auch Klavier und Geige beherrscht und so Klassik-einlagen in Popsongs, gefällt mir sehr gut
https://youtu.be/eH5BtaB48DI
https://youtu.be/CsKYoO2GenQ

Sonst so? Unglaublich müde, fad, antriebslos. Hoffe, das wird jetzt mit der Sonne kommende Woche ein bißchen besser. Denn ich habe schon gemerkt: 2 Winter lang kein Solarium tut mir nicht gut. Leider überstand das Solarium die Lockdowns nicht. Das war bei mir um die Ecke, sehr praktisch. Jetzt muss ich 30 Minuten in die Stadt fahren. Aber nun denn

Wochenrückblick 22.April 2022


– ich war ja die letzten 4 Wochen immer so kurz vor einer Erkältung: Kopfweh, kalte Füße, staubiger Geruch in der Nase, grippig fühlen. Und dieses Mal habe ich mich sofort drum gekümmert: heißes Fußbad oder Wärmflasche, Mütze aufgesetzt (einmal sogar in der Wohnung, weil ich das Gefühl hatte der Kopf braucht die Wärme und es tat ja auch gut), Ruhe gegönnt. Ich wurde nicht krank.
Früher war das anders: da registrierte ich auch diese Symptome und dachte nur: oh ich werde krank. Als wäre ich dem hilflos ausgeliefert und könne nichts machen (was im übrigen damals eine generelle Lebenseinstellung von mir war, diese erlernte Hilflosigkeit und manchmal schaut sie auch heute noch vorbei: huhuuu mich gibts auch noch!!!). Ich saß damals in der Morgenrunde in der Tagesklinik und sagte dass ich zum Morgenspaziergang nicht mitgehe, weil ich das übliche Erkältungskopfweh hatte. Schade, dass ich nicht ganz daheim gebelieben bin, denn damals bekam ich eine sehr heftige und schmerzhafte Nebenhöhlenentzündung die ich ewig nicht mehr los wurde.

– Osterwochenende: ging dann zum Glück doch ganz gut. Da ich ja freitags arbeiten war, war ich Samstag eh etwas ko, ging aber zur Haarentfernung, Sonntag schmeckte mir ein große Frühstück und danach viele Filme, was ich sehr genoß und Montag war ich schwimmen und danach so ko, dass ich nur noch fertig rumlag.

– Dienstag: Arbeit abgeagt: weiterhin zu ko. Haben es erst verschoben, aber an dem anderen Tag gings leider auch nicht. Ich habe das relativ gelassen hingenommen. Immerhin. Anderer Auftrag: Nächste Woche. Wenns klappt schön, wenn nicht, nicht. Ich hätte auch gerne mehr Stabilität und Kontinuität in meinem Leben. Aber mein Körper und/oder Seele meinen: och nööö, is so doch viel lustiger. Find ich nicht, werde aber nicht gefragt.
Noch so ein Beispiel: Donnerstag: extrem matt, ko und gereizt und heute am Freitag das Gegenteil: viel Kraft, viel gute Laune, habe endlich mal einiges in Angriff genommen (rumtelefoniert undso), freue mich bekannte Leute unterwegs zu treffen und mit denen zu plaudern. Wenn das jemand von außen so intensiv mitbekommt, der denkt sich auch…“Alter was is mit der los?“ Ja denk ich auch und finde diese extremen Schwankungen echt nervig und schlimm. Kann aber nix dagegen/dafür tun.
J. hat mich sanft geschimpft, warum ich das denn mache: sobald es mir ein Fitzelchen besser geht, gleich 6 Stunden zu arbeiten. Klar auch das sieht von außen crazy aus und unverständlich, aber man muss sich folgendes klar machen: Ich bin extrem viel zuhause, kaum Kontakte, kaum was zu tun und ich beziehe viel Selbstwert aus meiner Leistung (das is manchmal ein Stolperstein, is mir auch klar). Wenn es mir nun mal etwas besser geht und sich die Chance bietet, dann will ich auch was leisten, was schaffen, mal wieder eigenes Geld verdienen, raus kommen, auch unter Leute. Ich versteh mich da in der Hinsicht nun besser, als früher, wo ich mich auch geschimpft habe: man warum quälst du dich so? Warum machst du das? Ja aus besagten Gründen.

– derzeitiges Lieblingslied: https://youtu.be/F2wkm4cXHdo

– Und sonst so: schönes Frühlingswetter stresst mich weiterhin eher, freue mich immer auf Regen, wenn ich mich ablenke und nicht zu sehr über den Sinn meines Lbens zu grübeln, gehts auch ganz gut, hätt aber weiterhin nichts dagegen, nicht mehr allzu lange zu leben

Wochenrückblick 15. April 2022

– Histaminintoleranz: Also die Impfungen haben schon deutlich Histaminsymptome hervorgerufen. Nach der ersten Spritze habe ich sehr auf Kälte reagiert: mal ein kurzer Wind: zack Kopfweh, mal kurz zu lange am Bahnhof in den falschen Schuhen gestanden: kalte Füße, erste Anzeichen von Erkältung, dazwischen immer wieder tagelang total schläfrig, wo ich keine 2 Stunden wach bleiben konnte. Und natürlich Magenprobleme und auch mal Dünnpfiff und keinerlei Kaffe-Süßigkeitenlust.
Nach der 2.Spritze wieder so ähnlich plus neues Symptom: Flush. Also knallrote Haut, die leicht juckt. Der obere Rücken, und der halbe vordere Oberkörper, ich erschrak total als ich mich zum duschen auszog. Die Hitze ging dann in der Nacht weg, aber das rote blieb, dafür waren die typischen neurologischen Symptome die mich sonst quälen, weg: Keine Bekommenheit, keine Schläfrigket im Gegenteil ich fühlte mich total erfrischt und wach und so konzeriert, dass ich den ganzen Nachmittag aufmerksam und interessiert  lesen konnte. Das war wunderbar! Also ich hätte üüüüberhaupt kein Problem, wenn das so bliebe. Von mir aus rote Haut, sieht ja keiner und ich bin kein Model, dafür wach in der Birne. Es blieb nicht so.
Auch  waren die Bronchien viel freier, ich konnte gut und tief atmen, was mir einen hervorragenden Schlaf bescherte und tagsüber natürlich viel weniger Ängstlichkeit/Anspannung. Und ich hatte kein emotionales PMS, kein heulen, keine Depri am Tag davor. Ich wunderte mich nur das ich mit Bauchschmerzen aufwachte, dann fiel mir mein Kalender ein (in 2 Tagen wär ich dran) also schnell auf Toilette…jupp richtig kombiniert. Symptomverschiebung, wie gesagt, hätte ch kein Problem damit!
Leider kamen meine alten Symptome wieder zurück: Benommenheit, Gehirnnebel, Schlappheit. Und Gastritis. Ich lag also echt schlachtreif fast eine ganze Woche flach. Interessanterweise war mir das total egal, trotz schönem Wetter. Normal mach ich mir ja da schnell Druck, dass ich  dnen ganzen Tag verschwende und das Wetter nicht genutzt habe, aber diesmal? NIX. Auch schön. Aber  danach auch mein Blutdruck: 87 zu 54. wäääh. Also Tablette genommen und langsam mit dem Radl los…

-Osstern: Wollte eigentlich am Ostermontag zu einem Bekannten fahren, der wohnt 100km weg, bissl spazieren, essen gehen, nix besonderes. Aber er wollte zu seiner Mama. Da überkam mich eine große Traurigkeit, einerseits weil ich dann wieder soviel alleine bin und eigentlich zu Ostern auch mal wieder was besonderes machen wollte und andererseits natürlich: *schnief, ich will auch zu Mama. Also zu einer wirklichen Mama, die liebevoll und warmherzig und fürsorglich ist.Seufz…

– Tafel: mal wieder anstrengend: zum einen kommen natürlich immer mehr Leute und generell ist die Stimmung irgendwie sehr angespannt. Die ukrainischen Flüchtlinge kommen extra dran. Nach uns. Wie definiere ich jetzt „uns“…die anderen halt. Weil selbst wenn neue Bedürftige ahhh ich hasse das Wort…wenn neue Leute kommen, egal ob aus Syrien, Türkei, Deutschland, die dürfen auch bei der ersten Runde mitmachen. Eigentlich müssten alle gleich behandelt werden. Aber gut, irgendwie müssen sie es regeln, weil es inzwischen meist über 60 Leute sind, wo wir sinst nur so 25 waren. Und als dann schon wieder alle Leute am drängeln waren, meinte die Leitung doch tatsächlich bierernst: „alle bleiben da stehen wo sie sind, nicht bewegen, sonst schieß ich!“ Ich hoffe die Ukrainer konnten noch kein deutsch. Meine Fresse….

– Spaß: ach is das schön: beim sympathischsten Bäckereifachverkäufer des Dorfes zu stehen, liebevoll bedient zu werden (mit viel Salz oder wenig?) und ihn einfach anzustrahlen, ohne Maske und er zurückstrahlt, ohne Maske.
Ich halte das mit Maske inzwischen so: sind wenig Leute irgendwo und ich muss nur was kurz holen lass ich sie meistens weg, seh ich das im Supermarkt viele Leute sind und muss ich auch mehr einkaufen, setz ich OP-Maske auf. In der Bahn gilt ja eh weiterhin FFP-2-Pflicht, damit kann ich leben.

– Arbeit: nach einem Monat, mal wieder Arbeit. Endreinigung in einer möbilierten Wohnung, nur ohne persönlichen Sachen. Wollte am Tag davor schon fast absagen, weil mal wieder Überforderungsgefühle pur, die Nacht war dann auch wieder sehr unruhig…. ging dann aber trotzdem hin weil a) klar Geld, b) mal wieder was schaffen und raus kommen tut mir auch gut. So wars auch. 5,5 Std. gewerkelt, plus über 2 Std. Fahrzeit (Baustellen, daher viel Umweg), nettes Pärchen, gute Bezahlung. Soweit ok, bis bei der Abnahme der Mann meinte: „Badewanne hast aber nicht geputzt oder?“ Doch, aber uralte Verfärbungen is halt son Ding, ne?
Waren dann trotzdem sehr dankbar und freundlich. Aufm Heimweg wieder das übliche: Nieee mehr geh ich arbeiten, wozu der ganze Streß…? Und überhaupt, alles doof. 2 Stunden später dann: angenehme Erschöpfung, nach Dusche und Aussicht auf warmes Essen: Tat aber doch gut, dass ich hingegangen bin

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Hanni hat Heimweh

Auf der Suche nach Ruhe und Sicherheit, aber leider nur stark im Auffinden von Chaos und Gespenstern.

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Herzensgrenze

Überleben als Introvertierte mit dem Wrong-Planet-Syndrom

Hochsensibel und Multipassioniert

Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann rufe nicht die Menschen zusammen, um Holz zu sammeln, Aufgaben zu verteilen und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem großen, weiten Meer. Antoine de Saint-Exupéry

Eine Art Tagebuch

Amat victoria curam