Arbeit

So, nach 2 Wochen frei (das hätte ich auch gern ohne Zahndrama genossen, aber egal), war ich mal wieder arbeiten. Tags davor hatte ich ein Jobangebot im Auge, ein Kombijob: Im Haushalt und Büroarbeit. Möcht ja schon auch gern vom „haushalten“ ein wenig weg, andererseits is da extrem viel Streß dabei…das wär halt so ein kleiner Schritt mal in ne andere Richtung. Naja ne Nacht drüber geschlafen und es gelassen… dann so nachgedacht:

Warum lasse ich eigentlich die Marktforschungsjobs immer beschämt hinten runter fallen? Weil es oft nicht ernst genommen wird und ja es gibt da paar schwarze Schafe, da musst du ewig viel ausfüllen und dann kriegst läppische 5 Punkte und bei 100 Punkte kriegste dann mal 1,-Euro oder so. DIE meine ich nicht. Ich hab ein paar Appjobs, da kann man vor Ort recherchieren: gibts die Plakatwerbung oder die Baustelle oder wie weit ist die Gerste auf Feld xy oder gehe in den Laden B und suche die Werbung Z oder suche die Mietwagenstation und dokumentiere Schäden am Auto. Meist muss man paar Fotos machen und Fragen beantworten. Ich kombiniere das gerne mit einer Radlrunde. Manchmal gibts Großaufträge in München und da dachte ich bisher: och nö rentiert sich nicht mit Fahrkosten usw. Doch meistens eben schon UND es geht nicht nur ums Geld, sondern das ich was mache was mir Spaß macht und was ich gerne mache. Dann gibt es Studien in denen man Lieder hört und angeben muss, ob die einem gefallen oder man geht direkt in IT-Firmen und prüft deren Produkte wie APPs oder Webseiten auf denen man was bestellen oder buchen kann. Ich bin quasi Testkunde und gib denen Feedback was ich gut, was kompliziert, was schlecht finde. Wer jemals ein Produkt in denen Händen hatte und daachte: welcher Depp hat sich das denn ausgedacht? Kann sich sicher sein, dass das Produkt bei keiner Marktforschung unter die Lupe kam 😉

Manchmal darf man einen Kinofilm vor Veröffentlichung sehen und muss danach einen Bewertungsbogen ausfüllen (dafür ist der Eintritt frei).

Dann gibt es noch die Postlaufzeiten, in denen ich angebe wann welche spezielle Post (adressierte Werbeprospekte) bei mir ankamen.

Und ja manchmal darf man einfach Kekse und Säfte kosten. Aber was ist daran schlimm? Gratis essen und trinekn UND dafür bezahlt werden…na bitte.

All das läuft unter Mikrojobs. Ich entscheide ob ich einen annehme oder nicht. Meist geht alles online, heißt ich arbeite alleine, nur in den vor-Ort-Terminen natürlich nicht, aber meist ist es schön in so hippe Büros zu gehen, wo sich alle duzen und nach dem Meeting ne Runde Kicker spielen.

Alles in allem sehr abwechslungsreich! Warum verstecke ich mich damit, dass ich das mache?

Für mich ist es manchmal auch Arbeit, wenn ich mit dem Fahrrad ein paar S-Bahnstationen fahre und mir so Fahrgeld spare (und Bewegung hatte ich auch gleich). Oder auf Flohmärkten zu stöbern, nicht NUR weil ich wenig Geld habe, sondern weil es mir Spaß macht kreativ zu sein, Ressourcen zu schonen, Neues entdecken, den Flair von so einem Markt zu genießen usw.

Manchmal verkaufe ich online Sachen, auch das ist Arbeit: das alles einzustellen.

Arbeit ist erst recht, mit Traumafolgestörungen zu leben, mit all der Angst, der Erschöpfung, der Verzweflung… (aber das drücke ich natürlich keinem aufs Auge der mich fragt was ich arbeite).

Und somit hat sich für mich herauskristallisiert, dass ich erstmal wenn ich schon Stellenangebote durschaue, nur nach Einmaljobs suche. Da gibt es ja unter Haus & Garten immer wieder was. Für mich ist das erstmal das bestmöglichste was geht und ich gut schaffe, ohne mich zu sehr zu stressen.

So eine innere Klarheit tut immer wieder gut 🙂

Zwei interessante Links noch zum Thema Arbeit und Psyche:

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